Leiharbeiter/Zeitarbeiter nach der Ausbildung ist ein Arbeitnehmer, der zu einem Zeitarbeitsunternehmen (beispielsweise Randstad, Manpower, Adecco) in einem Arbeitsverhältnis steht und Kundenunternehmen (beispielsweise Siemens, BMW) zur Arbeitsleistung überlassen wird.

Der Ablauf bei Zeitarbeitsfirmen

Beispielsweise schließt Herr Müller (Zeitarbeiter) mit der Firma Randstadt (Zeitarbeitsunternehmen) einen Arbeitsvertrag und wird an die Firma Siemens (Kundenunternehmen) ausgeliehen.

Der schriftliche Arbeitsvertrag des Zeitarbeiters mit dem Zeitarbeitsunternehmen muss mindestens folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift der Vertragspartner, Beginn und voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort, Beschreibung der Tätigkeit, Arbeitsentgelt, Arbeitszeit, Dauer des Urlaubs, Kündigungsfristen sowie Höhe der Leistungen für Zeiten, in denen der Zeitarbeiter nicht verliehen ist.

Das Zeitarbeitsunternehmen darf dem Zeitarbeiter nicht untersagen, nach Beendigung des Leiharbeitsverhältnisses ein reguläres Arbeitsverhältnis mit dem Kundenunternehmen (beispielsweise Siemens, BMW) einzugehen.

Private Arbeitsvermittler

Eine weitere Möglichkeit für Arbeitssuchende nach der Ausbildung besteht darin, einen privaten Vermittler einzuschalten. Wenn man Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, kann man auf Wunsch von der Agentur für Arbeit einen Vermittlungsgutschein erhalten. Dieser ist in der Regel drei Monate gültig. Damit können Sie einen privaten Arbeitsvermittler Ihrer Wahl einschalten. Die Arbeitsagentur übernimmt die Vermittlungskosten. Sie können auch mehrere private Vermittler beauftragen und jedem eine Kopie des Gutscheins aushändigen. Der erfolgreiche Vermittler erhält dann von Ihnen den Originalgutschein. Zeitarbeit ist immer noch besser als arbeitslos zu Hause zu sitzen. Nutzen Sie diese Chance. Schalten Sie auch mehrere private Arbeitsvermittler ein. Ihre Chancen auf eine Stelle steigen.

Jobbörsen

Außer Leiharbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlern gibt es auch Stellenbörsen. Vor Beginn einer Ausbildung kann die Suche nach einem Ausbildungsplatz in verschiedenen Ausbildungsbörsen erfolgen. Die wichtigste Ausbildungsbörse im Internet ist das Portal der Bundesagentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de). Daneben gibt es beispielsweise noch folgende Ausbildungsbörsen: www.aubi-plus.de , www.ausbildungsstelle.com , www.jumpforward.de , www.lehrstellen-boerse.com , www.lehrstellen-ausbildungsboerse.com , www.meinestadt.de .

Auch allgemeine Jobbörsen stehen im Internet zur Verfügung – beispielsweise www.monster.de, www.jobscout.de und www.stepstone.de . Zusätzlich zum Internet empfiehlt es sich in Regionalzeitungen und Wochenblättern Ausschau nach Stellenangeboten zu halten.

Trainingsaufgaben:

1. Bilden Sie drei Gruppen. Die erste Gruppe analysiert im Internet die Bedingungen für Zeitarbeiter beim Zeitarbeitsunternehmen Randstad (www.ranstad.de), die zweite Gruppe bei Manpower (www.manpower.de) und die dritte Gruppe bei Adecco (www.adecco.de). Vergleichen Sie anschließend alle drei Zeitarbeitsunternehmen miteinander.

2. Recherchieren Sie in sieben Ausbildungsbörsen nach Ihrem Wunsch-Ausbildungsplatz. Drucken Sie jeweils die drei interessantesten Angebote pro Ausbildungsbörse aus. Notieren Sie in der Tabelle die Adressen dieser Ausbildungsbetriebe und ob jeweils eine Online-Bewerbung gewünscht wird.