Während ihre Freundin Shannon in den Hafen der Ehe einkehrte, machten sich Isabella und Harrison auf den Weg zu einem Paar mit einem Baby. Isabella hatte ein rosa Outfit für das Kind gekauft, den rosa Hasen ließ sie dann jedoch zu Hause, fand ihn plötzlich unpassend. Besuch und Picknick wurden aber total langweilig und Isabella spekulierte, Harrison wolle nun nach Boston ziehen, einen Golden Retriever anschaffen und die ganze Zeit langweilig sein - sie kannte ihn überhaupt nicht. „Hasst du Ken machmal?“, hatte Isabella ihre Freundin Mary ein paar Wochen zuvor zu ihrem neuen Freund befragt, über den alle Freundinnen sagten: „Das ist er. Darauf hatte sie also gewartet“, als würde man den Richtigen finden, wartete man nur geduldig ab. Nach dem Besuch bei dem Paar fuhren sie noch am Bostoner College vorbei und Isabella war glücklich. Ein paar Wochen zuvor war ihr aufgefallen, dass dies hier ihre längste Beziehung war. Jetzt war sie 29.

Heiraten

Auf Shannons Hochzeit hatte sich Lauren die oberste Lage ihres Brautjungfernkleides über den Kopf gezogen und tanzte, bis jemand behauptete, Shannon würde nur heiraten, weil sie schwanger wäre, „einen Braten in der Röhre hätte,“ Mary jedoch sagte: „Ich bin schwanger. Es war halt nur nicht geplant.“ Eine Woche später rief sie Isabella an, um ihr zu sagen, dass sie nun nicht mehr schwanger war. „Ich komme mir so blöd vor, das Kind war nicht geplant, aber dann wollte ich es doch haben, nun habe ich das Gefühl, ich hätte es weggewünscht.“ Zu dieser und weiteren Verbindungen lässt Romanautorin Jennifer Close die hitzige Aneinanderreihung von Ungeheuerlichkeiten folgen: „Seine Familie hat offensichtlich einen an der Waffel“, sagte Mary. „Harrisons Familie auch“, sage Isabella. „Tja, Kens Mutter nimmt die Kinder in den Arm, wenn sie für mehr als fünf Minuten den Raum verlassen“, sagte Mary. „Echt?“ „Auch komisch.“ „Ich glaube, seine Mutter, will nicht, dass wir heiraten.“ „Echt?“ „Ja. Ich glaube, sie will Ken für sich alleine.“ „Ih“, sagte Isabella.

Im Haus am See dann das: Ken kam zurück in den Raum, Mary und seine Mutter winkten. Als er Mary entdeckte, lächelte er und kam auf sie zu. „Oh“, sagte seine Mutter, „er hat dich zuerst gesehen. Ich schätze, jetzt bist du die Nummer eins.“ Kurz dachte Mary, sie hätte sich verhört und dann war sie zu entsetzt, um zu antworten. „Bei ihrer Hochzeit weinte Kens Mutter und Mary war sich sicher, dass es Trauer war, nicht Rührung. Zum Wohnort und zum Namen des Ungeboren gab die Schwiegermutter ihren Senf dazu, was auch nicht endete, als der Junge geboren war. „Ich glaube, er muss mal gewickelt werden“, sagte Knopf, wie seine Mutter sich nannte, Mary fing an, ihn sauber zu machen, aber Knopf kam dazu und schob sie beiseite. „Nein“, sagte Knopf und nahm Mary das Feuchttuch aus der Hand. „So macht man das. Guck, ich zeige es dir.“

Und Scheidung

New York hatte sie auf dem Kieker: Am Dienstag passierte das mit der Unterwäsche: im gelieferten Parket der Reinigung befand sich eine Unterhose, die Isabella nicht gehörte. Am Donnerstag erfuhr Isabella von Beth White`s Scheidung und am Freitag donnerte ihre Chefin Snowy die Notizen zum Abtippen auf dem Tisch, obwohl Isabella längst zur Lektoratsassistentin befördert worden war. „Die Frau ist doch total verrückt. Ausserdem „senkte Cate die Stimme, „habe ich gehört, dass sie um ihren Job fürchtet. „Wer tut das nicht“, sagte Isabella.

