
- Der traditionelle grüne Tee - Steffi Pelz
Gewonnen wird der Tee aus den Blättern des Matestrauchs. Der grünliche Aufguss hat in Südamerika schon sehr lange Tradition. Mate wird von den südamerikanischen Arbeitern gegen körperliche und geistige Ermüdung, Hunger und Hitze getrunken. Mate enthält viel Koffein, welches aber durch spezielle Verbindungen mit anderen Wirkstoffen langsam und dosiert an den Organismus abgegeben wird. Die belebende Wirkung hält so länger an und ist gleichzeitig verträglicher. Das Besondere an Mate ist der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Der hohe Kaliumgehalt reguliert den Wasserhaushalt, Magnesium sorgt für optimale Versorgung der Muskeln. Matetee steigert den Fettstoffwechsel, die enthaltenen Saponine wirken fettspaltend. So kann Matetee als Diätbegleiter eingesetzt werden.
Regelmäßiges Trinken dieses grünen Getränks, etwa fünf Tassen täglich, stellt einen sehr guten Immunschutz dar. Die Anzahl der Interferone (wirksamste Abwehrtruppe gegen Viren und Bakterien) erhöht sich, außerdem bekämpfen die enthaltenen Caffeoyl-Chinasäuren aggressive Sauerstoffradikale und hemmen Krebszellen im Wachstum. Besonders beliebt ist der Matetee auch, weil er den Hunger lindert und so beim Abnehmen hilft. Matetee kann jedem isotonischen Getränk Konkurrenz bieten. Schon eine Tasse ersetzt die wichtigsten Mineralien, die in einem Liter Schweiß verloren gehen. Der Tee ist somit für Sportler sehr geeignet, der Körper bleibt über einen längeren Zeitraum belastbar. Der Abbau von Kohlenhydraten und Fetten unter Verwendung von Sauerstoff braucht länger, dadurch bleiben die Muskeln länger einsatzfähig. Natürlich nützt dem Sportler auch die Tatsache, dass Mate die Durchblutung anregt.
Fünf Heilkräfte des Matetees
Mate stabilisiert die Knochen. Der Tee liefert Kalzium, welches Knochenschwund verhindert und Thiamin, was entzündungshemmend wirkt und Gelenkschmerzen vorbeugt. Mate wirkt gegen Depressionen. Das Gehirn wird durch das Tee-Koffein dazu angeregt, den "Glücksbotenstoff" Dopamin freizusetzen, was gegen leichte Depressionen hilft. Mate verhindert Arteriosklerose. Mate liefert Rutin - ein Stoff, der unsere Gefäße schützt. So verbessert sich die Fließeigenschaft des Blutes, das Infarktrisiko sinkt. Mate baut Stress ab. Der Inhaltsstoff Matein baut das Stresshormon Cortisol ab. So kann man sich entspannt fühlen und voll konzentrationsfähig sein. Mate stärkt den Magen. Matetee liefert Schutz vor Gastritis, da er Säuren abschwächt, die die Magenwände attackieren und er baut bereits zerstörte Magenschleimhautbereiche wieder auf.
Matetee auch mal anders
Man kann Matetee auch als fruchtig-frischen Cocktail genießen. Je nach Geschmack kann man Alkohol, Fruchtsäfte, Eis, Früchte oder Wasser mit dem Tee zu einem köstlichen Getränk werden lassen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, man kann mit Curacao, Rum, Campari ebenso arbeiten wie mit Bananen- oder Maracuja-Nektar, Orangensaft oder Kokossirup, Grapefruit oder Birne. Ein Mate-Eistee ist zum Beispiel schnell zubereitet: den Tee gut durchkühlen lassen und mit Eiswürfeln servieren.
Bildnachweis: 1 Bild © Steffi Pelz / pixelio.de, 2 Bild © pan / pixelio.de
