Markus Wasmeier Bauernhof Museum am Schliersee

Das Marcus Wasmeier Museum am Schliersee - Marcus Wasmeier Museum
Das Marcus Wasmeier Museum am Schliersee - Marcus Wasmeier Museum
Wie war das bäuerliche Leben im 18. Jahrhundert? Im Markus Wasmeier Bauernhof Museum am Schliersee wird es noch richtig gelebt und dadurch auch erhalten.

Die Tradition bewahren, das Alte ehren und das Erbe pflegen, sind kurz zusammen gefasst die Beweggründe für Markus Wasmeier, als er 2007 das Bauernhof Museum am Schliersee eröffnet. Er möchte auch zukünftigen Generationen zeigen, wie das ländliche Leben in Bayern im 18. Jahrhundert ablief. So entstand am Schliersee in Bayern ein Museum, das weder verstaubt noch langweilig ist, sondern die Vergangenheit lebt und damit erhält.

Ein Bauernhofmuseum am Schliersee entsteht

Um diesen ehrgeizigen Plan zu verwirklichen, entsteht auf 60.000 Quadratmetern am Schliersee, der Heimat von Markus Wasmeier, das Bauernhofmuseum. Insgesamt sollen hier zehn Gebäude aus dem bayrischen Oberland detailgetreu wieder aufgestellt werden. Drei Höfe und sechs Gebäude wurden bereits an ihrem alten Standort abgebaut und auf dem Gelände Stück für Stück wieder genau errichtet. Ein Hof steht nun auch mit samt seiner ursprünglichen Einrichtung auf dem Museumsgelände.

Markus Wasmeier und der Erhalt der Tradition

Doch soll das Museum kein ruhiger Ort sein, der an die Vergangenheit erinnert. Alte Bauernhäuser vor schöner Kulisse war Marcus Wasmeier zu wenig. Vielmehr sollte in den errichteten Häusern das bäuerliche Leben im 18. Jahrhundert wieder erweckt werden. Denn auch der Erhalt alter Handwerkstradition, alter Herstellungsverfahren und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten sind ein Ziel des Bauernhofmuseums

Bier und Handwerk nach alter Tradition

So stehen auf dem Gelände neben den Bauernhäusern auch ein Handwerkshaus, in dem eine Brennerei, eine Schmiede, eine Schusterei und eine Schreinierei untergebracht sind. In einem Nebengebäude der Gaststätte befindet sich die Bierschöpf-Brauerei, die noch nach einem 300 Jahre alten Rezept Bier braut.

Erhalt alter Tierarten und Pflanzensorten

Neben dem Bewahren alter Handwerkstradition setzt sich Markus Wasmeier auch für den Erhalt alter Pflanzen- und Tierarten in seinem Museum ein. So wachsen im Museumsgarten Getreidesorten, Hanf, aber auch Obstsorten und Küchenkräuter, die heutzutage fast schon in Vergessenheit geraten sind. Damit soll nicht nur ein Bewusstsein für den Erhalt alter Kulturpflanzen geschaffen werden, sondern auch gezeigt werden, dass das bäuerliche Leben im 18. Jahrhundert beschwerlich war.

Ebenso geschah es bei den Tieren, die inzwischen auf dem Gelände des Museums leben. So grasen inzwischen Schaf- und Rinderarten auf den Wiesen, die traditionell von den Bauern rund um den Schliersee gehalten wurden. Aber auch Schweine, Enten und Hühner gehören fest zum Bestandteil des Bauernhofmuseums.

Anfahrt und Öffnungszeiten des Bauernhofmuseums

Das Museum liegt unmittelbar an der B 307 zwischen Bayrischzell und Miesbach am Südufer des Schliersees. Das Museum ist vom 1. April 2011 bis 06. November 2011 von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt sieben Euro, für Kinder von 8 bis 16 Jahre vier Euro. Alle Informationen zum Museum finden sich auch auf der Homepage.

Almut Winkler, Almut Winkler

Almut Barden - Als freie Autorin und Redakteurin schreibe ich hauptsächlich in den Bereichen Outdoor, Bergsteigen, Klettern und Camping. Neben ...

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