Manga – japanische Welt der Comics

Mangafigur - Sakura Minekura
Mangafigur - Sakura Minekura
Sind Sie unter 25? Dann kennen Sie Manga sicher schon. Sind Sie älter? Dann einfach weiterlesen. Der japanische Comic, seine Ursprünge und Hintergründe.

Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist Manga längst ein Begriff. Mittlerweile haben Mangas nicht nur in den Bücherregalen Einzug gehalten, sondern auch in Form von Merchandise die Welt erobert.

Mangakult und seine Folgen

Wie kein anderes Medium versteht es der Manga gerade Jugendlichen die vermeintliche japanische Popkultur näher zu bringen und lässt Karaoke, J-Pop, Cosplay und Ähnliches populär werden.

Seit dem Durchbruch der Mangas in Deutschland sind auch zahlreiche Internetplattformen und Magazine entstanden.

Gerade in den Internetforen herrscht ein reges Interesse selbst kreativ zu wirken und inspiriert von Mangas Bilder zu zeichnen, Geschichten zu schreiben, online Rollenspiele zu spielen und sogar selbst ganze Mangas anzufertigen.

Manga – geschichtliche Hintergründe

Die ältesten bekannten Relikte, die an einen altertümlichen Manga erinnern, stammen aus einem Tempel aus dem 8. Jahrhundert, wobei hier der Begriff Manga noch lange nicht geprägt worden war.

Erst 1814 wurde das erste Mal der Begriff Manga für eine Reihe von Skizzenbänden vom Holzschnitzkünstler Katsushika Hokusai verwendet.

Doch erst der Zeichner Kitazawa Rakuten griff 1899 den Begriff wieder auf, um eine Sammlung seiner Karikaturen zu betiteln, denn das Wort Manga setzte sich aus Man (=komisch, witzig) und Ga (=gezeichnetes und gedrucktes Bild) zusammen. In seiner Wortbedeutung ist es ganz eng mit dem westlichen Comic verwandt. Von diesem Zeitpunkt an begann sich der Begriff auch in der Alltagssprache durchzusetzen.

Bald weitete sich das Spektrum an Themen über da Komische hinweg aus, doch der Begriff Manga blieb nach wie vor bestehen, ebenso, wie es bei Comics geschehen ist.

Der Durchbruch der Mangas als Massenmedium erfolgte in ersten Zügen erst im 18. und 19. Jahrhundert. In Osaka und Edo (alter Name Tokyos) erfreute sich die, durch Holzschnitt vervielfältigten, Toba-e und Kibyoshi großer Beliebtheit.

Seit Anfang des 20.Jahrhunderts und dann vor allem in der Nachkreiszeit begann bis heute die wahre Erfolgsgeschichte der Mangas, die eine milliardenschwere Industrie entstehen ließ.

Manga in Deutschland

In Deutschland erfolgte der Durchbruch der japanischen Comic-Kultur erst in den 90zigern bzw. 1996 mit der Erfolgsserie Dragonball, die mit seinen über 40 Bänden bis heute circa 6,5 Millionen mal verkauft wurde.

Nach und nach etablierten sich auch Mädchenmangas wie Sailor Moon und Kindergeschichten wie Pokémon, Digimon und der, für ältere Jugendliche gedachte, Manga Naruto.

Bis heute sind die meisten im deutschen Raum veröffentlichten Mangas auf Kinder und Jugendliche ausgelegt.

Die nachdenklichen, komplexeren und auch anspruchsvolleren Mangas für Erwachsene finden selbst in all ihrer Vielfalt nur selten ihren Weg bis nach Deutschland.

Die Szene dafür ist wohl erst in ein paar Jahren geschaffen, wenn die heutigen Jugendlichen auch als Erwachsene nicht auf Mangas verzichten wollen. Diese Generation wird dann Mangas fordern, die ihrem Alter und den damit verbunden Themen und Interessen entsprechen.

Hannah Baumbach, Hannah Baumbach

Hannah Baumbach - 1987 in Nürnberg geboren hat sie als älteste von drei Kindern 2006 ihre Gymnasialkarriere erfolgreich abgeschlossen und ...

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