
- Linzer Plätzchen - Michaela Schöllhorn/Pixelio
Linzer Torte duftet unwiderstehlich nach Gewürzen und gehört daher in vielen Familien zum Weihnachtsfest. Klassisch wird die Oberseite der Linzer Torte aus einem Teiggitter gebildet, die weihnachtliche Variante ist etwas weniger aufwendig, denn mit einer Plätzchenform ausgestochene Sterne bilden die Verzierung. Eine Sterntaler-Torte ist auch leicht herzustellen. Sie benötigen nur eine Ausstechform für einen Engel, für einen Tannenbaum und eine kleinere Sternform- so wird´s garantiert weihnachtlich.
Das Original der Linzer Torte stammt tatsächlich aus Linz an der Donau in Österreich und datiert auf das 17. Jahrhundert. Wenn das stimmt, wäre es – zumindest was die Überlieferung betrifft – das älteste bekannte Backwerk.
Backen Sie die Linzer Torte auf jeden Fall schon eine Weile vorher. Gut in Alufolie eingewickelt und kühl gelagert entwickelt sie bis zum Anschneiden das richtige Gewürzaroma. Probieren Sie dieses köstliche Rezept und backen Sie aus den Teigresten einfach noch ein paar Plätzchen, die dann mit Puderzucker überstreut werden.
Für Linzer Schnitten stellen Sie einfach die doppelte Teigmenge her und gestalten den Kuchen auf einem Backblech. Nach dem Erkalten können Sie dann Schnitten in beliebiger Größe schneiden, die sich in kleiner Form auch für den Plätzchenteller eignen.
Zutaten für die Linzer Torte
- 150 g Butter
- 250 g Zucker
- 150 g gemahlene Nüsse (Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse)
- 300 g Mehl
- 2 gestrichene Teel. Backpulver
- 1 Essl. Kakao
- 1 Teel. Zimt
- etwas Nelkenpulver
- 1 Ei
- 2 Likörgläser Kirschwasser oder Likör
- rote Fruchtmarmelade, z. B. Himbeer oder auch Johannisbeer-Gelee
- 1 Eigelb zum Bestreichen
- Springform (26 oder 28 cm Durchmesser)
So backen Sie Linzer Torte
- Sieben Sie das Mehl mit dem Backpulver in eine Schüssel und bilden Sie eine Mulde.
- Geben Sie den Zucker, die Butter sowie das Ei und eines der beiden Gläschen Kirschwasser hinein und vermischen Sie alles.
- Kneten Sie nach und nach die gemahlenen Nüsse sowie Kakaopulver und Gewürze unter.
- Formen Sie eine Teigkugel, die Sie in Frischhaltefolie wickeln.
- Kühlen Sie den Teig mindestens 1 Stunde im Kühlschrank.
- Rollen Sie 2/3 des Teiges auf etwas Mehl aus und geben Sie diesen als Boden in eine Springform (26 oder 28 cm, je nach Wunsch).
- Vermischen Sie die Marmelade mit dem verbliebenen Kirschwasser bzw. Likör und streichen Sie sie auf den Teigboden.
- Rollen Sie den verbliebenen Teig aus.
- Für die klassische Variante schneiden Sie aus dem Teig mit einem Teigrädchen schmale Streifen, die Sie als Gitter über die Marmelade legen.
- Für die weihnachtliche Variante stechen Sie mit einer kleinen Plätzchenform etliche Sterne aus. Der Teigrest wird dann in schmale Streifen geschnitten.
- Legen Sie als Rand schmale Streifen auf die Marmelade. Die Sterne werden dann auf der verbliebenen Fläche verteilt – chaotisch wie am Himmel oder ordentlich, damit man die Stücke schön schneiden kann.
- Die Teigoberseite, also Gitter oder Sterne, wird dann mit dem Eigelb bestrichen.
- Heizen Sie den Backofen auf 180 °C vor und backen Sie die Linzer Torte etwa 35 Minuten. Achten Sie darauf, dass die Oberseite nicht zu dunkel wird, damit der Kuchen saftig bleibt.
- Lassen Sie die Linzer Torte dann auf einem Kuchengitter auskühlen. Warten Sie mit dem Anschnitt ruhig 1-2 Tage. Oder Sie verpacken die ausgekühlte Torte in Alufolie und lassen Sie an einem kühlen Ort bis Weihnachten ruhen.
Die Linzer Torte gibt es – wie bei allen historischen Rezepten – in zahllosen Varianten. Die einen bevorzugen Mandeln, die anderen Haselnüsse. Manche Rezepte verlangen viel Kakaopulver, bei anderen wird es ganz weggelassen oder durch Kaffee ersetzt. Auch Füllungen mit heller Aprikosenmarmelade (in Österreich: Marillen) sind üblich. Und im Sommer können Sie auf die Marmelade noch frische Johannisbeeren, Himbeeren oder Brombeeren legen.
Quellen und weiterführende Literatur:
- Bearbeiteter und ergänzter Text aus „Familien-Erinnerungen – ein kulinarischer Streifzug“
- Auch Stollen und Zimtsterne sind Klassiker in der Weihnachtszeit und
- im November kann man schon erste Plätzchen backen.
Bildnachweis: © Michaela Schöllhorn/Pixelio
