L. J. McDonald: Die Krieger der Königin, Falkenherz

Die Krieger der Königin, Falkenherz - Droemer Knaur
Die Krieger der Königin, Falkenherz - Droemer Knaur
Sklavenhändler, Sex und eine ungewöhnliche Fantasygeschichte machen auch den zweiten Teil der Serie um „Die Krieger der Königin" aus. Eine Rezension.

Bereits im Alter von 15 Jahren entdeckte die kanadische Schriftstellerin L. J. McDonald das Schreiben für sich. „Die Krieger der Königin“, welcher von den Lesern sofort mit Begeisterung aufgenommen wurde, stellte jedoch ihren Debütroman dar. Das Buch stellt den ersten Teil der gleichnamigen Serie dar, die mit „Die Krieger der Königin – Falkenherz“ nun fortgesetzt wird. Ihrem Erfolgsrezept von Fantasy und Leidenschaft bleibt sie hierbei treu.

Geschichte von „Die Krieger der Königin – Falkenherz“

Die bereits aus dem ersten Band bekannte Lizzy gerät in die Fänge von skrupellosen Sklavenhändlern. Per Schiff wird sie nach Meridal, ein Wüstenreich in der Ferne, verschleppt und dort verkauft. Ihresgleichen droht dort entweder das Schicksal als Kriegeropfer, Futtersklave für die gestaltwandlerischen Sylphen oder aber als Haremsdame. Lizzy landet schliesslich im Harem, wo sie den Krieger zu diensten sein soll. Jedoch ist sie bereits gebunden und wird von den Kriegern geschmäht, was bei Entdeckung durch die Wächterinnen schwerwiegende Folgen mit sich ziehen würde. Nur durch eine List bleibt sie unbehelligt, während sich ihr Vater Leon und sein Kriegersylph Ril sich auf den Weg machen, sie zu retten. Doch das Wüstenreich verfügt über schier unüberwindbare Macht.

Ein Fantasy-Roman voller Leidenschaft

Mittelpunkt der Geschichte ist das Band zwischen Lizzy und Ril, aber auch zwischen Ril und seinem Meister Leon. Ohne wissen der Beiden hat Ril die junge Lizzy zu seiner Meisterin gemacht, wodurch es ihm auch möglich wird, sie nach ihrer Entführung aufzuspüren. Insbesondere zum Schluss hin kommt dieser Zwiespalt in dem sich Ril dadurch befindet gut zum Ausdruck und lässt seinen Charakter authentisch wirken, obwohl die Vorstellung eines sogenannten „Sylphen“ doch sehr fantastisch ist. Die anderen Figuren des Romans wirken hingegen eher blass und ihnen hätten etwas mehr Gedankengut und weniger Lust und Leidenschaft ganz gut getan.

Die Krieger der Königin – Sylphen, Sex und Gemetzel

Insbesondere zu Beginn des Buches nimmt Leidenschaft und Sex etwas zu sehr Überhand. Obwohl dieser für die Handlung elementar ist, wie bereits im ersten Band ersichtlich wird, etwa dadurch das eine Frau, die mit einem ungebundenen Krieger schläft automatisch zur Königin wird, scheint es Stellenweise gar nichts anderes mehr zu geben. Auch einige Kampfpassagen werden übertrieben brutal beschrieben. Ein geworfener Stein, der einen menschlichen Körper durchbohrt wirkt schlichtweg unrealistisch. Trotz diesen Makel und einigen geschichtlichen Ungereimtheiten sowie dem nervenden Nebencharakter Justin, baut sich aber trotzdem Spannung auf, die den Leser spätestens ab der Hälfte des Buches fesselt.

Ausblick auf den dritten Band: Die Krieger der Königin – Schattenmacht

Auf den dritten und vorerst letzten Teil wird sich der Leser voraussichtlich bis zum 3. August 2012 gedulden müssen. Das unter dem Titel „Die Krieger der Königin – Schattenmacht“ erscheinende Buch wird sich wieder um die junge Königin des Sylphentals Solie und ihren Krieger Hedu drehen. Ein Mörder geht in ihrem Reich um und verübt Anschläge auf ihre Berater. Sein Ziel aber ist sie selbst.

Fazit zu „Die Krieger der Königin – Falkenherz“

Wem das erste Buch gefallen hat, dürfte auch der zweite Band der Serie zusagen. Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die Story weist einige Schwächen hinsichtlich Logik und Aufbau der Geschichte auf, gewinnt aber im Laufe des Romanes trotzdem an Tiefe und Spannung. Kurz gesagt: Amüsant zu lesen, wenn auch nicht überragend.

Das Buch:

L. J. Mcdonald, Die Krieger der Königin – Falkenherz (original: The Battle Sylph), Knaur Taschenbuch 2011, 416 Seiten, ISBN: 978-3-426-50861-9, Preis: 9.99 Euro (D)

Sarah A. Friedli, Sarah A. Friedli

Sarah A. Friedli - Kurzvita: Geboren wurde ich 1985 in der Schweiz. Nach der Schulzeit absolvierte ich den Vorkurs für Gestaltung und anschliessend ...

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