Massamba – eine mosambikanische Spezialität mit Kokos und Erdnuss

Kochen auf die afrikanische Art - Luisa-Theres Heinrich
Kochen auf die afrikanische Art - Luisa-Theres Heinrich
Massamba ist ein typisch mosambikanisches Gericht aus Maniokblättern, Kokosmilch und Erdnuss, das mit Reis oder Xima und gegrilltem Fisch gegessen wird.

Maniok ist eine Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika nach Afrika gekommen ist, und hier zu einer der wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt wurde. Ihre Wurzeln und Blätter werden auf vielfältige Art und Weise gebraucht, können aber nur gut gekocht gegessen werden. Die Mosambikaner machen daraus Massamba – ein Gemüsegericht, das aus Maniokblättern, Kokosmilch und Erdnussmehl zubereitet wird. Es ist für europäischen Geschmack etwas ungewöhnlich, aber auch sehr wohlschmeckend.

Wie wird das mosambikanische Gericht zubereitet?

Zunächst müssen die Zutaten vorbereitet werden. Die meiste Zeit brauchen dafür die Erdnüsse, zumindest wenn sie frisch vom Markt kommen. Dann müssen sie nämlich erst in Sand geröstet, gesäubert, geschält und im Mörser zerkleinert werden. Die Kokosnuss wird mit einer Machete geöffnet und das Fleisch mit einem „Ralo“ – einem kleinen Hocker mit einem Schaber an der Ecke – herausgeschabt. Man erhält dann frische Kokosflocken, die mit warmem Wasser aufgefüllt werden, um danach die Kokosmilch herauspressen zu können. Der Umgang mit den Maniokblättern dagegen ist relativ einfach – sie werden gewaschen und kleingeschnitten.

In einem Topf brät man jetzt die Maniokblätter in etwas Öl an und lässt sie kochen. In einem anderen Topf presst man mit der Hand aus den Kokosflocken die Milch heraus und lässt sie zusammen mit etwas Erdnussmehl unter Rühren aufkochen. Die Soße wird mit einem Päckchen Caldo – das ist Hühnerbrühpulver – gewürzt und noch einmal gut umgerührt. Wenn die Maniokblätter fast gar sind, wird die Kokos-Erdnusssoße dazu geschüttet und man lässt alles zusammen noch einmal aufkochen: Schon ist das Massamba fertig.

Zum Massamba essen die Mosambikaner Reis, ihr Hauptnahrungsmittel, oder Xima, einen weißen, lockeren Maisbrei. Dazu gibt es gegrillten Fisch oder Hühnchen. Variiert wird diese Mahlzeit mit unterschiedlichen Blattarten als Grundlage. Anstatt von Maniok werden Kürbisblätter oder auch Grünkohl verwendet.

Tipps für das Nachkochen von Massamba zu Hause

Wer jetzt Lust darauf hat, dieses Gericht selber auszuprobieren, wird auf einige Schwierigkeiten stoßen. Die Hauptzutat ist nämlich in Deutschland nur schwer zu bekommen. Letztendlich kann man Massamba aber mit allem essbaren „Grünzeug“ kochen – es bieten sich Wirsing, Grühnkohl, Spinat oder auch Feldsalat und Rucola an.

Frische Kokosnüsse zu kaufen und auszuschaben mag zwar möglich sein, ist aber ohne das richtige Werkzeug ein sehr mühsamer Prozess und außerdem teurer als einfach eine Büchse Kokosmilch zu nehmen. Die Büchse vor dem Öffnen gut schütteln, denn durch das lange Stehen bildet sich ein Absatz auf der Kokosmilch, der aber auch durch die Hitze beim Kochen sofort flüssig wird.

Erdnussmehl kann man einfach selber machen, indem man eine Packung Erdnüsse kauft, die noch in ihrer Schale geröstet wurden. Die Schale entfernen, und dann einfach in der Küchenmaschine oder dem Mixer häckseln, bis alle Erdnüsse zerkleinert sind. Wer es lieber salziger mag, kann auch eine gesalzene Dose Erdnüsse nehmen, und Faulpelze benutzen einfach Erdnussbutter. Als Caldo kann man einen Löffel Hühner- oder Gemüsebrühpulver nehmen, oder einfach etwas Salz.

Jetzt kann man das Massamba und Reis kochen, als Fleischbeilage eine zarte Hühnerbrust anbraten und sich für ein paar Momente wie in den Subtropen fühlen.

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Luisa-Theres Heinrich - Ich liebe es, in andere Sprach- und Kulturwelten einzutauchen und interessiere mich für alles, was mit Entwicklungshilfe, ...

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