Wer mit dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen seinen Lebensunterhalt verdient, ist auf Marktanalysen angewiesen, die ihm seine Marktchancen für sein Produkt aufschlüsseln. Aber auch auf eine in der Gestaltung aussagekräftigen Website und eine Präsenz auf einer hilfreichen Internetplattform. Wenn Unternehmer und Geschäftsführer dem Weltmarktführer in der Marketingforschung, Arthur C. Nielsen Glauben schenken, sind es beim Kunden oft die alten Kaufmannseigenschaften, die den Ausschlag zum Kauf geben.
Ein Kauf wurde in der Zeit vor dem Internet auch mit einem Handschlag besiegelt
Ein Handel mit reeller Ware, zu einem angemessenen Preis, mit einem umfassenden Service für die Kunden, wurde in Zeiten der Kaufmannsgilden mit einem Handschlag abgeschlossen.
- Die Ware wurde begutachtet.
- Der Preis ausgehandelt
- Der Service besprochen
- Die Zahlungsbedingungen erörtert
Die Augsburger Handelsfamilie der Fugger und Hamburger und Bremer Kaufmannsfamilien waren Gründer eines weltweiten Handels, von dem auch heute noch profitiert wird.
Der Gründer der Marktforschung und seine Regeln
1931 entwickelte Arthur C. Nielsen den Nielsen Code, dessen Grundsätze und deren Befolgung ihn zum Weltmarktführer der Marketingforschung machten. Wer ihn einsetzt, kann, davon konnten sich schon viele Geschäftsleute überzeugen, mit einem langfristigen geschäftlichen Erfolg rechnen. Der Code ist noch heute gültig und dient dazu, den Beruf des Kaufmanns, auch in Zeiten des Internets, in Ehren zu halten.
Die Regeln des Nielsen Code:
- Lass Dich ausschließlich vom Interesse Deines Kunden leiten. Sage immer die Wahrheit.
- Akzeptiere einen Auftrag nur zu einem Preis, der Dir eine gründliche Durchführung ermöglicht. Dann erledige Deine Arbeit sorgfältig, egal was es kostet.
- Beachte jedes Detail, das Auswirkungen auf die Genauigkeit Deiner Arbeit hat.
- Behalte geschäftliche Probleme, derzeitiger und möglicher zukünftiger Kunden, für Dich. Gib Informationen nur mit deren Zustimmung weiter.
- Behalte stets die Wirtschaftlichkeit Deines Handelns im Auge, aber nur wenn diese mit Gründlichkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit vereinbar ist.
- Fordere einen Preis, der einen fairen Gewinn ermöglicht. Ändere ihn nur dann, wenn auch die Anforderungen sich verändern.
- Gib Deinen Kunden die gewünschten Informationen, sobald sie Dir in ausreichender Qualität zur Verfügung stehen, wie unbequem auch immer das für Dich sein mag.
- Lasse nichts unversucht, damit Deine Kunden den maximalen Gewinn aus ihrer Investition ziehen können.
Auch Firmeninhaber heutiger Zeit, die ihre Geschäftsabschlüsse oft im Internet tätigen und ihre Geschäftspartner nur selten zu Gesicht bekommen, tun, zum eigenen Nutzen und Segen der Allgemeinheit gut daran, die kaufmännischen Regeln des Nielsen Code auf ihr Geschäftsprinzip anzuwenden. sie überlegen gründlich, ob eine Internetpräsenz auf Facebook, Twitter oder Xing auch für ihre Firma in Frage kommt.
Fürs Marketing in sozialen Netzwerken sind neue Erfolgskriterien nötig, fordert Markus Spiller, Group Account Direktor für Kontinentaleuopa bei Sapient Interactive. Es sei Zeit Paradigmenwechsel vorzunehmen. Er erklärt in einem Interview mit internetworld.de: „Früher zählten beim Onlinemarketing nur quantitative Kriterien wie Reichweite, Klicks oder TKP." Im Bereich Web 2.0 spielten qualitative Kriterien eine große Rolle. Mit einem diesbezüglichen Engagement täten sich alle Beteiligten, nämlich Vermarkter, Werbetreibende und Netzwerke, noch schwer, ergänzt Spiller. Deshalb sollte die Initiative von den Plattformen ausgehen, denn diese würden ihre User am besten kennen und wüssten, was für diese attraktiv ist. Kreativität sei gefragt. Spiller erklärt weiter:"Internetnutzer haben gelernt, Marketing zu akzeptieren - wenn es die Funktionalität nicht beeinträchtigt und es in das Community-Angebot eingebettet ist." Gute Beispiele seien Unternehmen wie Dell, die Kundendienst via Twitter oder Coca-Cola, die für Ihren Brand „Burn" eine virtuelle Party&Lifestyle Sub-Community in Facebook anbieten.
Die Basis einer Firma sind die Mitarbeiter. Führungskräfte tun gut daran sich in einem Ratgeber für ein Personal Magement zu interessieren, was wirklich gut ist.
Quelle: Arthur C. Nielsen, Sr.Chairman, A. C. Nielsen Company, 1931
Interview: internetworld.de
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