Küchenkräuter - Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten

Frische Kräuter sind ein Muss bei der Zubereitung von gesunden und abwechslungsreichen Speisen. Hier gibt es eine Auswahl der Beliebtesten.

Frische Kräuter verhelfen Speisen zu besonderer Würze und damit zu Charakter. Sie sind an der Seite von Gewürzen wichtige und nützliche Zutaten, die in keinem Gericht fehlen sollten. Viele Kräuter enthalten gesundheitsfördernde, so genannte sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu gehören Antioxidantien, welche Krebs vorbeugen und die Alterung verzögern können, indem sie freie Radikale abfangen. Außerdem sind Mineralien, Vitamine, ätherische Öle, Gerbstoffe oder Harze enthalten, die verschiedene Wirkungen auf unseren Körper haben können.

Beim Kauf von Kräutern sollte man darauf achten, dass sie ein frisches Grün ohne gelbe Stellen haben und dass die Blätter nicht aneinander kleben und kräftig sind, um sicher zu gehen, dass sie auch frisch sind.

Im Folgenden werden sechs bekannte Kräuter vorgestellt.

Basilikum- Duftende Zugabe zu Tomaten

Das Basilikum ist eines der beliebtesten Kräuter in unseren Küchen. Von der Pflanze werden vor allem die Blätter und Blattspitzen verwendet. Den Duft des ätherischen Öles kann man schon von weitem wahrnehmen. Der Geschmack ist einzigartig mit einem sehr starken Aroma. Trocknet man das Kraut, verliert es einen Großteil seines Aromas, daher wird zur Konservierung eher das Einfrieren empfohlen.

Basilikum harmoniert wunderbar zu Tomaten aber auch bei Suppen, Käse- und Pastagerichten wird er gern genutzt. Im Pesto ist er fester Bestandteil und auch bei Dips und Brotaufstrichen ist er nicht wegzudenken.

Ein leckerer Brotaufstrich lässt sich leicht herstellen, indem man 200 g Frischkäse mit 2 Esslöffeln saurer Sahne verrührt und einen sehr fein gehackten Bund Basilikum dazugibt. Eine Knoblauchzehe pressen und die Oliven einer kleinen Dose fein hacken und unter den Frischkäse mischen. Das Ganze mit Salz und Pfeffer mischen und auf Fladenbrot oder warmem Baguette genießen.

Oregano- Beliebte Würze vom Mittelmeer

In der Mittelmeerküche ist er sehr beliebt und auch bei uns wird er oft verwendet: Der Oregano. Er ist ebenfalls sehr aromatisch, schmeckt sehr intensiv und ein wenig herb. Genutzt werden die kleinen Blättchen, die abgezupft werden müssen. Das enthaltene ätherische Öl verströmt, ähnlich dem Basilikum einen starken Duft. Bei der Trocknung gewinnt er noch an Aroma.

Zu Tomatengerichten passt der Oregano ebenso gut, wie zu Lamm- und Geflügelgerichten und natürlich gehört er in jede Pizzasoße. In ihm marinierte Hähnchenspieße schmecken besonders frisch vom Grill im Sommer. Dafür werden 500 g Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Würfel geschnitten. Sechs Esslöffel gutes Olivenöl mit einem Teelöffel getrocknetem Oregano, Salz und Pfeffer verrühren. Die Hähnchenbruststücke darin ca. eine halbe Stunde marinieren, dann auf Schaschlikspieße stecken und auf dem Grill schön braun grillen.

Schnittlauch- Die mildere Zwiebel

Schnittlauch gehört zu den Kräutern, die in unserer Küche am meisten genutzt werden. Verwendet werden die röhrenförmigen Blätter, die sich gut in kleine Röllchen schneiden lassen. Der Geschmack ähnelt dem der Zwiebel ist jedoch deutlich milder und feiner. Das macht ihn sehr beliebt als Würzmittel in Soßen, Dips und Salaten aber auch pur auf dem Butterbrot mit Salz ist er ein echter Genuss. Durch das, im Schnittlauch enthaltene Vitamin C und A tut man auch seiner Gesundheit einen Gefallen.

Eine wunderbar aromatische Sauce zu Fleisch oder Fisch mit Schnittlauch: Aus 30 g Butter und 30 g Mehl eine Mehlschwitze bereiten und nach und nach mit heißer Gemüsebrühe ablöschen. 100 ml Milch hinzugeben, zu einer glatten Soße verrühren und etwa 5- 8 Minuten köcheln lassen. Einen Bund Schnittlauch in sehr feine Röllchen schneiden und zur Soße hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rosmarin -Wärmende Nadeln

Der Rosmarin ist ein Gewürz, das an buschigen Sträuchern wächst, Die nadelartigen Blättchen sind stark aromatisch und dem enthaltenen ätherischen Öl wird eine Kreislauf anregende und wärmende Wirkung nachgesagt. Es hat einen leicht bitteren Geschmack und eignet sich vor allem zu Würzung von Lamm- und Geflügelfleisch, Nudelgerichten, Gemüseaufläufen und Kartoffeln.

Ein beliebter, schnell zubereiteter Snack sind Rosmarinkartoffen. Dafür schneidet man 500 g kleine Kartoffeln in der Mitte durch und brät sie mit Schale in Pflanzenöl rundherum an. Danach bestreut man sie mit Rosmarinnadeln und lässt sie bei mittlerer Hitze gar braten. Zum Schluss werden sie mit grobem Meersalz bestreut. Dazu passt ein selbst gemachter Tzaziki aus Quark, Sahnejoghurt, Gurken, Knoblauch und Salz und Pfeffer.

Petersilie- Universeller Geschmacksspender

Ein fast universell einsetzbares und beliebtes Kraut ist die Petersilie. Die charakteristisch schmeckenden Blätter sind voll mit aromatischem, ätherischem Öl. Beim Trocknen verlieren sie allerdings Geschmack und Aroma fast gänzlich, daher gilt auch hier: besser einfrieren. Der Petersilie wird auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Beliebte Verwendungsmöglichkeiten sind klare Brühen, Saucen, Dips, Beilagen oder Salate.

Wenn man Reis einmal anders servieren möchte, rührt man nach dem Kochen Butter und einen Bund fein gehackte Petersilie unter. Verfeinert wird mit ein paar Spritzern Zitronensaft. Diese Beilage passt sehr gut zu Geschnetzeltem aber auch zu anderen Fleisch- und Fischgerichten.

Dill- Grundlage für leckere Fischgerichte

Der Dill ist ebenfalls eine vielseitig verwendbare Kräuterpflanze. Sein Geschmack ist charakteristisch, leicht süßlich und erinnert ein wenig an Anis. Am intensivsten ist sein Aroma, wenn er ganz frisch ist. Dill ist ein beliebtes Würzmittel für Fischgerichte aber auch zu Fleisch und in Salaten lässt er sich gut einsetzen.

Eine leckere Variante ist Gurkensalat mit frischem Dill. Dieser passt hervorragend zu paniertem oder unpaniertem Fisch sowie zu Eierspeisen, wie z. B. Rührei. Für den Salat hobelt man eine geschälte Gurke in feine Scheiben. Dazu gibt man

150 g saure Sahne und einen Bund fein gehackten Dill. Abgeschmeckt wird der Salat mit zwei Spritzern Essig, Salz und Pfeffer sowie einer Prise Zucker.

Ines Koniarski - Ich studiere Politikwissenschaft und Geschichte. Zurzeit arbeite ich an meiner Abschlussarbeit zum Thema Kinderarmut und ...

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