
- Let Me In - US-Remake - Filmplakat - Central Film Verleih
Im Ausland schon längst auf DVD und Blu-ray zu haben, erscheint "Let Me In" am 15. Dezember 2011 auch endlich in Deutschland, allerdings erst mal im Kino. Der Film ist das US-Remake des stylischen, beeindruckenden, großartigen, schwedischen Vampir-Dramas "So finster die Nacht" aus dem Jahr 2008. In den Hauptrollen brillieren die Kinderstars Chloë Grace Moretz (Hit Girl in "Kick-Ass") und Kodi Smit-McPhee ("The Road") sowie die erfahrenen Stars Richard Jenkins ("Ein Sommer in New York") und Elias Koteas ("Shutter Island").
"Let Me In" - Die Handlung des US-Remakes von "So finster die Nacht"
Der zwölfjährige Owen (Kodi Smit-McPhee) hat es in seinem Leben zurzeit alles andere als leicht. Seine Eltern stehen kurz vor der Scheidung und pampen sich nur noch über´s Telefon an, seine Mutter, bei der er lebt, spricht auch kaum noch mit ihm und in der Schule wird er ständig von einer Gruppe Halbstarker verprügelt. Farbe in sein Leben kommt erst durch die Blässe der gleichaltrigen Abby (Chloë Grace Moretz). Die zieht mit ihrem Vater (Richard Jenkins) nebenan ein und freundet sich nach und nach mit Owen an. Was Owen jedoch zunächst nicht ahnt: Abby ist ein Vampirmädchen und braucht ständig frisches Blut.
Matt Reeves als Regisseur von "Let Me In", der Neuauflage von "So finster die Nacht"
Das schwedische Horror-Drama "So finster die Nacht" aus dem Jahr 2008 schlug international ein wie eine Bombe. Wahnsinnig atmosphärisch und mit großartigen Kinder-Darstellern besetzt kam der Film bei Zuschauern und Kritikern gleichermaßen gut an und heimste über 60 Preise ein. Die Verfilmung des Romans von John Ajvide Lindqvist aus dem Jahr 2004 zog zwei Jahre später bereits ein U.S.-Remake nach sich, das nun von Matt Reeves inszeniert wurde. Der 1966 geborene New Yorker, der auch das Drehbuch schrieb, saß mit "Let Me In" erst für seinen dritten Film auf dem Regiestuhl. Vorher gingen ein Segment des Films "Future Shock" (1994) und die J.J.-Abrams-Produktion "Cloverfield" (2008) auf sein Konto, dazu die Bücher zu "Alarmstufe: Rot 2" (1995) und der Fernsehserie "Felicity" (1998-2002).
Chloë Grace Moretz - Das Ausnahmetalent und "Kick-Ass"-Hit-Girl in "Let Me In"
Bereits mit 13 Jahren wurde Darstellerin Chloë Grace Moretz zur Kult-Schauspielerin. Das 1997 in Atlanta geborene Mädchen drückte dem krass-lustigen Anti-Superhelden-Film "Kick-Ass" (2010) mit ihrer Rolle als um sich schlagendes und fluchendes Hit Girl ihren Stempel auf. Filmerfahrung hat die Kleine jedoch schon deutlich länger. Im zarten Alter von sieben Jahren stand sie für die Fernsehserie "The Guardian" (2004) vor der Kamera, an der Seite von Ryan Reynolds hatte sie im Remake "Amityville Horror" (2005) ihren ersten großen Auftritt. Es folgten unter anderem Rollen in "Big Mamas Haus 2" (2006), "Desperate Housewives" (2006-2007), "The Eye" (2008), "Dirty Sexy Money" (2007-2008), "(500) Days of Summer" (2009), "Gregs Tagebuch" (2010) und "Texas Killing Fields" (2011) sowie die Synchronisation des kleinen Mädchens Darby in "Meine Freunde Tigger und Puuh" (2007-2009). Demnächst ist sie im Martin-Scorsese-Film "Die Entdeckung des Hugo Cabret" (2011) sowie im Johnny-Depp-Streifen "Dark Shadows" (2012) zu sehen.
Kodi Smit-McPhee, Richard Jenkins und weitere Nebendarsteller in "Let Me In"
Der 1996 geborene Australier Kodi Smit-McPhee ist mit nicht weniger Talent gesegnet als seine Filmfreundin. Entsprungen aus einer Schauspieler-Familie, gab er 2006 mit zehn Jahren sein Filmdebüt. Zu seinen bisherigen Rollen gehören die in "Unter der Sonne Australiens" (2007), "The Adventures of Charlotte and Henry" (2008) sowie "The Road" (2009), wo er an der Seite von Viggo Mortensen glänzte. Bereits knapp 100 verschiedene Charaktere hat hingegen Richard Jenkins verkörpert. Im Alter von 60 Jahren erhielt Jenkins seine erste Oscar-Nominierung für "Ein Sommer in New York - The Visitor" (2007) und spielte zuletzt unter anderem in "Freunde mit gewissen Vorzügen" (2011), "Eat Pray Love" (2010) und "Burn After Reading" (2008). Auffällig sind ansonsten noch Elias Koteas ("Shutter Island") als Polizist, Sasha Barrese ("Hangover 1+2") als Nachbarin und Dylan Minnette ("Saving Grace", "Lost", "Prison Break") als Klassenrowdie, der Owen das Leben schwer macht. Alle anderen Darsteller werden bewusst im Hintergrund gehalten - die Geschichte bezieht sich primär auf die beiden Kinder-Hauptdarsteller.
Film-Kritik - "Let Me In", das Remake von "So finster die Nacht"
Die Amerikaner können es einfach nicht lassen: Zu jedem fremdsprachigen Film müssen sie ein eigenes Remake basteln, das im Normalfall nicht an die Klasse des Originals heran reicht. Beim Remake "Let Me In" des schwedischen "So finster die Nacht" ist dies ähnlich: Grundsätzlich ist "Let Me In" als eigenständiger Film betrachtet ein wirklich beachtliches Werk und unterhält bestens durch die Geschichte, die wunderbaren Kinderdarsteller und die düstere Atmosphäre. Dies jedoch nur, solange man das Original nicht kennt. Das nämlich ist noch deutlich düsterer und weiß den Zuschauer noch um einiges mehr in den Bann zu ziehen. Das Remake ist dagegen eine für den U.S.-Markt aufgemotzte Version, in der subtile Szenen des Originals mit Spezialeffekten garniert wurden, ruhige und daher unheimliche Szenen mit unnötiger 08/15-Horrorfilm-Musik. Wer "So finster die Nacht" kennt und noch gedanklich präsent hat, kann sich definitiv stören an diesen und auch handlungsbedingten Veränderungen, wer das schwedische Original nicht kennt, hat jedoch seine definitive Freude am Horror-Drama.
Film-Angaben
Titel: Let Me In
Originaltitel: Let Me In
Land, Jahr: Großbritannien / USA, 2010
Genre: Drama
Regie: Matt Reeves
Drehbuch: Matt Reeves, John Ajvide Lindqvist (Buchvorlage, Drehbuch des Originals)
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Kodi Smit-McPhee, Richard Jenkins, Cara Buono, Elias Koteas, Sasha Barrese, Dylan Kenin, Chris Browning
Laufzeit: 119 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Kinostart: 15. Dezember 2011
