Lichterserenade in Ulm: Romantischer Abend an der Donau

Das Feuerwerk an der Donau - Elvira Lauscher
Das Feuerwerk an der Donau - Elvira Lauscher
Die Lichterserenade ist die jüngste Veranstaltung im Rahmen der Schwörwoche in Ulm, und sie ist etwas für romantische Herzen.

Ein Spaziergang in der Abenddämmerung an einem Fluss ist schon romantisch. Am dritten Samstag im Juli wird das aber noch durch zahlreiche Lichter auf der Donau und ein anschließendes Feuerwerk getoppt.

Die Donau beginnt in orange und rot zu "glühen"

Für Ulm und Neu-Ulm hat die Donau eine besondere Bewandtnis – sie trennt nicht nur die beiden Städte, sondern auch zwei Bundesländer. Ulm liegt in Baden-Württemberg, Neu-Ulm in Bayern. Während der Schwörwoche spielt das allerdings kaum eine Rolle. An beiden Ufern der Donau wird gefeiert und herrscht Volksfeststimmung. Ob bei der Lichterserenade am Samstagabend, bei dem alle vier Jahre stattfindenden Fischerstechen oder beim „Nabada“ am Montag nach der Lichterserenade. Immer ist die Donau im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und zieht auch jedes Jahr zahlreiche Touristen in die Doppelstadt. Die Lichterserenade hat die jüngste Vergangenheit und erfreut sich steigender Beliebtheit.

Ein Schuss - und die Lichter werden zu Wasser gelassen

Organisiert wird diese von der Gesellschaft der Donaufreunde Ulm e.V., die 1926 gegründet wurde. Dieser gemeinnützige Verein hat sich die Pflege der traditionellen Donauschifffahrt zum Ziel gesetzt und hat eine „Ulmer Schachtel“ nach traditionellen Bauprinzipien nachgebaut. Mit diesen sogenannten Ordinarischiffen werden auch die Lichter für die Lichterserenade zu Wasser gelassen. Schon um kurz nach halb zehn war das erste Schiff zu sehen, auf dessen Tischen schon zahlreiche Teelichter angezündet auf ihren großen Auftritt warteten. Die „Ulma“ und die „Schwaben“ warteten auf der Höhe des Mövenpick-Restaurants in Neu-Ulm und etwa dem Saumarkt in Ulm. Doch erst nach dem letzten Münsterglockenton um 22.00 Uhr war die Dunkelheit so weit fortgeschritten, dass die Lichter gut zu sehen waren. Ein Schuss, und nach und nach wurden aus mehreren Booten zu Serenadenklängen die etwa 10.000 Lichter auf die Donau gesetzt.

Das Feuerwerk findet über der Herdbrücke statt

Und während diese als kilometerlanges buntes Lichtermeer flussabwärts in die Friedrichsau treiben und die Besucher links und rechts der Donau das Lichtermeer bestaunen, finden bereits die Vorkehrungen für das Abschlussfeuerwerk statt. Es empfiehlt sich, nicht zu nah an der Herdbrücke zu stehen, denn diese wird gegen Ende des Feuerwerks in einen „Feuerregen“ gehüllt, der sich knisternd in die Donau ergießt und am besten mit etwas Abstand bestaunt werden sollte, um ihn voll zu genießen.

Das Lichterspektakel ist leider viel zu schnell vorbei

Schade ist nur, dass das ganze romantische Spektakel immer so rasch wieder vorbei ist. Die Lichter schwimmen in Fließgeschwindigkeit der Donau in Richtung Friedrichsau. In diesem Jahr waren die meisten Lichter nach einer Viertelstunde schon wieder aus dem Blickfeld verschwunden. Der Abend geht allerdings noch lange weiter, wenn das Wetter stimmt, wie in diesem Jahr. Die Biergärten und Gastronomien haben geöffnet, und wer will, kann noch beschwingt weiterfeiern – egal ob in Ulm, Neu-Ulm oder in der Friedrichsau. Die nächste Lichterserenade findet am 21. Juli 2012 statt.

Quellen: Gesellschaft der Donaufreunde Ulm e.V., Tourismus Ulm und Schwörmontagsseite.

Elvira Lauscher, Elvira Lauscher

Elvira Lauscher - Schreiben ist meine Leidenschaft, mein Beruf und meine Berufung. Ich war 28 Ausgaben für ein Ulmer Magazin Chefredakteurin und habe ...

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