
- Kombinierer - Erich Wagner
Die Langlaufski sind präpariert, die Sprungski stehen absprungbereit, es kann mit der neuen Saison für die nordischen Kombinierer losgehen.
26. 11. Kuusamo: 2. Rennen - Tino Edelmann siegt
Die Windverhältnisse am Vormittag erlaubten keinen Sprung, deshalb wird die Wertung vom provisorischen Wettkampfsprung herangezogen. Um 14.15 Uhr MEZ wird das 10 km Langlaufrennen gestartet.
Diesmal ließ sich Tino Edelmann (GER) den Sieg nicht wegnehmen. Er rettete einen Abstand von 8 Sekunden auf den stark laufenden Finnen Ryynänen und den Japaner Watabe. Der Sieger vom Vortag, Krog, wird 6 und Mario Stecher belegt den 7. Platz. Mit Platz 12 konnte Bernhard Gruber seine gute Ausgangsposition (7. im Springen) nicht ideal nützen, Willi Denifl erreichte heute den 13. Platz. Punkte gab es auch für Tomaz Druml (18.), Tobias Kammerlander (22.) und Christoph Bieler (28.). David Kreiner (32.) und Lukas Klapfer (47.) blieben ohne Punkte.
25. 11. Kuusamo: 1. Rennen - der Sieger heißt Magnus Krog (NOR)
Timo Edelmann führte nach dem Springen, gefolgt vom Tiroler Wilhelm Denifl auf Rang zwei, der Finne Janne Ryynänen folgte mit + 0:38 Sekunden. Mario Stecher war mit einer Minute Rückstand Fünfter (126 m), Christoph Bieler an neunter Stelle (122 m/+1:28). Jason Lamy Chappuis (FRA) lag auf Rang 21/+2:07, der Norweger Magnus Moan 16./+1:54. Die Deutschen Kircheisen 14., Rydzek auf dem entäuschenden 27. Rang.
Bei teils heftigem Scheefall und unangenehmen Wind machte sich Tino Edelmann beherzt auf die Strecke. Noch, bis knapp vor Kilometer 7,5, konnte er die Spitzenposition halten, immer dicht gefolgt von Mario Stecher und Watabe. Dann aber überholte ihn der Japaner in der Steigung vor der Zeitnehmung. Die Gruppe Watabe, Edelmann, Krog und Stecher matchte sich auf den letzten 2,5 Kilometern, bis in der letzten Steigung plötzlich der junge Norweger Krog nach vorschoss. Stecher musste die anderen ziehen lassen. Krog (NOR) siegte vor Watabe (JPN). Edelmann (GER) rettete den letzten Podiumsplatz für sich. Neben Denifl (10.) belegten Gruber, Bieler und David Kreiner noch die Plätze 14 bis 16, Rydzek wurde 23.
Der Weltcupstart der Nordischen Kombinierer im November 2011 in Kuusamo
Ende November geht es endlich wieder los, das Nordic Opening im finnischen Kuusamo. Bis zu 25.000 Zuschauer, tolle Atmosphäre, zehn Wettkämpfe (Springen und Nordische Kombination), 30 teilnehmende Nationen mit insgesamt 400 Athleten werden erwartet. Muss nur noch das Wetter passen - und der Schnee.
- 25. bis 27. 11. 2011 Kuusamo
Saisonbeginn 2011 und die Suche nach dem Schnee
Nicht nur in Mitteleuropa ist man in diesem November 2011 auf der Suche nach dem Schnee, nein, auch in Nordeuropa muss man lange suchen, bis man fündig wird. Ursprünglich wollten sich die Trainingsgruppen in Lillehammer und Sjusjoen (NOR) den letzten Schliff für den Winter holen. Wegen Schneemangels wurde dort aber die Langlaufloipe für alle gesperrt, die nicht am Langlauf-Weltcup, der nach Sjusjoen verlegt wurde, teilnahmen. Die aktuelle Schneelage in Kuusamo ist zwar nicht berauschend, aber immerhin ist Schnee vorhanden.
