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Geschichten in Bildern erzählen - das kennt man in Japan schon seit dem 7. Jahrhundert. Diese Vorform des Geschichtenerzählens fand man bereits auf Tempelwänden. Die allerersten Bilder auf Papier stammen aus dem 12. Jahrhundert.
Zum Manga, wie wir ihn heute kennen, kam es Ende des 19. Jahrhunderts, durch den Einfluss des in den USA entstandenen Comic-Strip. Diese neue Unterhaltungsform wurde von der Regierung nicht unterstützt, hielt sich aber dennoch bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Zuerst veröffentlichten amerikanische Verlage in Japan, aber mit der Zeit übernahmen die Japaner deren Technik und verbesserten sie.
Einer der ersten Mangas der auch heute noch populär ist, ist "Astro Boy", von Osamu Tezuka.
Die Form des Manga
Als Erstes sticht natürlich ins Auge dass Mangas schwarz-weiß sind. Gut laufende Serien haben ab und zu einige Farbseiten, das ist aber Ausnahme. Die meisten Mangas werden in der japanischen Leserichtung angeboten, das heißt man muss von "hinten nach vorne" lesen. Zwischen den alten und neuen Mangas hat sich nicht viel geändert. Es gibt viele Bilder und wenig Text. Mangas werden schnell produziert und schnell konsumiert.
Eine bei uns relativ unbekannte Form des Mangas ist der "Koma Manga". Hier erzählen jeweils vier Bilder eine pointierte Szene. Die normale Form des Mangas ist die Magazinform. Wöchentlich oder monatlich kommen Magazine wie der "Shonen Jump" heraus, die einzelne Mangakapitel beinhalten.
Stilmittel des Manga
Der Manga bedient sich immer wieder, aber nicht ausschließlich, eigentümlicher Stilmittel. Viele Zeichner benutzen Kulleraugen, bei denen nicht sicher ist, ob sie nun ein japanisches Kulturgut sind oder von Walt Disney übernommen wurden. Ebenso weit verbreitet sind die Geschwindigkeitsstriche, mit denen Schnelligkeit dargestellt werden soll. Im Manga wird die Person in den Mittelpunkt der Zeichnung gerückt. Hintergründe sind selten wichtig.
Mangathemen
Gewalt und Sexualität sind in Mangas grundsätzlich ein Thema. Auch die Action kommt nicht zu kurz, häufig werden auch mal Köpfe gespalten. Auch kommen immer wieder nackte Frauen in fast allen Geschichten vor, wohingegen man nackte Männer eher selten sieht. Häufig sind im Manga Frauen zu sehen, die sich diversen Problemen stellen, wie der ersten Liebe oder der Bedrohung durch grausame Monster. Auf jeden Fall sind auf dem weiträumigen Gebiet der Mangas alle Themen, von Horror bis Romanze vertreten.
Der Durchbruch in Deutschland
In Deutschland erlebte der Manga mit der Serie "Dragon Ball" den Durchbruch. Mangas gab es zu der Zeit schon länger, aber verkauft hatten sie sich bis dahin schlecht. Aber "Dragon Ball" besaß vielleicht den entscheidenten Vorteil gegenüber den anderen Mangas: Er gefiel den Eltern nicht. Das reizte die Jugend. Der Boom konnte beginnen.
