
- Lloyd Alexander: Das Buch der Drei - Bastei Lübbe
Vom Hilfsschweinehirten zum großen Helden, dessen Rat von Königen gefragt ist – diese Abwandlung des amerikanischen Traums erfüllt sich für Taran. Bereits 1965 führte der US-Amerikaner lloyd Alexander den jungen Helden in die Fantasy ein, weit vor Harry Potter. Taran kann nicht zaubern. Aus eigener Kraft, mit seinem Mut und Verstand besteht er fünf große Abenteuer. Und wie es sich für einen jugendlichen Helden gehört, wird er ganz plötzlich aus seiner friedlichen Welt gerissen und gerät in große Gefahr.
Taran sucht das entlaufene Zauberschwein Hen Wen
In „Das Buch der Drei“ erwacht das Böse nach langen Jahren der Ruhe erneut zum Leben. Noch unbemerkt vom Zauberer Dalben und seinem Ziehsohn, dem Waisenkind Taran. Doch als dem Hilfsschweinehirten das Schwein Hen Wen davonläuft, macht er sich auf eine Suche, die ihn erstmalig mit den Schergen des bösen Arawn in Kontakt bringt. Gegen den Gehörnten König muss Taran bestehen. Ihm zur Seite stehen das treue Fabelwesen Gurgi, der Barde Flewddur und die Prinzessin Eilonwy, die Taran nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern auch mit ihrem Mut und ihrer Schlagfertigkeit beeindruckt. In der Stunde größter Not kommen den Gefährten dazu noch die größten Helden der Fantasywelt Prydain zu Hilfe.
Taran lernt seine Stärken und Schwächen
Die Geschichte Tarans ist an den Entwicklungsroman des 19. Jahrhunderts angelehnt. In den auf „Das Buch der Drei“ folgenden Romanen reift Taran zu einem verantwortungsvoll handelnden Menschen heran, der mit seinen Aufgaben wächst. In „Der schwarze Kessel“ und „Die Prinzessin von Llyr“ lernt er, wichtige Entscheidungen zu treffen, aber auch, mit Fehlern und den eigenen Gefühlen umzugehen. In „Der Spiegel von Llunet“ und „Der Fürst des Todes“ wird aus dem Jugendlichen ein Erwachsener, der seine Stärken und Schwächen kennt und weiß, was er mit seinem Leben anfangen will.
Gurgis Humor gegen schreckliche Kesselkrieger
Dass es nicht zu pädagogisch wird, sondern die Geschichten spannend und kurzweilig bleiben, dafür sorgen – der für ältere Leser manchmal zu überdrehte – Gurgi und der Barde Flewddur. Auch das Geplänkel zwischen der Prinzessin und Taran beobachtet der Leser vergnügt, bis die beiden ein Liebespaar werden. Das Böse bleibt bis zum Schluss gefährlich, zumal wenn es durch Verrat die Eintracht bei den Guten stört. Zu den unheimlichsten Figuren der Jugend-Fantasy gehören die untoten Kesselkrieger, denen die Helden nur durch Schnelligkeit und List beikommen.
Otfried Preußler übersetzte zwei Taran-Romane
Der gut übersetzte Klassiker des 2007 verstorbenen Lloyd Alexander (die ersten beiden Bände hat Kinderbuchautor Otfried Preußler übersetzt) für Kinder und Jugendliche ab elf Jahren ist bereits in verschiedenen Ausgaben erschienen. Als Taschenbuch und Hörbuch ist die Reihe bei Bastei Lübbe erhältlich, einzeln sowie in einem Sammelband. cbj hat dazu die fünf Romane in zwei Sammelbänden als gebundene Ausgabe herausgegeben.
Lloyd Alexander: Taran. Alle Taran-Romane in einem Band. Bastei Lübbe 2009. Taschenbuch, 909 Seiten. Euro 15.
Lloyd Alexander: Taran – Das Buch der Drei. Bastei Lübbe 2003. Taschenbuch, 223 Seiten. Euro 6,90.
Lloyd Alexander: Taran – Der schwarze Kessel. Bastei Lübbe 2003. Taschenbuch, 207 Seiten. Euro 6,90.
Lloyd Alexander: Taran – Die Prinzessin von Llyr. Bastei Lübbe 2003. Taschenbuch, 207 Seiten. Euro 6,90.
Lloyd Alexander: Taran – Der Spiegel von Llunet. Bastei Lübbe 2003. Taschenbuch, 272 Seiten. Euro 7,90.
Lloyd Alexander: Taran – Der Fürst des Todes. Bastei Lübbe 2003. Taschenbuch, 320 Seiten. Euro 7,90.
Lloyd Alexander: Taran – Die dunkle Seite der Macht. Taran-Zyklus, Band 1-3. cbj 2006. Gebunden, 544 Seiten. Euro 12,95.
Lloyd Alexander: Taran – Die Reise zum Drachenberg. Taran-Zyklus, Band 4-5. cbj 2006. Gebunden, 512 Seiten. Euro 12,95.
