Linzer Torte

Ein Rezept für die süße Spezialität aus Österreich

Der Mürbeteig für die Linzer Torte kann mit Mandeln oder Haselnüssen zubereitet werden. Welche Variante besser ist, muss jeder selbst entscheiden.

„Linzerteig“ ist in Österreich einfach die Bezeichnung für einen Mandelmürbeteig, aus dem Schnitten, Plätzchen, Kipferl und andere Gebäckstücke gemacht werden. Fast allen gemeinsam ist die säuerliche Konfitüre als Füllung. Auch die Linzer Torte wird mit solch einer Konfitüre gefüllt, in der Regel werden Himbeer-, Johannisbeer- oder Preiselbeermarmelade verwendet.

Ob der Originalteig nun mit Mandeln oder Haselnüssen zubereitet wird, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Grundsätzlich kann man sagen: Beide Varianten schmecken gut, haben aber unterschiedliche Nuancen. Mit Haselnüssen zubereitet, schmeckt die Linzer Torte rustikal und kräftig, mit Mandeln ist der Geschmack eher zurückhaltend und fein.

Das folgende Rezept kann sowohl mit Haselnüssen als auch mit Mandeln zubereitet werden:

Zutaten für den Linzerteig

360 g geriebene Haselnüsse oder Mandeln

420 g Mehl

360 g weiche Butter

240 g Puderzucker

3 Eigelbe

1 Prise Zimt

Abgeriebenes von einer unbehandelten Zitrone

Mark von einer Vanilleschote

Füllung

200 g Johannisbeer-, Himbeer- oder Preiselbeerkonfitüre

Außerdem

1 Backblech

1 Tortenring von 26 cm Durchmesser

1 Eigelb zum Bestreichen

1 bis 2 EL Milch oder Sahne zum Verrühren

Zubereitung

1. Für den Teig die geriebenen Haselnüsse oder Mandeln auf eine Arbeitsfläche schütten. Das Mehl darüber sieben und in die Mitte eine weite Mulde drücken. Die Butter in groben Stücken, den gesiebten Puderzucker, die Eigelbe, den Zimt, die abgeriebene Zitrone und das Mark der Vanilleschote dazugeben. Alles schnell miteinander verkneten. Anschließend den Teig in eine Folie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Die Hälfte des Teigs auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1 cm dick ausrollen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den ausgerollten Teig darauflegen. Den Tortenring aufsetzen und fest andrücken, die überstehenden Teigreste entfernen.

3. Für den Teigrand einen circa 80 cm langen Strang rollen und den Tortenring entlang abrollen, gleichzeitig mit dem Finger an den Rand andrücken. Das Eigelb mit Milch oder Sahne verrühren und den Teigrand damit bestreichen. Der Tortenring muss sauber bleiben, damit der Teig beim Backen nicht anklebt.

4. Die Konfitüre mit einem Teigschaber auf dem Tortenboden verstreichen, der Teigrand bleibt frei. Die Konfitüre muss backfähig sein, das heißt von sehr guter Qualität und Konsistenz. Vom Geschmack am besten passen Johannisbeere, Himbeere oder Preiselbeere. Falls die Konfitüre noch Kerne enthält, sollte man sie durch ein Sieb streichen, damit sie schön glatt wird.

5. Für das Gitter 12 unterschiedlich lange Teigstränge auf einer bemehlten Arbeitsfläche rollen und gitterförmig auf die Konfitüre legen. Die Stränge am Teigrand festdrücken. Das Gitter genauso wie den Teigrand mit der Eigelbmischung bestreichen.

6. Die Linzer Torte im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 60 Minuten backen.

Ute König, Inge Lehmann

Ute König - Mein Interesse am Schreiben und Lesen zeigte sich schon während der Schulzeit. Deshalb war das Studium der Germanistik, ...

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