Der 1986 in Lilienfeld geborene Stefan Scheiblecker arbeitet als Schalterangestellter am Wiener Bahnhof. Neben seinem Hauptberuf schreibt er Kabarett-Programme. In seinem autobiographischen Buch "Elf Zentimeter" beschreibt er, wie er sich jahrelang abmühte, die Größe seines besten Stückes zu verlängern. Am Ende kommt er zu der Erkenntnis, dass sich jeder Mann so akzeptieren soll, wie er eben ist. Das witzige Buch erschien am 2. Juli 2012 im Knaur Taschenbuch Verlag.

Kommt es auf die Länge an?

Bereits in jungen Jahren litt Stefan Scheiblecker unter den Hänseleien anderer Kinder. Erst lachten sie ihn wegen seines hohen Gewichtes aus, dann war die nicht vorhandene Länge seines Penis Grund des allgemeinen Spottes.Schon als Jugendlicher befasste sich der Autor mit einschlägiger Literatur, die sich um Penisvergrößerungen drehte. Nachdem er in einem Porno-Film das riesige Geschlechtsteil von Long Dong Silver sah, war sein Selbstbewusstsein auf dem Null-Punkt angelangt. Er sah nur noch einen Ausweg: sein edelstes Stück musste unbedingt verlängert werden.

Zweifelhafte Methoden

Für Stefan Scheiblecker stand fest, dass er mit seinem Mini-Penis niemals glücklich werden oder gar eine Partnerin zufrieden stellen könnte. Er fing an, unzählige Selbstversuche zur Penisvergrößerung zu praktizieren. So war er von einer in Indien praktizierten Methode sehr angetan. Die sogenannte Jelq-Massage perfektionierte Scheiblecker, indem er sein Glied abwechselnd massierte und abwürgte. Im Alter von 17 Jahren landete er nach einem missglückten Selbstbefriedigungsversuch mit einem Metallring im Krankenhaus. Der Autor verbrachte bald einen Großteil seiner Freizeit in einschlägigen Internet-Foren. Dort bekam er jede Menge Tipps, wie er am besten sein kurzes Teil vergrößern könnte. Er probierte Dehnungsmethoden aus, nahm Pillen ein und versuchte es mit einer Vakuum-Pumpe. Das Ergebnis war immer gleich: sein Ding blieb 11 cm kurz. Als letztes Mittel entschloss er sich zu einer operativen Penis-Verlängerung, die er aber nach dem klinischen Vorgespräch wieder absagte.

Es bleibt, wie es ist

Heute hat sich Stefan Scheiblecker mit seinem Penis abgefunden. Nachdem er jahrelang besessen davon war, seinen Penis zu verlängern ist er heute zufrieden mit der Länge. Denn keine Frau fragt nach der Größe seines Geschlechtsteils, wenn er ein guter Liebhaber ist. Als er vor ein paar Jahren seinen Sohn zeugte, traten andere Dinge für ihn in den Vordergrund. Heute kann er mit einem Schmunzeln über die anstrengende Zeit berichten, in dem er tragische Selbstversuche unternahm.

Fazit

"Elf Zentimeter" ist ein witzig geschriebenes Buch über die verzweifelten Versuche eines jungen Mannes, sein bestes Stück auf eine akzeptable Länge zu bringen. Der Leser und speziell die Leserin, bekommt einen Einblick in die Gefühle vieler Männer, die mit der Größe ihres Penis hadern. Das Buch ist lustig - macht aber auch nachdenklich. Und die Hauptaussage ist: wer ein glückliches Leben führen möchte, sollte sich so akzeptieren, wie man ist.

"Elf Zentimeter" von Stefan Scheiblecker, erschienen als Taschenbuch am 2. Juli 2012 im Knaur Verlag, 192 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-426-78528-7

Bildnachweis: copyright Knaur TB Verlag

Die Autorin bedankt sich beim Knaur TB Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.