Bereits mit seinem ersten Buch "Alles bleibt anders" gelang Siegfried Langer ein fulminantes Roman-Debüt, für das er für den Kurd Laßwitz - sowie den Deutschen Phantastik Preis nominiert wurde. Am 13. Juli 2012 erschien sein drittes Buch mit dem Titel "Sterbenswort" im List Verlag. Der extrem spannende Thriller ist ein wahrer Pageturner und verspricht Hochspannung bis zum Ende.

Ein feucht-fröhlicher Abend endete tödlich

Vor zehn Jahren feierten die 5 Freunde Kathrin, Amelie, Heinrich, Thomas und Erik eine wilde Party in ihrer WG. Dabei konsumierten sie reichlich LSD und Wodka. Als nur noch wenig Alkohol im Haus war, machte sich Amelie auf den Weg, um Nachschub zu organisieren. Als sie in die WG zurück kehrte, war ihr Freund Erik tot. Die jungen Leute standen alle vor einer aussichtsreichen Karriere und dieser Todesfall hätte alles zerstört. So kamen sie auf die grandiose Idee, die Leiche zu entsorgen. Die vier Freunde schlossen einen Pakt, in dem der Tod Eriks wie ein Selbstmord aussehen sollte. Sie warfen den Toten von einer Brücke vor einen Zug. Niemand beobachtete sie dabei und so schien ihr Plan perfekt aufzugehen.

Können Tote auferstehen?

Zehn Jahre nach diesem tödlichen Vorfall scheint die Vergangenheit wieder lebendig zu sein. Kathrin ist mittlerweile eine erfolgreiche Ärztin und lebt allein mit ihrer vierjährigen Tochter Mia. Plötzlich passieren seltsame Dinge. Gegenstände werden in ihrer Wohnung an anderen Orten wieder aufgefunden und es ist klar, dass es nicht die kleine Tochter gewesen sein kann. Mia verschwindet spurlos und erwacht gefesselt in einem dunklen Raum - Kathrin muss sich jetzt ihrer Vergangenheit stellen. Heinrich ist ein erfolgreicher junger Rechtsanwalt, der keine Geldsorgen kennt und mit seiner jungen Frau ein glückliches Leben führt. Plötzlich findet er in seinen Mails merkwürdige Nachrichten, die den Absender des toten Eriks tragen. Amelie, die ehemalige Freundin des Toten, arbeitet als Pflegerin in einem Seniorenheim. Eines Tages sieht sie einen Mann, der die gleiche Kleidung wie die ihres verstorbenen Freundes trägt. Thomas führt als einziger ein seltsames Leben. Er lebt als Obdachloser und verschwand vor einiger Zeit aus seiner Heimat. Wird der schicksalhafte Tag vor 10 Jahren die ehemaligen WG-Bewohner wieder einholen?

Fazit

Siegfried Langer hat seinen Thriller in viele kleine Kapitel unterteilt, die in Rückblenden die Ereignisse für den Leser nachvollziehbar machen. So kann man die Rätsel um Eriks Tod Stück für Stück selbst zusammen setzen. Die Protagonisten sind glaubwürdig beschrieben. Der Schreibstil des Autors ist leicht lesbar, flüssig und vor allen Dingen höchst spannend. Bis zum Ende weiß man nicht, ob Erik damals wirklich gestorben ist und ob er eventuell noch leben könnte. Ein aufregender Thriller, der ohne blutige Details auskommt und Gänsehaut pur erzeugt!

"Sterbenswort" von Siegfried Langer, erschienen am 13. Juli 2012 im List Taschenbuch Verlag, 336 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-548-61091-7

Bildnachweis: copyright List Verlag

Die Autorin bedankt sich beim List Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.