
- Linux oder GNU/Linux - Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski
Alles begann 1991, als der Finne Linus Torvalds mit der Entwicklung einer Terminal-Emulation begann. Er stellte sie in der Usenet-Themengruppe für das Betriebssystem Minix vor. Das System erhielt den Namen Linux, obwohl Torvalds erst gegen diesen Namen war. Im Januar 1992 wurde Linux unter die GNU GPL gestellt. Damit konnte man Linux in GNU integrieren und als das erste freie Betriebssystem vertreiben. 1996 schrieb Torvalds einen Wettbewerb für die Entwicklung eines Pinguins als Maskottchen aus, als Ergebnis entstand der beliebte Pinguin Tux.
Linux, ein System für jedermann
Weltweit gibt es mehr als 10 Millionen Nutzer von Linux. Dabei sind die Benutzergruppen weit gefächert. Vom Studenten über Universitäten bis hin zu großen Firmen, viele entscheiden sich wegen der hohen Sicherheit für das Betriebssystem. Auch die Tatsache, dass Linux kostenlos ist, macht es sehr attraktiv. Es gibt mittlwerweile außerdem kostenlose Software für jeden Anlass: Ob Schreibprogramme, Grafikprogramme, Spiele, Mediaanwendungen und vieles mehr. Bekannte Schriftsteller sind mittlerweile auf Linux umgestiegen, seit das Open Source-Schreibprogramm LibreOffice Writer mindestens ebenso gut ist wie das von Microsoft entwickelte Microsoft Word. Für LibreOffice gibt es mittlerweile sogar einen Duden-Korrektor. Auch kann man viele Programme von Windows mithilfe des Programms WineHQ auf Linux nutzen.
Ubuntu, Mint, Fedora, Debian und openSUSE sind die beliebtesten Linux-Distributionen
Auf Platz eins der unzähligen Distributionen von Linux steht Ubuntu. Der südafrikanische Unternehmer Mark Shuttleworth finanzierte das Projekt, dessen Name auf Zulu soviel, wie „Menschlichkeit“ bedeutet. Bei Ubuntu wurde die Benutzerfreundlichkeit besonders in den Vordergrund gestellt. Im Mai 2007 begann der Hardwareanbieter Dell damit, erst in den USA, dann auch in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, einige Computermodelle mit vorinstalliertem Ubuntu anzubieten. Damit reagierte er auf die starke Nachfrage von Kunden. Ubuntu basiert technisch auf Debian. Als Arbeitsumgebung benutzt Ubuntu GNOME. Die Installation und Einrichtung ist relativ einfach und verläuft in der Regel problemlos. In der Ausgabe vom Juli 2006 der Zeitschrift PC World wurde Ubuntu mit dem PC World 2006 World Class Award ausgezeichnet. Zeitgleich erhielt Ubuntu auch den „Recommended“-Award von der IT Reviews.
Die Linux-Distribution Linux Mint basiert auf Ubuntu und Debian. Sie unterscheidet sich nur in einigen Details von Ubuntu. Ein neues Konfigurationsprogramm und ein überarbeitetes Menü sind von SUSE Linux Enterprise Desktop inspiriert. Die erste Version der Distribution erschien am 27. August 2006. Besonderheiten des Mint-Menüs sind die Möglichkeiten, das Menü selbst zu durchsuchen und die Option, häufig genutzte Programme hervorzuheben. Die drittplatzierte der beliebtesten Linux-Distributionen ist Fedora. Sie ist aus dem ehemaligen Red Hat Linux entstanden. Auf Platz vier liegt Debian. Debian basiert auf dem Linux-Kernel. Seit der Version 6.0 wird auch ein FreeBSD-Kernel unterstützt. Am 16. August 1993 wurde das Debian-Projekt durch Ian Murdock ins Leben gerufen. An fünfter Stelle der beliebtesten Linux-Distributionen steht openSUSE, ehemals SUSE Linux.
Linux und Systemsicherheit
Linux ist eines der sichersten und auch stabilsten Betriebssysteme. Wegen seiner offenen Entwicklungsstruktur kann jeder, der einen Fehler oder eine Sicherheitslücke findet, sie sofort schließen. Es gibt sogenannte Security-Mailinglisten, wo man nachverfolgen kann, wie schnell zu einem festgestellten Fehler eine passende Fehlerlösung erfolgt. Man muss nicht, wie bei kommerziellen Betriebssystemen, lange auf Updates zu Fehlern und Sicherheitslücken warten. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich einmal näher mit dem Gedanken, Linux zu verwenden, zu befassen.
Quellen: eigene Recherche
