Magnesium - unentbehrlich für Muskeln und Herz

Der lebenswichtige Mineralstoff beeinflusst viele Körperfunktionen

Unser Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen, deshalb muss es täglich in ausreichender Menge zugeführt werden. Ein Magnesiummangel kann folgenschwer sein.

Unser Energiestoffwechsel muss ständig mit Magnesium versorgt werden, denn dieser Mineralstoff ist wichtig für die Steuerung von Enzymreaktionen in unserem Stoffwechsel. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Reizweiterleitung zwischen den Muskel- und Nervenzellen und für die Funktion des Herzmuskels. Einseitige Ernährung, die zu wenig Magnesium enthält, kann dazu führen, dass ein Magnesiummangel entsteht. Unser Organismus benötigt täglich etwa 300 mg bis 350 mg Magnesium. Der gesunde menschliche Körper hat etwa 20 Gramm Magnesium gespeichert - davon etwa 6 Gramm in den Muskeln, cirka 12 Gramm in den Knochen und etwa 2 Gramm in anderen Körperregionen.

Ein Magnesiummangel kann sich wie folgt äußern

Schmerzen und Verspannungen in den Schultergelenken und in den Waden sowie nächtliche Wadenkrämpfe sind oft ein Zeichen von Magnesiummangel. Das Herz ist ein Muskel, der für seine Funktion auch Magnesium benötigt. Ist dieser Mineralstoff nicht in ausreichendem Maß für den Herzmuskel verfügbar, kann es zu Herzrhythmusstörungen, Herzschmerzen und vermehrtem Herzklopfen oder Herzjagen kommen. Das vegetative Nervensystem reagiert auf Magnesiummangel mit innerer Unruhe, Kopfschmerzen, Migräne, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung und Schwindel. Selbst im Magen- und Darmbereich kann sich ein Magnesiummangel durch Bauch- und Darmkrämpfe, Übelkeit und Durchfall bemerkbar machen.

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung liefert ausreichend Magnesium

Leider sind Bananen nicht so magnesiumreich wie oft vermutet wurde. Um den täglichen Magnesiumbedarf zu decken, müsste man etwa neun Bananen essen. Wesentlich bessere Magnesium-Lieferanten sind Nüsse, Fleisch, Vollkornprodukte, Dörrobst, Hülsenfrüchte, Fisch, Käse, Schokolade und Kakao. Auch bestimmte Heil- und Mineralwässer enthalten viel Magnesium und andere Spurenelemente.

Wer benötigt überdurchschnittlich viel Magnesium?

Menschen, die unter Stress stehen, benötigen mehr Magnesium. Auch Patienten, die entwässernde Medikamente oder Abführmittel einnehmen, an Erkrankungen der Nieren leiden oder Diabetiker sind, können ihren Magnesiumbedarf oft nicht durch die Ernährung decken. Sportler benötigen Magnesium in ausreichender Form für die Muskelfunktion, zudem schwitzen sie den Mineralstoff durch die erhöhte körperliche Betätigung aus. Schwangere haben für sich und das ungeborene Kind ebenfalls einen Mehrbedarf an Magnesium. Ältere Menschen verwerten Magnesium nicht mehr so gut wie in jungen Jahren, auch sie sollten ihre Magnesiumzufuhr erhöhen.

Bei erhöhtem Bedarf sollte Magnesium durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden

Wenn es nicht gewährleistet ist, dass der Magnesiumbedarf durch ausgewogene Ernährung gedeckt werden kann oder er außergewöhnlich hoch ist, so ist es sinnvoll, Magnesiumpräparate einzunehmen. Es gibt im Handel sehr viele Nahrungsergänzungsmittel in unterschiedlichen Darreichungsformen und Geschmacksvarianten. Beliebt sind Magnesiumbrause- oder Lutschtabletten. Kapseln, Pellets (dies sind kleine Kügelchen, die ohne Wasser direkt eingenommen werden können) oder Tabletten zum Schlucken sind ebenfalls reichlich auf dem Markt vorhanden. Zu beachten sind die auf den Packungen angegebenen Wirkstoffmengen, damit eine ausreichende Magnesiumzufuhr gewährleistet ist.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.