Mainzer Wochenmarkt mit frischen Köstlichkeiten aus der Region

Rosenkohl am Stiel - K. Mieth
Rosenkohl am Stiel - K. Mieth
Auf dem Mainzer Wochenmarkt rund um den Dom bieten Händler dreimal wöchentlich vom Rosenkohl am Stiel bis zum Bärlauchkäse frische Köstlichkeiten.

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz bietet mit ihrem Wochenmarkt eine Attraktion der ursprünglichen Art - an Samstagen sogar mit dem Marktfrühstück der regionalen Winzer. Unter dem imposanten Dom offerieren 120 Händler dreimal die Woche vom frühen Morgen bis zum Mittag ihre frischen Köstlichkeiten und die diesjährige Ernte von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Blumen sowie Brot aus der Region. Die Pfalzfelder Landbäckerei bietet natürlich hergestellte Backwaren aus Sauerteig mit Getreide aus ökologischem Landbau und jetzt zur Winterzeit Leckereien, wie Dattelbrot und Wingertsknortzen, „aus Großmutters Zeiten“, wie die freundlichen Markthändler sagen.

Biologisch angebaute Lebensmittel für eine gute Lebensweise

Dreimal die Woche auf dem Hauptmarkt, in Gonsenheim und auf dem Altstadtmarkt steht der Stand mit biologisch angebauten Lebensmitteln. Neben Sauerampferpflanzen und Strauchbasilikum in Töpfchen werden hier gute Lebensmittel aus der Region von Mainz bis Koblenz angeboten. Die Standbetreiberin Elke Korte gibt Ernährungstipps und erläutert ihren Kunden gerne die Herstellung des biologisch angebauten Gemüses und Obstes der Erzeuger und weiß viel über die weltweite Vernetzung der Ernährungsindustrie und die globalen Folgen für Lebewesen und Umwelt. „Ein Hin zur ökologischen Ernährung ist nicht nur für das eigene Wohl gut, sondern auch für die Umwelt, die bei dieser Anbauform nicht mit Pestiziden und Gülle verseucht wird, sie ist auch ein Credo gegen die Massentierhaltung“, weiß die Bio-Händlerin.

Gleich daneben bietet die Imkerei Schemel aus Bickenbach naturbelassenen Honig zum Probieren und Kaufen an. Die Honigmacher führen die Imkerei in dritter Generation und laden auch zur Besichtigung in die Berufsimkerei an der Hessischen Bergstraße ein. „Hier können Besucher die Honigernte vom Bienenvolk bis hin zum Abfüllen ins Glas „live“ mit erleben“, erzählt die Honig-Direkterzeugerin und lädt vor Ort gleich einmal ein, den Götterbaumhonig zu probieren.

Unter dem Motto: die Friedfertigkeit ist unser Rezept, bietet der „Gesund leben-Stand“ Basilikumpesto, Dinkel- und Vollkornbrot oder Bärlauchkäse zum Probieren, zum Kaufen sowie Rezepthefte zum Mitnehmen und zu Hause Nachkochen an. Schlendert der Marktgänger weiter, erreicht er den Stand von Hans Reinheimer aus Ginsheim, der auf dem Wochenmarkt noch einer von drei Erzeugerbetrieben ist. Hier liegt eine kleine Sensation aus, die keiner mehr kennt. „Wir ernten und verkaufen unseren Rosenkohl am Stiel, wie er gewachsen ist. Gerne erkläre ich auch warum wir das so machen, denn schneidet man bei der Ernte den Kohl mit dem Stiel, entfaltet die Pflanze keine Bitterstoffe“, erzählt die Chefin des Betriebes. Nicht nur den Rosenkohl am Stiel, sondern alle anderen grünen Gemüse und sonnengelben Kürbisse verstauen die glücklichen Kunden in ihren Einkaufskörben.

Weine stehen neben Hochprozentigem

Auf dem Liebfrauenplatz hinter dem Dom wird immer samstags von April bis November das historische Marktfrühstück von den Mainzer Winzern geboten. Dabei offerieren ortsansässige Erzeuger oft zusätzlich Hochprozentiges aus Zwetschen, Äpfeln oder Birnen. Mit einem Gläschen in der Hand schätzen Einkäufer dieses kommunikative Ambiente neben der frischen Vielfalt von naturbelassenen Lebensmitteln. Im Marktverein sind 70 Standbesitzer unter dem Vorsitzenden Michael Kaiser organisiert, Marktgänger treffen so auf eine Anbietervielfalt aus dem Groß-Gerauer Raum bis hin nach Wiesbaden oder dem Hunsrück. „Drei Mal die Woche Markt und drei Mal bin ich da“, sagen passionierte Marktfans. Und: „Nach ein paar Besuchen kennt man die Händler, bei denen man die verschiedenen Sachen aus der Region in bester Qualität bekommt“, empfehlen Wochenmarktspezialisten den hinteren Teils des Marktes. An der Caffea Moguntia, einem der auffälligsten Stände des Mainzer Marktes von Brigitte Müller-Dildei, wo noch Kaffeespezialitäten im traditionellen Langzeit-Trommelröstverfahren hergestellt, aus einem Oldtimer des Baujahres 1963 heraus verkauft werden, dem Familienbetrieb Eckert Weine & Säfte mit der Weinprinzessin Karin oder dem Probierstand des Weingut-Standes Michaelishof aus Gau-Algesheim kommen Einkäufer mit Händlern ins Gespräch und ins Geschäft.

Fotostudio München, All eyes on you

Katti Mieth - Nach dem Studium Wirtschafts-und Gesellschaftskommunikation in Berlin lernte ich die Agenturarbeit kennen, wurde in den 80er Jahren ...

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