London preiswert erkunden mit Oyster-Card

Ohne Fahrkartenprobleme durch die britische Hauptstadt

Oyster-Card: Ein Ticket für alle Fälle - Wilhelm Ruprecht Frieling
Oyster-Card: Ein Ticket für alle Fälle - Wilhelm Ruprecht Frieling
Den preiswertesten Weg, um London mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erfahren, bietet die Oyster-Card.

Die britische Metropole London verfügt nicht nur über das älteste und längste U-Bahn-Netz der Welt, sie ist auch für ihre roten Doppeldeckerbusse berühmt. Den derzeit preiswertesten Weg, um London mit diesen öffentlichen Verkehrsmitteln weiträumig zu erfahren, bietet die Oyster-Card.

Wer sich in London mit Hilfe öffentlicher Verkehrsmittel bewegen möchte, kann sich jeweils Einzelfahrscheine in den einzelnen U-Bahnstationen, in Bussen, Tram oder der Eisenbahn kaufen. Doch das ist umständlich und teuer. Wesentlich unkomplizierter und deutlich preiswerter geht es mit der Oyster Card.

Kreditkarte für den öffentlichen Nahverkehr

Oyster ist eine Kreditkarte, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel gilt, die dem Verbund „Transport for London“ angeschlossen sind. Die Karte wird an Automaten oder online aufgeladen. Beim Betreten einer U-Bahnstation wird sie kurz an eine entsprechend gekennzeichnete Lesezone gehalten, und schon öffnen sich die Schranken und geben den Zutritt frei. Beim Verlassen der Zielstation wird die Karte wieder in Millisekunden eingelesen, das Guthabenkonto belastet, und die Schranken öffnen sich. Es gilt das Prinzip „pay as you go“ (zahlen beim Verlassen).

Um die Karte einmalig in Anspruch zu nehmen, wird eine Depotgebühr von £ 3,00 verlangt. Diese wird bei Rückgabe der Karte erstattet. Es müssen minimal £ 5, und es können maximal £ 90 aufgeladen werden. An den Oyster-Automaten auf den Bahnhöfen kann das jeweilige Guthaben abgelesen bzw. überprüft werden. Dies ist auch online für jeden möglich, der sich zuvor im Netz angemeldet hat.

Erhebliche Einsparungen mit Oyster

Die Ersparnis beim Nutzen der Oyster-Card ist beträchtlich: kostet eine Einzelfahrt per Bus bei Barzahlung zwei Pfund, reduziert sich der Fahrpreis bei Nutzung der Karte auf die Hälfte auf £ 1.

Die U-Bahn-Preise sind abhängig von den Zonen, die genutzt werden sowie von der Tageszeit. Dabei wird zwischen „Peak“ und „Off-Peak“ unterschieden. „Peak“ sind die Stoßzeiten, die von Touristen seltener in Anspruch genommen werden: montags bis freitags von 6.30 bis 9.30 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr. Zu allen anderen Zeiten gelten die „Off-Peak“-Tarife. Ein U-Bahn-Ticket in der günstigsten Zone 1 kostet mit Oyster 1 Pfund statt £ 4,00.

Oyster als Tageskarte

Die Preisobergrenze für Oyster ist die Nutzung als Tageskarte („Day Travelcard“). Eine Tageskarte für Bus und Tram kostet £ 3,80; eine Tageskarte für die U-Bahn („Tube“) £ 7,20, außerhalb der genannten Rushhour („Off-Peak“) £ 5,60.

Bis zu vier Kinder unter elf Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freie Fahrt. Ohne Begleitung benötigen sie eine mit Lichtbild versehen Oyster-Photocard. Jugendliche und Studenten erhalten ebenfalls erhebliche Rabatte bei Verwendung dieser Karte.

Für Gruppenreisen von mindestens zehn Personen empfiehlt sich das „Group Ticket“. Damit kann jedes Gruppenmitglied für £ 3,70 einen gesamten Tag lang London erkunden.

Oyster gibt es an jedem Bahnhof

Erhältlich ist die Karte an jedem größeren Bahnhof. Von Deutschland lässt sie sich auch per Internet bestellen. Restguthaben verfallen nicht. Entweder wird die Karte beim Verlassen der Stadt bzw. des Landes zurückgegeben, der Reisende erhält den Rest samt Gebühr zurück. Oder die Karte wird beim nächsten London-Besuch wieder genutzt. Nach zwei Jahren deaktiviert sich die Karte automatisch, man kann sie danach an jedem Ticketschalter wieder frei schalten lassen.

Wilhelm Ruprecht Frieling, © Wilhelm Ruprecht Frieling

Wilhelm Ruprecht Frieling - Wilhelm Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi ist seit 40 Jahren als Autor und Verleger aktiv. Er veröffentlichte in deutschen und ...

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