
- Loveparade - Veranstalter
Die Loveparade 2011 soll wie geplant durch Gelsenkirchen führen. Das haben die Verantwortlichen der Ruhrpott-Stadt noch einmal bekräftigt. „Wir haben die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geschultert, dann werden wir auch eine Loveparade hinbekommen“, betonte der Stadtsprecher Martin Schulmann, der sich die Großveranstaltung zusammen mit anderen städtischen Vertretern bereits vor zwei Jahren im benachbarten Dortmund angesehen hat. Auch vor einem neuen Besucherrekord habe die Stadt Gelsenkirchen keine Angst. Lediglich über den Platz für die Abschlusskundgebung müsse man noch nachdenken, so Schulmann. Möglich sei etwa der Parkplatz vor der Schalker Arena.
Dortmund ist mit 1,6 Millionen Ravern der Rekordhalter
Die aktuelle Höchstmarke stammt aus dem Jahr 2008, als eben in Dortmund 1,6 Millionen Raver unter dem Motto „Highway to Love“ auf einem eigens abgesperrten zwei Kilometer langen Teilstück der Bundesstraße 1 zur Musik der 37 Wagen getanzt und gefeiert hatten. In Berlin waren im Jahr 1999 insgesamt 1,5 Millionen Teilnehmer gezählt worden. In Essen waren es im Jahr 2007 immerhin noch 1,2 Millionen gewesen.
Fünf Paraden in fünf verschiedenen Ruhrpott-Städten
Die weltweit größte Technoparade war im Jahr 2007 von der Veranstaltern, der Loveparade Berlin GmbH, von der Bundeshauptstadt in den Ruhrpott verlegt worden, weil die Berliner Stadtverwaltung keine Genehmigung für die beantragte Strecke erteilt hatte. Mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr GmbH einigten sich die Berliner Veranstalter nach einiger Suche dann kurzfristig auf zunächst fünf Paraden in fünf verschiedenen Städten in der Region. Den Auftakt machte noch im Jahr 2007 Essen, 2008 folgte dann Dortmund. Die für das Jahr 2009 in Bochum geplante Loveparade musste vom Veranstalter aber abgesagt werden, weil die Kapazität de Bochumer Hauptbahnhofs für die zu erwarteten Massen nicht reichte und sich bis zuletzt auch keine geeignete Strecke für die Wagen-Parade gefunden hatte.
Loveparade 2010 führt wie geplant durch Duisburg
Die Loveparade 2010 kann dagegen wie geplant in Duisburg stattfinden, nachdem das Innenministerium und die Bezirksregierung nach einigen Diskussionen im April 2010 dem Finanzierungskonzept für die Großveranstaltung zugestimmt haben. Geplant ist, die Parade am 24. Juli 2010 auf dem Gelände der künftigen Duisburger Freiheit am Hauptbahnhof durchzuführen. Das genaue Programm und die Hauptacts stehen laut Veranstalter noch nicht fest. Erwartet werden in jedem Fall etliche hunderttausend Teilnehmer. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese Aufgabe gelöst haben und die Party steigen lassen können“, sagte Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, nachdem die Stadt letztlich doch grünes Licht bekommen hatte. Aufgrund der finanziell angeschlagenen Situation, in der sich die Kommune zusammen mit vielen anderen bundesdeutschen Städten momentan befindet, wird es aber keine städtischen Zuschüsse für die Veranstaltung geben.
Gelsenkirchen will aus Duisburger Fehlern lernen
Die Verantwortlichen aus Gelsenkirchen werden dann selbstverständlich auch vor Ort sein, um zu sehen, wie die Parade durch Dusiburg rollt – und um aus Fehlern zu lernen, wie Stadtsprecher Martin Schulmann sagt. In Dortmund habe man beispielsweise gesehen, dass die Abreise das größte Problem war. "Wenn mitten in der Nacht 800 000 Menschen mit dem Zug nach Hause fahren wollen, geht das natürlich nicht", sagt er. Der Bahnhof in Gelsenkirchen sei noch wesentlich kleiner als das Dortmunder Pendant, daher werde man sich in diesem Punkt etwas einfallen lassen müssen. "Wir werden wohl auf Reisebusse setzen", sagt Schulmann. Grundsätzlich sei Gelsenkirchen aber geübt im Umgang mit Großveranstaltungen. Die Loveparade sei zwar eine andere Nummer als ein Pur-Konzert, aber auch das werde die Stadt trotz angespannter finanzieller Lage und dem verabschiedeten Nothaushalt stemmen, so Martin Schulmann: "Wir sind wild entschlossen."
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