Leipziger Buchmesse 2010

Die Messe in Leipzig endete 2010 mit einem Besucherrekord

Leipziger Buchmesse 2010 - Jörn Käsebier
Leipziger Buchmesse 2010 - Jörn Käsebier
Die Leipziger Buchmesse 2010 ging vom 18. bis 21. März. Das Gastland war Spanien. Den Leipziger Buchpreis erhielten Georg Klein, Ulrich Raulff und Ulrich Blumenbach.

Der erste wichtige Termin der Buchbranche ist die Leipziger Buchmesse. Mitte März treffen sich Verlage, Autoren und Lesefreunde in der ostdeutschen Messestadt. 2010 wurden die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Mit 156.000 Besuchern (45.000 davon Fachbesucher) kamen 9.000 mehr als im Vorjahr. Das Gastland war in diesem Jahr Spanien. Zeitgleich zur Leipziger Buchmesse hatten Bücherfreunde die Gelegenheit, auf der 16. Leipziger Antiquariatsmesse nach vergriffenen Schätzen zu suchen. Ebenfalls zum Programm gehörte der Bereich „buch + art – Kunst rund um das Buch“.

Musikverlage erstmals 2010 auf Leipziger Buchmesse dabei

Neu ins Programm der Leipziger Buchmesse gehoben wurde der Bereich Musikverlage. Die Messe erhofft sich damit nach eigenen Angaben die Erschließung neuer Zielgruppen, sowohl auf Ausstellerseite als auch auf Seiten der Besucher.

Eine weitere wichtige Rolle sollten Hörbücher spielen. Mehr als 100 Aussteller präsentierten sich 2010 auf einem großen gemeinsamen Stand in der Messehalle 3. Um das Interesse der Besucher zu erhöhen, konnten sich diese an einem Wettbewerb beteiligen, bei dem eine Nebenrolle in einem Hörspiel zu gewinnen war. Die geschichtliche Bedeutung von Tonträgern zeigte eine kleine Ausstellung, bei der neben Grammofonen und Kassettenrecordern auch Abspielgeräte für das Hörbuch-Format „Daisy“ zu sehen waren.

Preis der Leipziger Buchmesse an Georg Klein

Im Mittelpunkt der Leipziger Buchmesse stand neben der Begegnung zwischen Autoren und Lesern sowie den Lesungen auch 2010 die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse. Für große Diskussionen im Vorfeld hatte die Entscheidung gesorgt, die des Plagiats beschuldigte Helene Hegemann und ihren Roman „Axolotl Roadkill“ auf der Liste für Belletristik zu belassen. Doch die Jury kürte Georg Klein mit seinem „Roman unserer Kindheit". In der Kategori Sachbuch/Essayistik wurde Ulrich Raulff für sein Werk „Kreis ohne Meister: Stefan Georges Nachleben" ausgezeichnet. Den Preis für die beste Übersetzung sicherte sich Ulrich Blumenbach mit „Unendlicher Spaß". Der mit insgesamt 45.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wurde zum sechsten Mal verliehen. Außerdem erhielt der Ungar György Dalos den Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise bei der Leipziger Buchmesse 2010

Die Leipziger Buchmesse ging von Donnerstag, 18. März, bis Sonntag, 21. März. Für das allgemeine Publikum und für Fachbesucher war sie an allen vier Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eine reguläre Tageskarte kostete 11,50 Euro (im Vorverkauf 10 Euro), eine Dauerkarte 24 Euro. Vergünstigungen gab es etwa für Familien, Gruppen und Schüler. Kinder unter fünf Jahren hatten freien Eintritt. Darüber hinaus konnten Besucher ab 14.30 Uhr eine Karte für den Nachmittag erwerben. Einlass mit diesen Tickets, die 6 Euro kosten, war dann ab 15 Uhr.

2011 wird die Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März stattfinden. Das Schwerpunktland im kommenden Jahr wird Serbien sein.

Jörn Käsebier - Bei Suite101.de betreute Jörn Käsebier zweieinhalb Jahre die Ressorts Wirtschaft & Geld sowie Sport als Redakteur, solange es ...

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