
- Magisch Kochen - Verlag Ueberreuter, Wien
Schon seit der Antike wussten Hexen und Kräuterfrauen um die geheime Wirkung vieler Speisen. Der österreichische Mentalist Manuel Horeth nutzt dieses Wissen und hat gemeinsam mit dem Haubenkoch Yves Weisang darüber ein Kochbuch verfasst. Die ausgefallenen Rezepte verbinden moderne und magische Küche auf ungewöhnliche Art, sie sollen so Lebensenergie, Liebeslust und Lebensglück positiv beeinflussen.
Magische Wirkung von Gewürzen und Kräutern
Die gemeinsame Basis der Gerichte im Kochbuch ist die spezielle Wirkung auf den Körper, den Geist und die Seele. Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten wird eine starke Wirkung auf die Gefühle und das Empfinden nachgesagt. So gibt es Ingredienzien, die die Lebensenergie wecken, Lust und Liebe stärken und solche, die Glück und Wohlbefinden positiv beeinflussen. Die Autoren haben über diese Magie in den Gerichten hinaus auch noch durch ungewöhnliche Zusammenstellung und Kombination von Zutaten etwas Neues, Besonderes entwickelt, das sie die moderne magische Küche nennen.
Inhalt des Buches
Das Kochbuch ist in die folgenden vier Hauptkapitel gegliedert:
- Lebensenergie
- Liebeslust
- Glück
- Aus aller Welt
Magisch kochen – das Buch
Jeder der vier Bereiche wird mit einer kleinen Geschichte eröffnet. So berichtet der Autor im letzten Kapitel unter dem Titel „Der Hexenmarkt in Chiclayo“ als Einleitung von einer folgenreichen Begegnung mit einem Schamanen auf einem Markt in Chile. Danach folgt die Liste der jeweiligen magischen Zutaten. So sollten unter anderem die Acaibeere, Chili, Ginseng, Granatapfel, Ingwer, Koriander und Zitronenmelisse nicht fehlen, wenn es um die Anregung der Lebensenergie geht. Jeweils elf Gerichte haben die Autoren in jeder Rubrik zusammengetragen. Sie tragen so exotische Namen wie "Voodoo-Powerknödel", "Fruchtiger Seitensprung", "Asiatische Glückssuppe" oder "Mittelalterliche böhmische Hexensuppe".
Ausgefallene Rezepte aus aller Welt
Jedes Gericht wird auf einer Doppelseite vorgestellt. Ein großformatiges Foto sorgt dafür, dass der Appetit bereits beim Durchblättern angeregt wird. Zutatenliste und Rezept sind übersichtlich angeordnet, die Rezepturen angenehm straff. Als Extra gibt es zu jedem Rezept noch eine kleine Rubrik mit zusätzlichen Informationen. So erfährt man beim Glücksschweinbraten mit Yamsgemüse, dass genau diese Wurzel bei den Indianern hoch geschätzt war, weil sie dem Körper hilft, Stress schnell wieder abzubauen.
Fazit
Ein Buch für Menschen, die beim Kochen an mehr als nur die Nahrungsaufnahme denken und die sich nicht scheuen, für sich und andere gewagte Rezepturen umzusetzen. Die Präsentation und Dekoration der Gerichte steht den Kombinationen in puncto Kreativität übrigens nicht nach. In einem Rezept kann man gar ein Fischauge als Deko erspähen, das aber erfreulicherweise in der Zutatenliste nicht vorkommt. Es könnte allerdings manchmal schwierig werden, alle Zutaten zu bekommen, sind sie doch teilweise recht ausgefallen.
Die Autoren Manuel Horeth und Yves Weisang
Der Mentalist Manuel Horeth ist in Österreich und Deutschland vor allem durch das Fernsehen bekannt, hat in seinem Heimatland aber auch als Buchautor mit „Wir sind alle Mentalisten“ bereits einen Namen. Er ist leidenschaftlicher Hobbykoch.
Der Haubenkoch Yves Weisang arbeitete nicht nur in seiner Heimat Frankreich, sondern auch in den USA, in Deutschland und seiner Wahlheimat Österreich, wo er gemeinsam mit seiner Frau bereits mehrere Restaurants leitete.
Manuel Horeth und Yves Weisang: Magisch kochen, Verlag Carl Ueberreuter, Wien 2011, circa 160 Seiten, zahlreiche Farbfotos, gebunden, mit Schutzumschlag, Euro 24,95.
