
- Icon des Autoren - Illustration: Friederike Rave
Im Januar 2009 können Freunde der Serie "Lost" sich gleich doppelt freuen, denn dann starten in Deutschland und den USA die neuen Folgen. Während auf ProSieben am 12. Januar 2009 die 4. Staffel von "Lost" ausgestrahlt wird, geht es in Amerika ab 21. Januar bereits in die 5. Runde.
Die ersten drei Staffeln von "Lost" sind in Deutschland bereits auf DVD erhältlich, was eingefleischten Fans der Serie noch einmal Gelegenheit gibt Vergangenes aufzufrischen und auch Spätstartern den Einstieg in die laufende Serienhandlung noch ermöglicht.
"Lost": Handlung der 1. Staffel
Der Flug Oceanic 815 strandet auf einer tropischen Insel im Südpazifik und zwingt eine Gruppe von Fremden zusammenzuhalten, um zu überleben. Gemeinsam schmieden sie Pläne, um die Insel so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Bei der Ausführung ihrer Pläne werden die neuen Inselbewohner jedoch immer wieder von mysteriösen Erscheinungen bedroht wie einer unsichtbaren Kreatur, die im Dschungel lebt und feindsinnig gestimmten Inselbewohnern, die "Die Anderen“ genannt werden. Das Geschehen der Serienhandlung bleibt jedoch nicht nur auf die auf die Insel-Ereignisse beschränkt, so erhält der Zuschauer in jeder Folge durch Rückblicke Informationen über das Vorleben der Flugzeuginsassen.
"Lost": Vom Konzept zur Serie
Lloyd Braun, dem Ex-Chef des Fernsehsenders ABC, schwebte ursprünglich ein Serienkonzept vor, dessen Ursprung verschiedene Quellen hatte: der William Golding -Roman "Herr der Fliegen", der Film "Castaway" des Regisseurs Robert Zemeckis , die Fernsehserie "Gilligans Island", die Realitysoap "Survivor" und das Spiel "Myst".
Fürs Fernsehen geschrieben wurde die Serie "Lost" dann von dem Autorentrio Damon Lindeloff, Jeffrey Fieber und J. J. Abrams.
Der Pilotfilm entstand auf der Hawaii-Insel Oahu und ist mit 14 Millionen US-Dollar der bis dato teuerste in der Geschichte des Fernsehens.
Er wurde am 22.September 2004 auf ABC ausgestrahlt und bildete gemeinsam mit der Serie Desperate Housewives die erfolgreichsten Serienneustarts in der Fernsehsaison 2004/2005.
Der Einfluss von "Lost" in der amerikanischen Populärkultur
Im 1. Jahr der Serie "Lost" schalteten durchschnittlich 16 Millionen Fernsehzuschauer ein. Zahlreiche Auszeichnungen folgten: 2005 gab es den Emmy für die Beste Dramaserie und auf den British Academy Television Awards die Auszeichnung für den besten amerikanischen Serienimport.
Einer intensiven Fanarbeit ist es zu verdanken, dass "Lost" zu einem Stück der amerikanischen Populärkultur wurde. Es gibt inzwischen Comicbücher und Webcomics zur Serie, ein Videospiel und Songtexte. Das fiktionale Universum der Serie wurde weiter gesponnen in Büchern zur Serie, Videospielen und Reality games wie "The Lost Experience" und "Find 815".
Bekannte Gesichter der "Lost"-Besetzung
Der wohl bekannteste Schauspieler des gesamten "Lost"-Ensembles ist Dominic Monaghan, dem Hobbit Merrin aus der "Herr der Ringe"-Triologie von Peter Jackson, der hier einen Rockstar spielt.
Terry O`Quinn kennt so mancher Fernsehzuschauer vielleicht noch aus den Serien "Millenium" oder "Alias".
Matthew Fox, der sein erstes langes Serienengagement in der Teenager-Soap "Party of Five" hatte, ist hier in der Rolle des Arztes Dr. Shepard zu sehen.
"Lost": Eine Serie für den hingebungsvollen Fan
"Lost" bietet eine innovative Mischung der Seriengenres Mystery, Action und Drama. In dieser 1. Staffel wird die serieneigene Mythologie entworfen, die zunächst einmal jede Menge Fragen stellt, die es in den folgenden Staffeln zu beantworten gilt. Für den Zuschauer heißt das zunächst einmal, dass er die zahlreichen Informationen bezüglich der Vergangenheit der Charaktere und der Geschehnisse auf der Insel ansammeln und im Gedächtnis behalten muss, will er seine Freude an der Serie haben.
Von einem Konsum der Serie "Lost" außerhalb der DVD-Serienboxen ist deshalb abzuraten, will man nicht in dem Informationsdschungel verloren gehen.
Bei dem großen Stammpersonal der Serie, insgesamt 14 Protagonisten, verzichten die Macher auf eine detaillierte Ausarbeitung der Charaktere und greifen stattdessen lieber in die Klischeekiste. Aufgewogen wird dies durch ein qualitativ hochwertiges Schauspielerensemble, das vor einer authentischen exotischen Kulisse agieren darf.
