
- Liebestöter - nein danke! - Otto Wenninger, Pixelio
Der Klassiker bei abturnender Herrenwäsche sind die weißen Feinripp-Unterhosen mit Eingriff, wie sie früher von der Firma Schiesser hergestellt und verkauft wurden. Damit kann man(n) sicherlich keine Frau hinterm Ofenrohr hervorlocken. Mit Trägern von Feinripp-Unterwäsche wird neben einer konservativen Haltung auch assoziiert, dass der Mann keinen allzu großen Wert auf seine Kleidung legt und zudem zu einer „Muttersöhnchen-Haltung“ tendiert.
Auch Stringtangas kommen nicht immer gut bei der Damenwelt an
Als wesentlich moderner wie ein Feinripp-Träger werden Männer angesehen, die einen String-Tanga in Kombination mit einem Tank Top oder Muscleshirt als Unterwäsche tragen. Hiermit wird gemeinhin assoziiert, dass diese Männer sehr selbst- und körperbewusst sind, ebenso jedoch auch eine starke Neigung zu Macho-Allüren.
Dennoch kommen auch String-Tangas nicht immer gut bei Frauen an. Zum einen hängt dies sicherlich mit der Figur des Trägers zusammen, da beispielsweise ein füllig gebauter Mann mit einem großen Bauchumfang in einem kleinen String eher lächerlich wirkt. Eine schlanke bis muskulöse Statur ist hierbei Pflicht.
Zum anderen haben String-Tangas je nach Material manchmal die Tendenz, eher nach billigem Strip-Lokal auszusehen, was insbesondere für Leder- und Latextangas in kräftigen Farben wie zum Beispiel pink, gelb oder grün gilt. Analog gilt dies auch für Slips mit Tiger- oder Leopardenmuster.
Ein Trend bei der Herrenunterwäsche: Boxershorts
Gerade männliche Jugendliche und sehr junge Männer tragen sehr weite Hosen wie etwa Baggys, sodass Boxershorts als Unterwäsche dazu grundsätzlich gut korrespondieren. Allerdings wirkt es häufig wenig anziehend, wenn der Hosenbund soweit runter hängt, dass der Bund der Boxershorts und gegebenenfalls mehr zu sehen ist. Dies ist vergleichbar mit der umgekehrten Situation, wenn bei Mädchen und Frauen noch der Bund ihres Strings zu sehen ist, am besten in Kombination mit einem so genannten „Arschgeweih“, das sich bis über die Steißbeingegend hochzieht. Dieses Tribal ist ohnehin mittlerweile ziemlich out.
Da die meisten Boxershorts ziemlich weit geschnitten sind, wirken sie oft eher wie Beutelbuchsen, unter denen sich das beste Stück des Mannes nicht gerade abzeichnet – im Gegensatz zum klassischen Sportslip, der dann auch schon im Vorfeld, bevor er ausgezogen wird, die Phantasie der Dame anregt. Auch die Farbe beziehungsweise das Motiv spielt eine entscheidende Rolle. Während uni oder maximal drei Farben in der Regel gut ankommen, wirken Comic-Motive auf Boxershorts eher erheiternd und abturnend. Dies gilt übrigens auch für andere Unterhosen-Formen. Auch gestreifte Unterhosen in grellen Farben wirken nicht gerade heiß.
Generell gilt bei Herrenunterwäsche: Bitte sauber und gepflegt
Der bestgeschnittenste Slip in den bevorzugten Farben Schwarz oder Dunkelblau nützt nichts, wenn sich in selbigem noch eine Bremsspur befindet, der Bund bereits total zerfleddert ist und in der Gegend des besten Stücks noch helle Flecken (egal, welchen Ursprungs) zu sehen sind. Auch dies wirkt garantiert als Lustkiller, denn daraus lässt sich schließen, dass der Mann wenig Wert auf Körperpflege und -hygiene legt. Man könnte solche Slips auch als unfreiwillige Verhütungsvermittel bezeichnen.
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Bildnachweis:
Liebestöter auf der Wäscheleine: © Otto Wenninger, Pixelio
Mann mit nacktem Oberkörper: © Toreschka, Pixelio
Wildwasserrutschbahn: © Daniel Stricker, Pixelio
