Lebkuchen - mit Liebe gebacken

Lebkuchenherzen - Rainer Sturm
Lebkuchenherzen - Rainer Sturm
Was wäre ein Weihnachten ohne die leckeren braunen Kuchen? Selbst gemacht schmecken sie natürlich am besten. Also dann: ab in die Weihnachtsbäckerei!

Weihnachten - nicht nur die Zeit der Liebe, sondern auch die der (Liebe zu den) Süßigkeiten. Eine der verbreitetsten und in vielen Variationen vorkommenden Gebäcke ist der Lebkuchen: süß, würzig und Seelen tröstend. Wie Sie die braunen Kuchen selber backen können und was es sonst noch Wissenswertes über den Lebkuchen gibt, lesen Sie hier.

Die Geschichte des Lebkuchens

Bereits in der Antike aß man hierzulande Lebkuchen - damals bekannt als "Honigkuchen". Es war eine Süßigkeit, die sich nur wenige leisten konnten, denn früher galt der Lebkuchen als heilend, gesund, verdauungsfördernd - selbst in der Fastenzeit war der Genuss der Kuchen erlaubt. Diese durften auch nur speziell ausgebildete Bäcker, die "Lebküchner" oder "Lebzelter", herstellen. Man kann vermuten, dass dies früher ein angesehener Beruf war.

Als im 16. Jahrhundert Lebkuchen-Metropolen wie Aachen, Braunschweig und Nürnberg entstanden, wurde das Gebäck für immer mehr Menschen bezahlbar. Zu der Zeit kam man ebenfalls auf die Idee, Lebkuchen auf Oblaten zu backen.

Mit der Industrialisierung änderte sich um 1840 auch die Produktion von Handarbeit auf maschinelle Herstellung, sodass sich die braunen Kuchen weit verbreiteten und bis heute zu den beliebtesten Advents- und Weihnachtssüßigkeiten gehören.

Das Lebkuchengewürz

Es gibt nicht "das" Lebkuchengewürz, sondern viele Variationen - je nach Produkt, in dem es verwendet wird. Denn auch in weihnachtlichen Joghurts, Tees und Schokoladen wird es eingesetzt und gibt diesen ihren "Weihnachts-Geschmack".

Eine der gebräuchlichsten Grundmischungen für das Gewürz, das Kuchen sein Aroma verleiht, setzt sich vorwiegend aus Zimt, Nelken, Piment und Koriander zusammen, weitere Gewürze wie Ingwer, Kardamom, schwarzer Pfeffer und Muskatnuss geben dem Lebkuchen seine angenehme Schärfe. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum die süßen braunen Kuchen gerade in den kalten Wintermonaten so beliebt sind: sie haben dank ihrer Würzung eine wärmende Wirkung - und machen so nicht nur wegen des Zuckers glücklich!

Grundrezept für Lebkuchen

  • 500 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 300 g Zuckerrübensirup oder Honig (je nach Geschmack)
  • 50 g Margarine (zerlassen)
  • 1 Tasse starker Kaffee
  • 1 Ei
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Lebkuchengewürz

evtl.: Orangeat, Zitronat (für spezielles Aroma, nach Belieben), Oblaten, Zuckerguss, Dekor (Streusel etc.)

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und alle Zutaten miteinander verrühren. Den Teig entweder in kleinen Portionen auf Oblaten verteilen oder ihn in der ganzen Masse in eine gefette Auflauf- oder Springform geben. Für 10-15 (bei kleinen Oblaten-Lebkuchen) oder 15-20 Minuten (beim ganzen Kuchen) in den Ofen geben, eine kleine Stichprobe mit einem Holzstäbchen gibt Aufschluss darüber, ob der Teig fertig ist: er darf nicht am Stäbchen kleben bleiben, sollte aber dennoch nicht zu trocken und krümelig sein.

Wer mag (- für Kinder sicher ein großer Spaß), kann die/den erkalteten Lebkuchen anschließend mit Zuckerguss und Streuseln verzieren.

Ein Tipp: backen Sie in großen Mengen, denn Lebkuchen hält sich - nach dem Abkühlen luftdicht in Dosen aufbewahrt - noch die ganzen 4 Wochen bis Weihnachten! Natürlich liegt es an Ihnen, wie lange Sie der Köstlichkeit widerstehen können...

Ein persönlicher Tipp: abends auf der Couch zu einem guten Weihnachtsfilm schmeckt's am besten!

Kim Mensing - 1992 als echte "Kieler Sprotte" geboren, gehöre ich hier bei suite101 wohl zu den Jüngsten. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, ...

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