Am Abend wollte Isabella mit Lauren und Mary einen trinken gehen und über Beth White sprechen. „Mir hat sie erzählt, dass sie den Hund behält“, sagte Mary. Als Isabella an dem Tag nach Hause kehrte, sah sie Winston an und sagte: „Du würdest bei mir bleiben, oder ?“ Der Hund gähnte und sah weg. Dann das: „Sie haben die komplette Jugendbuchabteilung dicht gemacht und die Leute gefeuert.“ Harrison sagte, Isabella solle sich erst einmal beruhigen. „Ich hasse es, wenn man mir sagt, ich soll mich beruhigen! Beruhige dich doch selber“, schrie sie und ging zu Mary und Ken, wo es ihr wieder leid tat. „Ich habe einen an der Waffel“, schrieb sie Harrison eine SMS.

Zum Dreissigsten wollten die Mädels gemeinsam verreisen. Beth White freute sich auf das Wochenende: „Eure geschiedene Freundin wird es krachen lassen“, oder „für mich ist das so etwas, wie ein umgekehrter Junggesellinnenabschied.“ „Ich bin einen schlechte Mutter, letzte Woche war Henry krank und ich habe es nicht einmal bemerkt“, tauschten sich Mary und Isabella aus: „Ich habe letzte Woche in der U-Bahn jemanden geschubst“, sagte Isabella. „Geht´s dir jetzt besser?“ „Irgendwie schon.“ Auf dem Mädels-Wochenende sagte Mary, sie sei wieder schwanger und an Isabella gerichtet: „Es wäre total toll, wenn du auch schwanger wärst.“

Happy End und Umzug

Beim zweiten Date brachte Mark Lauren einen Goldfisch mit, was sie nervös machte. Was fraß er, welches Wasser brauchte er? „Wie nennst du ihn?“, fragte Mark. „Willard.“ Beim dritten Date sagte er, willst du mit zu mir kommen?“ Lauren schickte Isabella eine SMS, sie sei in Marks Wohnung und schickte die Adresse mit, denn sie kannte den Typen ja gar nicht. „Magst du ihn?“ fragte Mary nach dem siebten Date. Aber Lauren wollte von Mary wissen, ob sie es komisch fand, auf einen Typen zu stehen, der einen Fisch mitbrachte oder ob Mark Soziopath war. Laurens eigener Hintergrund zu Goldfischen war: Am Tag, als ihr erster Goldfisch aus der Kindheit starb, schrie Lauren auf, schloss sich im Klo ein und weinte, bis die Eltern das Tier in der Toilette hinunterspülten.

Bei der Einladung zu Mary, Ken und Henry stellte sich dann heraus, Mark mochte kleine Kinder nicht. Lauren war nicht davon ausgegangen, mit einem Babyfan zusammen zu sein, aber sie hatte auch nicht gedacht, dass er Babyhasser war, suchte in seinem Gesicht nach Anzeichen, er wäre neutral eingestellt, fand aber nichts. Dann wollte Mark, dass Lauren ihm Wohnungen zeigte. „Ich finde, du solltest hier wohnen“, sagte er. Am Tag, als beide in die Wohnung einzogen, brachte Mark Lauren eine Schildkröte mit.

„Auf Jobsuche“, sagte Isabella, als sie gefeuert worden war. Bis Harrison mit der Nachricht gleichzog: „Bei uns wird abgebaut, es gäbe Möglichkeiten für mich in Boston. Gehst du mit?“ „Oh“, sagte Isabella. „Ich weiss nicht. Willst du denn, dass ich mitkomme?“ Er wollte. Dann wollte sie auch.

Den Umzug spülten Isabella, Mary und Lauren mit Tequila aus alten College-Zeiten hinunter. Dann sagte Lauren, sie und Mark würden vielleicht bald heiraten. „Mit einer richtigen Hochzeit, oder wie?“ „Nein keine richtige Hochzeit, wir haben darüber geredet, wie schön wir es finden, zusammen zu wohnen. Er hat vorgeschlagen zu heiraten und ich fand die Idee gut. Mary sah von ihr auf die Flasche. „Ich glaube, der Wurm hat sich gerade bewegt“, Isabella sagte: „Du hast recht. Der Wurm hat sich gedreht.“

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Quellen: Berlin Verlag und Original-Zitate aus dem Roman „Mädchen in Weiss“ von Jennifer Close