
- Chutneys: Tomate, Kokos, Koriander - feministicjulie, flickr.com
Die bekanntesten indischen Chutneys, allen voran das Mango-Chutney, sind in aller Regel gekocht wie Marmeladen, nur halt mit indischen Gewürzen statt einfach nur mit Zucker. Es gibt aber in Indien auch eine ganze Reihe sehr leckerer Chutneys, die einfach nur püriert werden - und es ist auch eines mit Mangos darunter.
Frische Tageschutneys
Die gekochten Chutneys kann man in einer großen Breite an Variationen kaufen. Bei den frischen Chutneys bleibt dem Koch nichts andres übrig, als selbst tätig zu werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach und immer gleich: Alle Zutaten werden in den Mixer geworfen und püriert. Ersatzweise werden sie mit einem Pürierstab oder im Mörser fein zerkleinert. Dann werden sie in den Kühlschrank gebracht und noch am selben oder gleich am nächsten Tag aufgegessen. Länger halten sie sich nicht, und frisch schmecken sie auch am besten.
Und weil die Zubereitung so einfach und immer gleich ist, hier nur die jeweiligen Zutaten:
Korianderchutney
- Die grünen Blätter von einem Bund frischer Koriander
- 4 Esslöffel frischer Ingwer, gerieben
- 2 frische Chilischoten, gehackt
- 3 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Tasse Joghurt
- 1 Teelöffel Zucker
- 1 Teelöffel Salz
- 1 halber Teelöffel geröstete Kreuzkümmelsamen (Cumin)
Frischer Koriander ist in Indien das beliebteste Würzkraut, aber es ist bei weitem nicht das einzige. Sie können dieses Chutney statt mit Koriander auch mit Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Petersilie zubereiten. In dem Fall lassen Sie Joghurt und Kreuzkümmel weg. Und experimentieren Sie bei den Gewürzen! An indische Rezepte muss man sich nicht sklavisch halten, und die Eigenart der Geschmäcker erschließt sich dem Koch erst so recht in seinen eigenen Experimenten.
Kokosnusschutney
- 1 Tasse Kokosraspel
- 1 Esslöffel Zucker
- 1 Esslöffel frischer Ingwer, gerieben
- 2 frische Chilischoten, gehackt
- 2 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Teelöffel Salz
Eigentlich beginnt dieses Rezept mit "man nehme eine Kokosnuss". Dazu schlägt man zwei der dunklen Augen der Kokosnuss aus und lässt den Saft auslaufen. Anschließend kommt die Nuss bei 200 Grad für eine Viertelstunde in den Backofen. Danach kann man sie leicht mit einem Hammer zerkleinern und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Tatsächlich schmeckt das Chutney mit frischer, saftiger Nuss am besten, aber zur Not tut es halt auch Kokosraspel. Wenn das Chutney zu trocken wird, geben Sie Kokosmilch, Wasser oder Joghurt dazu. Variationen sind möglich, klassisch zum Beispiel die Chutneys aus Sesam oder aus Cashewnüssen.
Mangochutney
- 1 große Mango
- 1 frische Chilischote
- 1/2 Teelöffel frischer Ingwer, gerieben
- 1 Teelöffel Salz
- eventuell 1 Teelöffel Zucker
- 2 Esslöffel frische Minzeblätter
Auch dies ist ein Tageschutney, das nicht gekocht, sondern einfach nur püriert wird. Übrigens kann die Mango dafür durchaus noch grün sein. Auch grüne Mangos können sehr lecker schmecken. Und natürlich kann auch dieses Chutney variiert werden und Sie können es aus anderen Obstsorten herstellen. Im allgemeinen aber werden aus Obst meist gekochte Chutneys gemacht.
Ingwerchutney
- 1 Tasse frischer Ingwer, gehackt
- 2 frische Chilischoten, gehackt
- 1 Teelöffel Salz
- 3 Teelöffel Zucker
- Saft einer Zitrone
Ergibt ein sehr scharfes Chutney - zwar nur eine kleine Menge, aber Sie werden es auch nicht in großen Mengen essen wollen.
Lesen Sie auch bei suite101: Ein indisches Menue zusammenstellen und ein Rezept für ein einfach gerührtes Tomatenchutney!
Informationen und Rezepte:
- Adiraja Dasa: Vedische Kochkunst, 1987; Hare-Krishna-Kochbuch
- Schomber, Helmut und Volker Büttner: Indische Küche, zu beziehen über Indu-Versand
- Sahni, Juli: Das große Indische Kochbuch, Heyne Verlag
