Ein Smartphone mit einer Display-Grundfläche von 4,7 Zoll ist nicht gerade das, was sich Otto Normalverbraucher unter einem handlichen Gerät vorstellt. Und doch soll das Kyocera Echo mit dem größten Bildschirm seiner Geräte-Klasse genau das sein: handlich und leicht zu verstauen. Tatsächlich kann das Gerät auch auf die altbekannten Maße eines iPhones zusammengeschrumpft werden.
Das Kyocera Echo - ein Handy mit Doppeldisplay
Möglich macht dies eine Konstruktion, die stark an die Spielekonsolen aus der DS-Reihe Nintendos erinnert. Denn wie beispielsweise der Nintendo DSi nutzt auch das Echo-Smartphone von Kyocera ein berührungsempfindliches Doppel-Display. Um mit dem Gerät zu telefonieren oder um es einfach zu verstauen, wird einer der beiden Touchscreen-Bildschirme, dank eines Scharniers, hinter den anderen geschoben. Prompt wird aus einer 4,7 Zoll Grundfläche ein Smartphone gängiger Größe.
Der Doppelbildschirm schafft neue Anwendungsoptionen
Nach Angaben des Echo-Herstellers Kyocera ermöglicht der Dual-Screen gleich vier verschiedene Anwendungsmodi:
- Der Ein-Bildschirm-Modus: Das Handy wird zum Telefonieren oder zum Schreiben von SMS benutzt.
- Der Tablet-Modus: Beide Bildschirme werden synchronisiert und arbeiten als Großbildschirm. Fotos, Filme und Webseiten werden über die gesamte Fläche aufgespannt.
- Der Simul-Task-Modus: Dieser Modus erlaubt die parallele Nutzung von zwei Apps. Auf jedem Bildschirm läuft jeweils eine der Applikationen.
- Der optimierte Modus: Die Bedienfenster einer App werden auf die beiden Bildschirme verteilt.
Einen Makel hat diese Variabilität allerdings: Nicht alle Apps sind für jeden Modus einsetzbar. So funktionieren im Simul-Task-Modus bisher wohl nur sieben der vom Hersteller mitgelieferten Applikationen. Der optimierte Modus wiederum kann nur dann genutzt werden, wenn die jeweilige App darauf ausgelegt ist.
Das Kyocera Echo arbeitet mit Googles Android 2.2 und einer wenig spektakulären technischen Ausstattung
Ausgeliefert wird das Kyocera Echo mit der Android-Version 2.2. Ob eine baldige Aktualisierung der Betriebssoftware auf die Version 2.4 oder womöglich gar die für Tablets entwickelte Honeycomb-Software ansteht, ist noch offen. Das bereits vorhandene Angebot an Applikationen ist natürlich beliebig erweiterbar und veränderbar. Wenig spektakulär ist ansonsten die technische Ausstattung des Echo-Smartphones. So soll das Gerät wohl auf Basis eines ein Gigahertz schnellen Snapdragon-Prozessors von Qualcomm arbeiten und über einen internen Speicher von der Größe eines Gigabytes verfügen. Dieser lässt sich problemlos mit einer mitgelieferten acht Gigbyte-SD-Karte erweitern. Die Handykamera verfügt über eine Auflösung von fünf Megapixel.
In den USA ist das Kyocera Echo schon vorbestellbar
Nach Angaben des Herstellers ist das Echo bereits in den USA exklusiv beim Unternehmen Sprint vorbestellbar, zu einem Preis von 199 Dollar bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages. Ob das Kyocera-Handy auch auf dem europäischen und deutschen Markt erscheinen wird, ist bislang nicht bekannt.
