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Es war das vorletzte Mal, dass „Mixed Voices“ ihr zeitgenössisches Programm „Let Me Entertain You“ am 6. Februar im Seminarsaal von St. Matthias in Wolfratshausen Ortsteil Waldram präsentierten. Das letzte Mal treten sie am 20. Februar 2011 in der Schlosskirche in Eurasburg auf.
„Die nächsten zwei Jahre gehören dann wieder der geistlichen Musik“, kündigte Chorleiter Roland Hammerschmied die wechselnde Konzerttradition seines Vokal-Ensembles an. Zudem war der Auftritt etwas Besonderes. „Je lauter ihr klatscht, umso deutlicher wird man euch später auf unserer neuen Live-CD hören.“ Es ist die zweite CD von „Mixed Voices“ nach fünf Jahren. Den Konzertmitschnitt sponserte die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen.
Liebeslieder in A-Cappella von dem Geretsrieder Chor „Mixed Voices“
Man spürte förmlich, welche harte Arbeit hinter einem solchen Gesangskunstwerk stecken muss, in dem die dunklen Basstöne der Herren die hohen Sopranstimmen der Damen wie auf klingenden Händen tragen. Der Schwerpunkt des Konzerts lag eindeutig auf dem Genre der Liebeslieder. Ganz unterschiedliche Charakterzüge können diese aufweisen und ganz unterschiedliche Erinnerungen in einem wach werden lassen – glückliche, sentimentale oder schmerzhafte. So lässt sich die quälende Zeit von Liebeskummer und Eifersucht in das tragenden Lied namens „Te Quiero“ hinein interpretieren, oder eine temperamentvolle Liebesnacht in das fetzige „Darling“. Eher an die Vielschichtigkeit des Lebens, das wie in der Musik aus Höhen und Tiefen besteht, erinnerte die Vokalinterpretation eines Stückes namens „One More Live“.
Chorinterpretationen von der Filmmusik „The Rose“ bis zum berühmten „El Condor Pasa“ von Simon & Garfunkel
Auch ohne Liebe blieb das Konzert auf der sanften und sentimentalen Ebene. Wer den Film „The Rose“ mit Bette Midler kennt, der sich an die Biografie der Folksängerin Janis Joplin anlehnt, dem dürfte beim gleichnamigen Titelsong ein traurig-bedrückendes Gefühl beschlichen haben. Gänsehaut indes bekamen anschließend all diejenigen, die sich noch gut an die blumige Musik der Siebziger erinnern können, zu der das berühmte „El Condor Pasa“ von Simon & Garfunkel eindeutig gehört. Mit einem gleichmäßigen „adummz, adummz“ imitierten die Bass-Sänger des Ensembles einen Schlagzeug-Rhythmus in perfekter A-Cappella-Manier. Allmählich wird man sich nun von dem satirischen Sonnenbrillensong über das deutsche Klima und der sphärischen Chorinterpretation der Metal-Ballade „Engel“ von Rammstein verabschieden müssen, zwei herausragende Stücke im nun zu Ende gehenden Konzertprogramm.
Mixed Voices-Konzerte sind immer sehr gefragt, deshalb musste auch in Waldram am späten Sonntagnachmittag die Bestuhlung ergänzt werden. „Wir würden gerne einmal erfahren, woher sie von unseren Konzerten wissen?“, fragte Chorleiter Hammerschmied in die Runde. Über die Plakate kam nur eine Handmeldung, über die Flyer nur fünf und der Rest der 200 Besucher hatte die Ankündigung in den Zeitungen gelesen.
