
- Union Jack - StefanXp
"Can I become a schnitzel?" oder "What means the word trouble?" So oder so ähnlich sehen sie aus die typisch deutschen Fehler im Englischen. Wer es nicht besser weiß, orientiert sich eben an den eigenen Sprachmustern mit entsprechenden Ergebnissen. Dass so kein richtiges Englisch entsteht, liegt auf der Hand, zumal die nächsten Stolpersteine schon bereitliegen. "Vital" im Englischen heißt auf Deutsch eben nicht vital. Genauso wenig sollte man den "undertaker" mit einem Unternehmer verwechseln und auch "the bank" ist mit Sicherheit nichts zum Sitzen. Um also solche Fehler zu vermeiden, muss tüchtig geübt werden. Am besten gleich mit den Büchern, die ausdrücklich den typisch deutschen Fehlern zu Leibe rücken.
Sprachfallen vermeiden
"Stop Making Mistakes" versteht sich selbst als "humorvolles Nachschlagewerk, als Wiederholungskurs, sowie als Test- und Übungsbuch". Herzstück sind 117 Fettnäpfchen, in die Deutsche auf englischem Parkett leicht treten können. Oder wer weiß denn schon auf Anhieb, ob "müssen" am besten mit "need", "have to" oder mit "must" übersetzt werden sollte? Letztlich kommt es auf den Zusammenhang an, welche Übersetzung am besten geeignet ist. Dies gilt für alle vorgestellten Wörter, die von "Abteil(ung) - compartment, department oder section?" bis zu "zuerst - first oder at first?" reichen.
Auftakt jeder Übungseinheit ist ein kleiner Test mit englischen Sätzen. Manche sind richtig, manche falsch, eine erste Prüfung für den Leser (Test yourself). Dann werden die Begriffe mit Anmerkungen und Beispielen genau erklärt, um Sprachfallen künftig zu vermeiden (Troubleshoot your English). Schließlich kommen in "the specialist´s corner" auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten. Der Abschnitt enthält wichtige Ausnahmen und Redewendungen. Abgerundet wird jede Lerneinheit mit lustigen Beispielen. Hier wird das, was gerade gelernt wurde, nochmals getestet (Joke your way round trouble spots).
Typische Fehler
Auch das Buch "Englisch – Typische Fehler vermeiden" arbeitet sich an Stichwörtern in alphabetischer Reihenfolge ab. Als "warming up" starten die einzelnen Übungen jeweils mit einer Anekdote oder gezeichneten Bildern, um die schwierigen Begriffe anschaulich vorzustellen. Im nächsten Schritt folgt die Erklärung mit Beispielsätzen und Eselsbrücken. Den Schluss der Einheit bildet ein kleiner Test mit Lösungen im Anhang. Dort finden sich auch kurze Informationen zu den Unterschieden zwischen britischem und amerikanischem Englisch. Hilfreich ist auch das Verzeichnis der "Falschen Freunde". Damit sind die deutschen Wörter gemeint, die einfach nur ins Englische übertragen einen völlig anderen Sinn ergeben. So verstehen Engländer unter "warehouse" kein Warenhaus, sondern ein Warenlager.
Text und Kontrolle
Anders als bei den beiden Büchern zuvor geht es bei "Speak your English" um Text und Kontrolle. Das heißt, dass die Leser über programmierte Übungen lernen sollen, typische Fehler zu vermeiden. Dazu werden jeweils seitenweise englische Übungssätze vorgestellt, die entweder richtig oder falsch sind. Der Leser ist nun gefordert, dies zu entscheiden. Da immer direkt nach den Übungssätzen die Lösungen erscheinen, kann die Kontrolle sofort erfolgen. Wer es noch genauer wissen will, bekommt dann im Anhang die grammatikalischen Regeln für die richtigen Formulierungen im Englischen erläutert. Bespiel: "I have written my exercise yesterday." Wer diesen Satz für richtig hält, sollte schleunigst sein Englisch auffrischen. Allen anderen sei gesagt, dass dieser Satz im Englischen vollkommen unmöglich ist. "Denn yesterday drückt eine abgeschlossene Zeit in der Vergangenheit aus, während I have written eine unabgeschlossene Zeit in der Gegenwart oder eine unbenannte Zeit in der Vergangenheit ausdrückt ("Speak You English?", S. 160) Die richtige Übersetzung von "Gestern habe ich meine Aufgaben geschrieben" ist demnach: Yesterday I wrote my exercise.
Fazit: Lernen mit Spaß
Alle die Englisch als Fremdsprache lernen, kommen nicht umhin, sich mit dessen Eigenheiten zu beschäftigen. Dazu zählen feststehende Ausdrücke und Redewendungen (idioms and phrases) genauso wie der richtige Gebrauch der Zeiten, von den grammatikalischen Besonderheiten ganz abgesehen. Nur durch intensives Lernen werden sich letztlich Sprachschnitzer vermeiden lassen. Einen Beitrag hierfür können die vorgestellten Bücher leisten, deren Lektüre auch noch Spaß macht.
Literatur
- Robert Kleinschroth: Stop Making Mistakes. Sprachfallen vermeiden von A bis Z, 2003. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 239 Seiten, 8,90 Euro.
- Sonja Brough und Carolyn Kilday Wittmann: Englisch – Typische Fehler vermeiden. Ein unterhaltsamer Ratgeber zur richtigen Wortwahl. Langenscheidt, Berlin, 159 Seiten, 12,95 Euro
- Gunther Bischoff: Speak your English. 27. Auflage 2007, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 171 Seiten, 6,90 Euro.
