
- Rachel (Jessica Capshaw)und Naomi (Keri Russell) - © 2005 Turner Network Television
Im zweiten Teil der Miniserie nimmt Jacobs Geschichte ihren Fortgang in Virginia. Denn nachdem er einige Jahre im Stamm der Lakota gelebt hat, kehrt er mit seiner Frau und seiner Tochter zurück zu seiner Familie. Diese empfängt die neue Indianerin zuerst wenig herzlich - denn nicht nur gegenüber den Schwarzen herrscht hier das Problem der Rassenfeindlichkeit. Als Frau mit dem Donnerherz jedoch einen Jungen zur Welt bringt, wird die Beziehung allmählich wärmer.
Währenddessen kommt es bei den Lakota-Indianern zu einem Konflikt zwischen der alten und der neuen Lebensweise: Wie soll der Stamm auf die vielen Veränderungen reagieren, die mit den weißen Siedlern ins Land kommen?
Anpassung oder Festhalten an der alten Tradition? - Der Konflikt zweier Brüder
Bei den Indianern führt diese Frage zu Unstimmigkeiten und spaltet damit das Stammesbewusstsein. Die Geschichte von Hundsstern und Schneller Fuchs zeigt den Konflikt einer ganzen Kultur, die sich plötzlich mit neuen Dingen konfrontiert sieht. Denn die weißen Siedler pflegen untereinander nicht nur andere Bräuche als die Indianer; sie bringen auch neue Waffen in das Land, gegen die Pfeil und Bogen nicht viel ausrichten können.
Wie gehen die Lakota nun mit den Entwicklungen um? Sollten sie ihre alten Traditionen verwerfen und sich dem Leben der Weißen anpassen? Und ist das, was diese als „Fortschritt“ bezeichnen, wirklich immer erstrebenswert?
Einige Lakota reagieren höchst misstrauisch auf alles, was von den Siedlern ins Land gebracht wird. Zu ihnen gehört auch der Krieger Hundsstern (Michael Spears). Dieser sperrt sich ganz gegen die neuen Technologien und vertraut auf die alte Lebensweise. Nur so, glaubt er, könne sein Volk überleben.
Dem entgegengesetzt ist Einstellung seines Bruders Schneller Fuchs. Er sieht die Macht der neuen Waffen und wittert Gefahr durch feindliche Stämme, die bereits mit den Weißen Handel getrieben haben. Denn noch sind die Indianer kein einheitliches Volk - zwischen verschiedenen Stämmen herrschen oft Feindlichkeit und Kriege. Deshalb glaubt Schneller Fuchs, dass auch die Lakota sich anpassen müssten, um überleben zu können. So verlässt er schließlich mit einigen Stammesbrüdern die Tipis und bricht einem amerikanischen Fort auf, wo er Pelzhandel treiben will, um sich zu integrieren. Doch die dort herrschenden Zustände erschrecken ihn und seine Brüder, die sich das Leben dort anders vorgestellt hatten.
Aufbruch der Siedler nach Kalifornien
Auf die ersten Pioniere folgen schon sehr bald die ersten Siedler: Um 1840 herum befindet sich Amerika in einer regelrechten Aufbruchsstimmung.Kalifornien wird für viele Amerikaner der Weg zu einem Neuanfang, und immer mehr Menschen zieht es nun in den Westen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen.
Als Jacob von aufbrechenden Wägen nach Westen erfährt, zieht es auch ihn unweigerlich dorthin zurück. Zusammen mit seiner Familie schließt er sich einem Treck an und macht sich auf nach Kalifornien. Dabei begleiten ihn neben seinem Bruder Jethro (Skeet Ulrich) auch die impulsiven Kusinen Rachel (Jessica Capshaw), Naomi (Keri Russell) und Leah (Emily Holmes).
Der Treck nach Westen - Ein beschwerlicher Weg
Der Weg des Siedlungstrecks erweist sich als mühselige Reise voller Strapazen und Hindernisse. Die Menschen haben mit dem unbeständigen Wetter zu kämpfen, feindseligen Indianerstämmen und der ungezähmten Wildnis.
Bei einem unglücklichen Wagenunfall kommt Leah schließlich ums Leben, nachdem der Versuch scheitert, ihr Bein zu amputieren. Der medizinische Standart der Zeit ist mehr als kümmerlich, und so können die Siedler auch nichts gegen die einfallende Cholera ausrichten. Viele müssen auf der Reise zurückbleiben und erreichen niemals ihr Ziel .
Auch Jacobs Bruder Jethro wird von der Krankheit getroffen, sodass die Familie zurückbleibt, um ihn zu pflegen.
Naomi Wheeler und der Stamm der Cheyenne
Was zunächst wie ein Unglück aussieht, erweist sich hinterher als Glück für die Wheelers: Denn unterdessen wurde ihr Treck von einer Gruppe Cheyennekrieger angegriffen, die keinen der Siedler am Leben ließen. Als Jacob den Wagen einholt, findet er nichts als die Überreste einer Schlacht.
Nur Naomi Wheeler hat den feindlichen Angriff überlebt. Sie wird als Gefangene in das Dorf der Cheyenne gebracht und erhält dort den Namen "Fünf Pferde". Schließlich wird sie sogar in den Stamm integriert und mit einem seiner Männer verheiratet. Mit der Zeit ergibt sich Naomi in ihr neues Schicksal und führt sogar, gegen alle Vorbehalte, ein recht zufriedenes Leben.
Jacob kämpft allein um sein Leben
Während Jethro sich von der Cholera erholt, wird Jacob von feindlichen Kriegern so schwer verletzt, dass er seine Familie ohne sich weiterziehen lässt. Sie erreicht die Schwelle zu Kalifornien ohne die Gewissheit, was aus Jacob geworden ist. Ohne die Hoffnung auf ein Wiedersehen geht Frau mit dem Donnerherz mit Jethro eine neue Ehe ein, während Jacob in der Wildnis ums Überleben kämpft. Denn wider aller Erwarten schafft er es zu überleben, und mit dem Eintritt in die Armee zieht er in den Kampf gegen Mexiko. Erst nach mehreren Jahren führt ihn sein Weg nach Kalifornien, wo er eine geschlossene Familie sieht, in der er seinen Platz verloren hat.
"Into the West" im Internet