Wie reagieren die Athleten auf die mangelnden Vorbereitungsmöglichkeiten auf Schnee?
Bernhard Gruber: "Ich habe die zusätzlichen Tage in Österreich zum Rollertraining genützt und den anderen Nationen geht es ja auch nicht besser. Für uns entsteht also kein Nachteil." Die österreichischen Gruppen (16 Athleten) trainierten bis 23. November in und um Rovaniemi. Trainer Bard Elden: „Wir wollten eigentlich einen Qualifikationswettkampf mit den Norwegern und Russen in Lillehammer machen. Ob das umsetztbar ist, steht jetzt in den Sternen."
Die Aufstellung der österreichischen Mannschaft für das erste Rennwochenende in Kuusamo
Cheftrainer Bard Jörgen Elden: „Der Skiclub hier in Rovaniemi hat für die kurze Zeit zwar die Schanze sehr gut präpariert." Da die Loipen aber für ein echtes Qualifikationsrennen ungenügend waren, wurde entschieden, dass "die acht Athleten aus der Trainingsgruppe 1 die ersten Weltcups in Kuusamo und Lillehammer bestreiten werden." (Trainer Elden)
- Mario Stecher,
- David Kreiner,
- Bernhard Gruber,
- Willi Denifl,
- Tobias Kammerlander,
- Christoph Bieler,
- Lukas Klapfer,
- Tomaz Druml
Mario Stecher gab sich gelassen: "Wir hatten schon bessere Vorbereitungen auf den Weltcup, aber fürs Wetter kann niemand etwas. Ich bin mit meinen ersten Sprüngen zufrieden. Der Belastungstest verlief positiv und ich fahre beruhigt nach Kuusamo. Vor allem bin ich mit meinem Leistungsstand beim Langlaufen sehr zufrieden.“
Wo bleibt der neue österreichische Meister der Nordischen Kombination, Mario Seidl?
Noch vor einem Monat bei den österreichischen Meisterschaften der nordischen Kombination konnte er lachen, der junge Mario Seidl. Der Sieg überraschte auch ihn selbst: „Ich bin überwältigt!" Nun muss er sich seinen Platz für die nächsten Rennen in der Ramsau oder Seefeld erst neu erkämpfen. Denn die Trainingsgruppen 2 und 3 werden am Freitag, 25.11., eine Qualifikation für die vier Startplätze der Nationalen Gruppe für die Weltcups in Ramsau (10./11.12.) und Seefeld (16.-18.12.) durchführen. Die Qualifikation wird voraussichtlich in Ramsau am Dachstein stattfinden.
Bei der ersten Continental Cup-Serie der Nordischen Kombinierer in Park City (USA) konnte auch Mario Seidl, der österreichische Meister, mit den Rängen 15 und 11 die nötigen Punkte für einen eventuellen Start im Weltcup sammeln.
Wer sind die härtesten Gegner bei der Nordischen Kombination?
Sicher bestens vorbereitet kommen die jungen Athleten aus Deutschland nach Kuusamo. Frenzel, Rydzek und Kircheisen sind sicher heiß auf einen harten Wettkampf. Aber auch der Franzose Lamy Chappuis, die Nordländer Kokkslien, Moan oder Jan Schmid werden die Wettkämpfe wieder spannend machen. Neben den Bewerben nach der Gundersen-Methode (der ehemalige nordische Kombinierer Gunder Gundersen entwickelte den nach ihm benannten Startmodus "Gundersen-Methode", in dem die Sportler mit den Zeitabständen auf die Skilanglaufstrecke gehen, die aufgrund des Sprungergebnisses errechnet wurden. Der Langläufer, der die Ziellinie als Erster überfährt, ist eindeutig auch der Sieger.) wird es noch die neuen Formate Team-Sprint und Penalty Race geben. Das erste Mal bereits in Lillehammer Anfang Dezember.
Quellen: ÖSV. Kuusamo.fi.
