Sich Wissen aneignen, Fähigkeiten trainieren, die korrekte Aussprache in Englisch oder Französisch üben, das kann rasch zum Machtkampf zwischen Kindern und Eltern werden. Schlimmstenfalls.

So weit muss es nicht kommen

Es kann nämlich auch großen Spaß machen zu lernen, wenn man es richtig angeht. Kinder haben meist sehr viel mehr Freude daran, sich "trockenen Lerninhalten" mit ein wenig "Action" zu nähern. Auch Jugendliche bevorzugen eine spannende, multimediale Lernatmosphäre. Lernspiele sind im Gegensatz zu traditionellen gedruckten Schulbüchern einfach lebendiger! Und erreichen so die "digital natives" oft auch in der Tat besser.

Wer es von klein auf gewöhnt ist, mit seinen Medien gewissermaßen zu interagieren, reagiert auf ein Lernspiel oder eine Lernumgebung im Web meist sehr viel besser als auf die scheinbar "leblose" Materie Buch. Schon kleine Kinder lernen ausgesprochen gerne - wenn das "Wie" zu ihnen passt!

Neben Lernspielen für den Computer gibt es auch eigene "Lern-Laptops" für Kinder, die selbst recht kleinen Entdeckern dabei helfen können, sich neue Fertigkeiten und Fähigkeiten spielerisch anzueignen.

Abgesehen davon lernen Kinder am besten, wenn sie es mit allen Sinnen tun können, also etwas tatsächlich auch mal "begreifen" können.

Lernen als aktiver Prozess

Zu wissen, welcher "Lerntyp" man ist, spielt für das Erreichen des Lernerfolgs eine große Rolle:

Ist man ein auditiver "Lerntyp", oder ein visueller? Ein haptischer "Lerntyp", oder ein kinästhetischer?

Unter Rücksicht auf die jeweiligen Bedürfnisse lassen sich die besseren Ergebnisse erzielen. Wer beispielsweise ein visueller "Lerntyp" ist und sich Lerninhalte nur dann gut einprägen kann, wenn er sie "schwarz auf weiss" sieht, muss seine Art des Lernens diesem anpassen.

Lernen ist ein aktiver Prozess!

Manchmal muss das Lernen überhaupt erst gelernt werden. Wenn Ihr Kind mit dem Lernen Probleme hat, fragen Sie es doch mal, wann und wie er/ sie sich Inhalte am besten merken kann. Vor allem kleinere Kinder haben meist noch einen sehr offenen Zugang zu ihrem Inneren und merken oft sehr schnell selber, wie sie am besten lernen können.

Die Frage nach dem "Lerntyp" lässt sich ansonsten aber auch mit etwas Beobachtung recht gut abklären.

Helfen Sie Ihrem Kind dabei, herauszufinden, welcher "Lerntyp" es ist. Abgesehen davon ist wichtig, auch seine jeweiligen Stärken, seine besonderen Fähigkeiten, zu erkennen und möglichst gut zu fördern.

Kein Ersatz für Nachhilfe!

Viele Schulbuchverlage bieten die Möglichkeit, passend zu dem jeweiligen Schulbuch die ergänzende Lernsoftware zu kaufen. So ist sichergestellt, dass nur die laut Lehrplan erforderlichen Inhalte geübt werden.

Zusätzlich bieten einige Videospielkonsolen Schülern spezielle, aufbereitete Spiele. So macht das Üben englischer Standardphrasen für eine gut geglückte Konversation gleich noch einmal so viel Spaß! Noch effektiver freilich wären Stunden in englischer Konversation mit Native Speakern.

Bei gravierenden Lernproblemen geht es allerdings nicht ohne Nachhilfe. Bis zu einem bestimmten Alter sollten Kinder auch nicht komplett alleine gelassen werden, wenn es um das Üben neuer Lerninhalte geht. Selbstständigkeit ist zwar wichtig, kann aber nie von heute auf morgen erreicht werden!

Gerade Grundschüler in den ersten Jahren brauchen beim Anfertigen der Hausaufgaben und der eigenständigen Erstellung von Schulreferaten zu Hause meist noch Unterstützung.