Maria Höfl-Riesch bei Sieg von Lindsey Vonn auf Rang vier

Maria Höfl-Riesch fuhr bei der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen auf Rang vier - DSV
Maria Höfl-Riesch fuhr bei der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen auf Rang vier - DSV
Bei Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius mussten die Frauen bei der Weltcup-Abfahrt nicht nur gegen die Uhr, sondern auch die Eiseskälte ankämpfen.

Maria Höfl-Riesch verpasste beim Heim-Weltcup von Garmisch-Partenkirchen das Podest nur denkbar knapp. Die 27-jährige vom SC Partenkirchen fuhr mit einem Rückstand von knapp einer Sekunde auf Lindsey Vonn auf Rang vier. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von Vancouver markierte mit einer Laufzeit von 1.44,86 Minuten einmal mehr die Bestzeit und feierte im Werdenfelser Land ihren 50. Weltcupsieg. Mit einem Rückstand von 41 Hundertstel überraschte die Schweizerin Nadja Kamer als Zweite. Mit Rang drei bestätigte Tina Weirather (Liechtenstein) auch bei der Kandahar-Abfahrt ihren Aufwärtstrend.

Sibirisches Kältehoch "Cooper" macht Skirennläuferinnen zu schaffen

Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius, bei ansonsten besten äußeren Bedingungen kennzeichneten das zweite Weltcup-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen. Bei der Abfahrt der Frauen waren eine schützende Gesichtsmaske und Hautschutzcremes ein unabdingbares Utensil. Und: Bei den Service-Technikern war angesichts der klirrenden Kälte auch der Griff in die richtige Wachskiste gefragt. Denn die strengen Minusgrade machten den Schnee stumpf - die Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen entwickelte sich für die 49 Fahrerinnen teilweise zu einem Materialrennen. Die Südtirolerin Johanna Schnarf setzte mit einer Laufzeit von 1.47.03 Minuten die erste Richtzeit auf der Kandaharstrecke. Der Start der Frauen-Abfahrt erfolgte am "Trögelhang". Doch bereits Nadja Kamer setzte mit einer Laufzeit von 1.45,27 Minuten eine neue Bestmarke.

Olympiasiegerin Rebensburg bei Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen chancenlos

Mit der Startnummer zwölf war Viktoria Rebensburg ins Rennen gegangen. Doch die Riesenslalom-Olympiasiegerin von Vancouver 2010 war beim Heimrennen von Garmisch-Partenkirchen ohne Chance, obwohl sie keine offensichtlichen Fehler machte. Mit einer Laufzeit von 1.47,54 Minuten landete die 22-jährige vom SC Kreuth im geschlagenen Feld. "Es ist ein sehr großer Rückstand, ich weiß auch nicht so richtig an was es lag“, rätselte Rebensburg nach dem Rennen.

Lindsey Vonn feiert in Garmisch-Partenkirchen den 50. Weltcupsieg

Und die Bestzeit von Kamer sollte bis zur Startnummer 17 halten. Denn dann kam Lindsey Vonn. Die Führende im Gesamtweltcup stellte ihre Extraklasse erneut unter Beweis. Mit 1.44,86 Minuten war die US-Amerikanerin einmal mehr das Maß aller Dinge. "50 Siege - das ist der Wahnsinn. Ich wusste gar nicht, dass ich so einen großen Rückstand auf Nadja Kamer hatte", strahlte die blonde Ausnahmeathletin mit der Sonne um die Wette. Hernach musste auch die Österreicherin Elisabeth Görgl erkennen, dass Vonn mit einem Rückstand von 1,25 Sekunden nur schwer beizukommen ist. Gleiches galt auch für Tina Weirather, die Tochter von Hardy Weirather und Hanni Wenzel durfte sich für einen Moment Hoffnung machen, die Amerikanerin abfangen zu können. Am Ende reichte es für die Liechtensteinerin mit 79 Hundertstel Rückstand "nur" zu Rang drei.

Maria Risch fährt knapp am Podest vorbei

Nach ihrer krankheitsbedingten Rennpause in Bad Kleinkirchheim kommt Maria Höfl-Riesch immer besser in Fahrt. Zwar konnte die zweifache Bronzemedaillengewinnerin von Garmisch-Partenkirchen im Jahr 2011 Lindsey Vonn ebenfalls nicht bezwingen. Mit einem Rückstand von 99 Hundertstel reichte es für die 27-jährige Zöllnerin zum vierten Rang. "Es war knapp daneben, aber es war trotzdem ein gutes Rennen. Lindsey ist unten wieder sensationell gefahren", sagte Höfl-Riesch und freute sich schon auf den Super-G am Sonntag. Das ZDF überträgt das Rennen live.

Julia Mancuso gewinnt Super-G von Garmisch-Partenkirchen

Julia Mancuso hat am Sonntag (5. Februar 2012) den Super-G der Frauen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Die US-Amerikanerin bewältigte die Kandahar-Strecke in 1.20,50 Minuten und sprang dabei für Lindsey Vonn in die Bresche. Die Weltcup-Führende war nach einem Torfehler ausgeschieden. Mit einem Rückstand von 13 Hundertstel fuhr die Österreicherin Anna Fenninger auf den zweiten Stockerl-Platz. Dritte wurde Tina Weirather (Liechtenstein) mit 45 Hundertstel Rückstand auf die Siegerin.

Maria Höfl-Riesch auch im Super-G auf Rang vier

Genau eine Zehntelsekunde fehlte Maria Höfl-Riesch zum Sprung auf das Podest. Wie tags zuvor in der Abfahrt kam die Lokalmatadorin wieder auf den vierten Rang und war damit erneut beste DSV-Starterin. Mit einem Rückstand von 1,82 Sekunden auf Mancuso enttäuschte Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg auf Rang 20 erneut.

Quelle: ZDF, fis-ski.com

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

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