Mais im eigenen Garten

Deutschland soll Stück für Stück frei von Genmais werden.

Bantam-Mais-Logo - www.bantam-mais.de
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Jeder, der in seinem Garten gentechnikfreien Mais anbaut, kann sich darauf berufen, dass in der Umgebung kein Genmais angebaut werden soll.

Es gibt einen guten Grund, dass sich viele Hersteller von Agrarprodukten gegen eine umfassende Kennzeichung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln wehrten. Die Bürgerinnen und Bürger werden diese Produkte nicht kaufen. Man kann das Problem aber auch wörtlich bei der Wurzel packen und versuchen möglichst große Bereiche Deutschlands vom Anbau gentechnisch veränderten Maises freizuhalten. Dazu soll auf so vielen Flächen wie möglich gentechnikfreier Mais angebaut werden. Dann kann sich der gentechnikfreie Maisproduzent gegenüber Genmais-Bauern auf Sicherheitsabstände berufen.

Wie wurden die Pflanzen gentechisch verändert?

Genmais wurden gentechnisch Gene des Bodenbakteriums "Bacillus Thuringiensis" eingebaut, das die Maispflanze für verschiedene Insekten giftig macht. Die Pflanze produziert sozusagen ihr eigenes Insektengift. Ob das bei dauerhaftem Genuss für Tier oder Mensch ungefährlich ist, ist noch nicht vollständig geklärt.

Andere Pflanzen werden gentechnisch resistent gegen Herbizide, also Unkrautvernichtungsmittel, gemacht. Das lohnt sich für die (meist gleichen) Hersteller doppelt. Sie verdienen an dem Verkauf des gentechnisch veränderten Saatgutes, das man nicht aufheben und im nächsten Jahr wieder aussäen kann, und noch zusätzlich an den Herbiziden, die dann um so großzügiger auf den Acker gespritzt werden können.

Es geht auch ohne Gentechnik

"Golden Bantam" ist eine gentechnikfreie wohlschmeckende Maissorte, die jeder in seinem Garten oder auch nur auf dem Balkon anbauen kann. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass die Pflanzen bis zu zwei Meter hoch werden können. Am besten keimen die Maiskörner, wenn man sie vor der Aussaat im warmen Wasser einige Stunden vorquellen lässt. Die Pflanzen können vorgezogen, aber auch ab Mitte Mai direkt ins Freiland ausgesät werden.

Sie ist kein Hybrid. Aufgehobene Maiskörner können daher im nächsten Jahr wieder ausgesät werden. Noch wichtiger ist es aber, dass die Samenkörner weitergeben werden, damit weitere neue gentechnikfreie Maisstandorte entstehen.

Ernte und Saatgutgewinnung

Ernte und Saatgutgewinnung laufen bei dem Bantam-Mais nicht gleichzeitig ab. Den frischen Süßmais kann man schon Ende Juli ernten und sollte ihn auch nur frisch verzehren. Für das Saatgut müssen die Maiskolben richtig ausreifen (bis Mitte/Ende Oktober), getrocknet werden und dann im nächsten Jahr wieder ausgesät werden.

Wichtig: Standort melden!

Eigenen Mais im Garten zu haben ist eine feine Sache, aber es geht ja auch darum zu verhindern, dass in der Umgebung Genmais angebaut wird. Deshalb sollte der Standort für die Bantam-Karte gemeldet werden.

Wo bekomme ich das Saatgut her?

Das Saatgut für Bantam-Mais kann direkt über die Webseite bezogen werden. Dort sind allerdings die Versandkosten für ein Samentütchen teurer als die Samenkörner selbst. Die Aktion wird aber auch von vielen Bioläden unterstützt und außerdem ist das Ziel, dass in Zukunft Privatleute untereinander Samen weitergeben.

Weitere Infos zu Anzucht und Pflege, sowie viele Bilder von den Aktionen im letzten Jahr gibt es bes bei www.bantam-mais.de.

Alexander Benra, Alexander Benra - privat

Alexander Benra - Alexander Benra, Jahrgang 1966, ist Jurist mit langjähriger Erfahrung in dem Fachgebiet Arbeitsrecht. Wichtiger Hinweis: Die ...

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