
- Kunsthalle Bremen - Harald Rossa
Privates bürgerschaftliches Engagement war und ist ein besonderes Merkmal von Kunst und Wissenschaft in Bremen. Auch Museen und Grünanlagen werden vielfach von privaten Gönnern finanziert. Die Bürger und Besucher von Bremen haben so die Qual der Wahl.
Theater
Eigenwillige Künstler bieten oft eigenwillige Vorstellungen. Gerade das wird unter „Bremer Stil“ verstanden. Hier in Bremen darf was gewagt werden. Spektakulär und heftig umstritten sind die Bremer Inszenierungen schon mal. Aber gerade deshalb auch oft sehenswert. Das „Junge Theater“ tut sich dabei besonders hervor.
Daneben gibt es natürlich auch das klassische Repertoire in Oper, Schauspiel und Ballett. Die größte Spielstätte der Bremer Theater ist das „Theater am Goetheplatz“. Weitere Häuser sind das theaterlabor bremen, das an der Schlachte liegende Theaterschiff und die Schwankhalle.
Ein eigenes Theater, die bremer shakespeare company am Leibnizplatz, ist allein dem großen Briten verpflichtet. Als echtes Volkstheater wird William Shakespeare hier in barocker Pracht dem Volke dargeboten.
Klassische Musik
Mit der Glocke neben dem Dom verfügt Bremen über ein herausragendes Konzerthaus. Die Bremer Philharmoniker, heute finanziert von der Stadt Bremen, führen ihre Anfänge auf das Jahr 1812 zurück. Solche Tradition verpflichtet zu Spitzenleistungen. Ein stark beachtetes Kammerorchester ist die „Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“.
Musical Theater Bremen
Mit einen jungen Musicaltheater will Bremen einen Platz unter den führenden Musicalstädten erobern. Hinter einer Glasfassade befindet sich eines der modernsten Theater Deutschlands. Es bietet 1.400 Plätze. Kein Sitz ist weiter als 24m von der Bühne entfernt. Da ist der Zuschauer fast mitten drin im Geschehen des anspruchsvollen Programms dieses jungen Hauses..
Radio und Fernsehen
Radio Bremen heißt die kleinste Rundfunkanstalt im Verband der ARD. Beim Thema Musik hat dieser Sender eine besondere Tradition. Der berühmte oder berüchtigte „Beat-Club“ des Produzenten Michael Leckebusch und weitere beachtete Musiksendungen stammen aus diesem feinen Haus. Mit extremen Einschaltquoten unter den jugendlichen Zuschauern wurde der „Beat-Club“ ein Synonym für Jugendkultur in Deutschland. Das galt auch noch für die Folgesendungen „Musikladen“ und „Extratour“.
Wissenschaft und Bildung
Viele Bildungseinrichtungen haben ihren Sitz in Bremen. Die Stadt wurde „Stadt der Wissenschaft 2005“.
Die Universität Bremen gehört zu den jüngeren Universitäten im Lande. Ende 1971 nahm sie die Lehr- und Forschungstätigkeit auf und integrierte Vorgängereinrichtungen, vor allem die Pädagogische Hochschule, in diese junge Universität. Die hat sich inzwischen zu einer Volluniversität ohne Medizin gemausert. 20.000 Studierende und 1.500 Mitarbeiter sind derzeit an dieser Hochschule aktiv. Über viele Jahre teilte die Uni Bremen mit der FU Berlin das Schicksal, als „Rote Kaderschmiede“ tituliert zu werden. Das ist inzwischen Geschichte und beide Einrichtungen können bei der aktuellen Exellenzinitiative einige Erfolge vorweisen. Und trotzdem hat die Uni Bremen den Raum für kritische Wissenschaftler. Nach außen wird der Forschungselan der Bremer Uni durch den Fallturm von 146m Höhe deutlich. Hier wird Forschung in der Schwerelosigkeit möglich.
Die Hochschule der Künste in Bremen bietet, wie sonst nur die „Universität der Künste“ in Berlin, Studienmöglichkeiten in Musik und gestaltenden Künsten unter einem institutionellen Dach.
Die Bremer Fachhochschulen für Wirtschaft, Technik, Sozialwissenschaften und Nautik wurden unter dem Dach der Hochschule Bremen zusammengefasst. Eine enge Verbindung mit der Wirtschaft und die Einbindung in ein weltweites Kooperationsnetzwerk zeichnet diese Bildungseinrichtung des Landes Bremen besonders aus.
Eine private Universität, die Jacobs University Bremen, entstand 1999 auf der Grundlage einer großzügigen Stiftung des Bremer Kaufmanns Klaus J. Jacobs. Der lebt zwar inzwischen in der Schweiz, aber der Bremer Bürgersinn wurde hier erneut mit einem Bürgerengagement belegt.
Ein Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung und ein Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie runden die Forschungslandschaft ab.
In den Bremer Unternehmen gibt es weitere Bereiche der Spitzenforschung. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der deutschen Luft- und Raumfahrttechnik wird hier in Bremen entwickelt und produziert.
