Leicht und lecker durch den Sommer

Was an kühlen oder kalten Tagen schmeckt muss nicht unbedingt auch bei Hitze gut sein. Es gibt jedoch viele Dinge, die dann besonders lecker sind.

Wer bei 30 Grad im Schatten Schweinebraten mit Knödeln oder Eisbein mit Sauerkraut verdrückt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er sich hinterher nicht besonders fühlt. Das Essen sollte dem Wetter angepasst sein und schwere, kalorienreiche Speisen passen am ehesten noch in den Winter. Im Sommer, vor allem, wenn es heiß ist, sollte man leicht essen. Außerdem muss man in der warmen Jahreszeit ja nicht unbedingt mittags gegessen haben: In warmen Ländern wird die Hauptmahlzeit ja auch typischerweise am Abend eingenommen.

Regionale Speisekarten

Apropos warme Länder: Die Küche eines Landes spiegelt nicht nur die Nahrungsmittel wieder, die dort produziert werden, sondern auch das Klima. Was liegt bei warmen Wetter kulinarisch also näher als das Mittelmeer?

Eine erst Möglichkeit, das Essen dem warmen Sommerwetter anzupassen, wäre also, das Mittagessen auf einen kleinen Snack zu reduzieren und am Abend beim Griechen, Spanier oder Italiener zu essen. Am schönsten ist das im Sommer natürlich, wenn man dabei draußen sitzen kann.

Natürlich ist das Essen im Restaurant auch eine Geldfrage und nicht jeder wird sich das jeden Abend leisten können oder wollen. Das macht jedoch nichts, denn was spricht dagegen, zuhause selbst nach Rezepten aus dem Süden zu kochen? Spagetthi, Chianti und Weißbrot im Kerzenschein schmecken auf dem Balkon genauso gut wie im Garten der Pizzeria. An die Rezepte zu kommen, ist heute auch kein Problem mehr: Wozu wohl gibt es das Internet?

Unter anderem Vegetarisches

Wenn man bei heißem Wetter schon anders isst als an kühlen Tagen, kann man ruhig auch einmal etwas ganz neues probieren: Zum Beispiel Fisch oder Meeresfrüchte. Beide sind ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche, lecker und dazu auch noch gesund. Zudem können sie auch ansonsten überzeugten Fleischessern durchaus einmal als leckere Abwechslung dienen.

Ganz typisch für die Küche des Südens sind auch bestimmte Gemüse wie Tomaten, Paprika, Oliven, Auberginen, Zucchini und Gurken. Man findet sie oft kalt als Bestandteile von Salaten, jedoch gibt es auch warme Zubereitungen. Nicht nur als Beilagen, sondern auch als Hauptgericht sind Schmorpfannen aus diesen Gemüsefrüchten ein leckerer Abwechslung. Und wenn schon einmal vom vegetarischen Essen die Rede ist: Dolmades, gefüllte Weinblätter also, müssen nicht unbedingt mit Hackfleisch gefüllt sein; auch Reis eignet sich wundernbar.

Leckere kalte Küche

Auch leckere Snacks lassen sich mit den Zutaten der mediterranen Küche machen: Anstatt einer Currywurst mit Pommes kann man in der Mittagspause auch ein Brötchen mit Feta schnabulieren. Wenn der schön salzig ist, hilft er auch, dass durchs Schwitzen verloren Kochsalz zu ersetzen. Eine andere Möglichkeit wäre ein griechischer Dorf- oder Bauernsalat mit Gurken, Tomaten und Co.: Wenn man hier ordentlich Feta hineintut, ergibt er zusammen mit etwas Weißbrot durchaus eine vollwertige kalte (Zwischen-)Mahlzeit.

In der Küche unserer Breiten findet sich ebenfalls Leckeres für die warme Jahreszeit. Eine zünftige Brotzeit schmeckt auch an heißen Tagen herrlich, nicht nur im Kastanienschatten des Biergartens: Statt Fleisch oder Wurst kann man ja Käse als Grundlage nehmen und dazu reichlich Tomaten, Gurken, Paprika und Rettich oder Radieschen. Oder soll es vielleicht ein Krautsalat mit Creme Fraiche oder Rahm und Brot oder ein Brötchen dazu?

Ein eher traditionelles Essen für warme Tage sind kalte Süßspeisen: Kalter Grießbrei mit einem Schuss Himbeersirup darüber, eine Fruchtsuppe oder auch ein Pudding waren als Mittagessen an heißen Tagen früher beliebt und schmecken auch heute noch. Auch normalerweise warm gegessene Süßspeisen wie Hefeknödel mit Vanillesoße oder Heidelbeeren sind durchaus auch kalt zu essen. Und damit es nicht nur Süßes gibt, kann man als Vorspeise ja eine herzhafte Suppe servieren.

Volker Wollny, Journalist, Autor und Blogger, Saskia Wollny

Volker Wollny - Tätig als Publizist und Freier Dozent, abgeschlossenes Studium als Ingenieur für Produktionstechnik, Gesellenbriefe im ...

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