Luftfahrtallianzen ermöglichen ein weltweites Streckennetz

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Durch die enge Kooperation von Fluggesellschaften können Flugpläne und Buchungssysteme optimal aufeinander abgestimmt werden.

Es ist inzwischen nahezu selbstverständlich, dass man selbst von Regionalflughäfen ausgehend Flüge zu unzähligen Destinationen buchen kann. Dabei handelt es sich zwar selten um Direktflüge, doch immerhin sind die Flugzeiten oft aufeinander abgestimmt und die Reise kann als Gesamtpaket gebucht werden. Selbst Flüge zwischen zwei Regionalflughäfen, die viele tausend Kilometer voneinander entfernt liegen, können dank Allianzen zwischen Fluggesellschaften bequem gebucht und oft ohne lange Umsteigezeiten absolviert werden.

Regionale Luftfahrtallianzen

Kleinere Flughäfen fernab von großen Metropolflughäfen profitieren durch Luftfahrtallianzen von einem deutlich größeren Streckenangebot. So können beispielsweise Flüge von Paderborn nach New York oder von Sylt auf die Malediven gebucht werden. Die beiden größten deutschen Airlines Air Berlin und Lufthansa haben ihr Streckennetz durch Partnerschaften mit kleineren Regionalfluggesellschaften inzwischen stark ausgebaut und können auf diese Weise neben Zubringerflügen zu internationalen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Berlin auch Flüge zwischen zwei Regionalflughäfen anbieten. Die Nachfrage auf diesen Strecken ist zwar nicht so groß, mit kleineren Regionalflugzeugen wie den Embraer Jets oder der ATR können sie aber durchaus profitabel bedient werden. Passagieren bleiben somit lästige Umsteigezeiten auf Verbindungen wie Düsseldorf – Newcastle erspart.

Durch Code-Sharing können Airlines sich Flüge teilen

Grundlage für viele Partnerschaften ist das so genannte Code Sharing. Dabei werden einem Flug gleich mehrere Flugnummern unterschiedlicher Fluggesellschaften zugeteilt. Auf diese Weise kann beispielsweise Lufthansa einen Flug anbieten, der aber von United Airlines durchgeführt wird. So kann eine Airline ihr Streckennetz um Destinationen erweitern, die mit den eigenen Flugzeugen gar nicht angeflogen werden. Noch wichtiger sind dabei allerdings teure Strecken- und Landerechte. Trotz zahlreicher internationaler Luftfahrtorganisationen und Abkommen ist die Luftfahrt weitgehend national organisiert und wird in der Regel durch bilaterale Abkommen zwischen Staaten geregelt. Strecken in Drittstaaten dürfen beispielsweise oftmals nicht bedient werden. Durch internationale Kooperationen zwischen Airlines kann dieses Problem umgangen werden, indem nationale Flüge mit der Flugnummer einer ausländischen Fluggesellschaft versehen werden. So kann ein Flug von New York nach Boston, der von United Airlines durchgeführt wird, beispielsweise auch eine Flugnummer von Lufthansa besitzen.

Weltweite Allianzen

Seit den 1990er Jahren haben sich große internationale Airlines in verschiedenen Luftfahrtallianzen organisiert und auf diese Weise ein weltumspannendes Streckennetz geschaffen. Zwar bleibt jede Fluggesellschaft für sich unabhängig, profitiert aber von den Angeboten der anderen. Neben einer Zusammenlegung von Flugverbindungen sind auch Buchungssysteme und Vielfliegerprogramme innerhalb von Allianzen meist aufeinander abgestimmt. So können alle Flüge innerhalb des Allianzverbandes zum Sammeln von Prämienmeilen genutzt werden. Auch weitere Services wie die Nutzung von speziellen Ruhebereichen auf den Flughäfen werden gegenseitig zur Verfügung gestellt.

Derzeit gibt es drei große internationale Luftfahrtallianzen, die ein weltweites Streckennetz und daraus resultierende Angebote wie „Round-the-World“-Tickets anbieten: Die Star Alliance ist mit derzeit 28 Mitgliedern und über 4.000 Flugzeugen die größte Luftfahrtallianz unter Führung der Lufthansa. Daneben verfügen vor allem SkyTeam mit 13 und oneworld mit 11 Mitgliedern und einer Flotte von jeweils über 2.000 Flugzeugen über ein weltweites Streckennetz und gemeinsame Vielfliegerprogramme.

Henrik Lührs, H. Lührs

Henrik Lührs - Jahrgang 1979. Nach dem Abitur 1998 Ausbildung zum Verkehrspiloten, seit 2002 Theorielehrer für verschiedene Fächer der Privat- ...

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