
- Marilyn, Despite straight lines, The very best of - Amazon
Anfang der 80er Jahre, als Musikgruppen wie Culture Club (Boy George) und New Romantic die oberen Chartspositionen stürmten, tauchte auch Peter Robinson aka Marilyn (männliches Ebenbild zu Marilyn Monroe) in den Medien auf. Im Eurythmics-Musikvideo zu „Who's that girl“ spielt Marilyn neben Annie Lennox, Dave Stewart und Bananarama die Hauptrolle. Marilyn bekam darauf hin einen Plattenvertrag von Phongram Records, denn aufgrund seines guten Aussehens gab es bereits Plattenvorbestellungen, obwohl noch keine Single von Marilyn veröffentlicht war.
Marilyn-Single „Calling your Name“: Platz 1 in Japan und Top-Hit in Europa und Australien
Die erste Single-Veröffentlichung „Calling your name“ schoss 1983 in Japan auf Platz 1 der Charts und war Top 5 in Australien und England. Dieser Song ist seinem Kumpel Boy George gewidmet und handelt davon, dass er ihn ständig im Radio hört. Die Background- und Refrain-Lyrics stammen von Claudia Fontaine (inzwischen Backgroundsängerin von Robbie Williams). Bei TV-Auftritten sang auch die Grammy-Award-Gewinnerin Caron Wheeler – Stimme von „Soul II Soul“ („Back to life“) – mit. Es folgten weitere Single-Auskopplungen, die in den Top 40 der Charts landeten.
Teilnahme an Band-Aid-Aufnahmen zu „Do they know it's Christmas?“ und spätes Album-Release
Marilyn nahm 1984 bei den Aufnahmen der Charity-Single von Band Aid „Do they know it's Christmas“ teil. Erst 1985 – zwei Jahre nach der ersten Singleveröffentlichung – wurde sein Debütalbum „Despite straight lines“ veröffentlicht, das sich nicht mehr in den Charts platzieren konnte. Die letzte Singleauskopplung „Pray for that sunshine“ war noch in Dänemark und Portugal ein kleiner Hit und ist auf Wunsch von Marilyn nicht auf der „Best of“ enthalten.
Album „Despite straight lines“ wurde von Don Was produziert
Don Was von Was not was („Walk the Dinosaur“), der mit internationalen Show-Biz-Größen wie Kim Basinger, Ozzy Osbourne, Frank Sinatra Jr., Elvis Costello, Iggy Pop, Leonhard Cohen, Dire Straits und Bob Dylan zusammenarbeitete, produzierte „Despite straight lines“, das tiefgründige Love-Songs wie „Cry and be free“ (mit Saxophon-Solo) enthält. Die wunderschöne Ballade „You don't love me“ ist dem Filmscore-Instrumental zu „Susan... Verzweifelt gesucht“ (Madonna, Susan Seidelmann) sehr ähnlich. Beschwingt, sentimental, aber auch sehr optimistisch und vor allem sexy! „Baby you left me (In the cold)“ startet mit einem lauten „Brrrrrrrrr-Au!“ und ist eine richtig gute Tanz-Nummer, grandios produziert! Marilyns sanfte, zerbrechliche und eingängige Stimme wird von souligen Backgrounds und funky Instrumenten harmonisch abgerundet. Einen besseren und zerbrechlicheren Kontrast von Schwarz und Weiß hat es in der Musikgeschichte seit Marilyn nicht mehr gegeben.
Neu-Aufnahmen Marilyns und Bonus-Titel auf „Despite straight lines“
Die Neuauflage von „Despite straight lines“ als „Best of“ enthält zahlreiche Bonus-Titel, darunter B-Seiten, Extended-Versions, Mixe der Single-Hits und ist ein zeitloses Werk, das in keiner 80er-Jahre-, Soul- und anspruchsvollen Popmusik-Sammlung fehlen darf! Marilyn nahm Anfang 2000 neue Musik auf, die über Internetwebseiten veröffentlicht wurde. Darunter das von Boy George produzierte Norman-Greenbaum-Cover „Spirit in the sky“, das Sylvester-James-Cover „Sooner or later“, The-Stairsteps-Cover „Ooh child“ und die Promo-Veröffentlichung „How could I live?“.
Schlechter Gesundheitszustand und die Beziehung mit Gavin Rossdale machten wieder Schlagzeilen
1999 war Marilyn in der englischen TV-Dokumentation „Whatever happened to the Gender Bender“ in einem miserablen Zustand zu sehen, da er unter der Krankheit Agoraphobie (Angstzustände) leidet. 2009 machte er wieder Schlagzeilen mit seiner 5-jährigen, geheimgehaltenen Liebesbeziehung zu Gavin Rossdale (Ehemann von Gwen Stefani, „Bush“-Sänger).
CD Marilyn „Despite straight lines“ (The very best) erschien am 24.11.2008 expanded beim Label Cherry Pop.
