
- Beispiel für Matjestatar - Stockfood
Wieder einmal steht eine Party an, doch was kann man erneut den Gästen als Snack anbieten? Fällt die Wahl schließlich auf etwas Fischiges, so bleibt noch zu überlegen, was genau dies sein könnte; schließlich sollte wenig Aufwand dahinter stecken und zudem muss der Snack doch, wie der Name schon sagt, in mundgerechten Happen angeboten werden. Zugegeben, die Kombination wirkt zunächst recht ausgefallen, aber sie überzeugt schnell, zumindest diejenigen, die Fisch mögen: Matjestatar an Pumpernickel.
Matjes - nicht nur lecker, sondern auch gesund
Fisch gehört bekanntermaßen zu den gesünderen Lebensmitteln, welche wir tagtäglich zu uns nehmen. Matjes oder auch Salzhering im Besonderen ist durch seine Herstellung jedoch besonders gut für die Gesundheit: Die noch nicht geschlechtsreifen jungen Heringe werden im Frühjahr gefangen. Damit aus diesen letztlich Matjes wird, werden die Jungfische teilweise ausgenommen, sodass allerdings noch einige Teile des Darms sowie die enzymreiche Bauchspeicheldrüse in ihm enthalten bleibt. Wenn der Fisch nun anschließend für etwa fünf Tage in einer Salzlake (traditionell in einem Eichenfass) eingelagert wird, bewirken diese Innereien, dass das Fleisch teilweise fermentiert und somit noch verdaulicher gemacht wird als es ohnehin bereits ist. Zudem hat Matjes den Vorteil, dass er viele mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren enthält, welche sowohl Blutfettwerte als auch Bluthochdruck reduzieren können. Außerdem fördert der Verzehr des Fisches die Durchblutung, weshalb der Verzehr auch zur Vorbeugung von Blutgerinnseln sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten beitragen kann.
Außerdem wird der Matjes mit Pumpernickel, einem westfälischen Vollkornbrot aus Roggenschrot serviert wird, bleibt der Snack recht gesund. Das Schwarzbrot überzeugt nicht nur dadurch, dass es kalorienarm und gleichzeitig sättigend ist, sondern auch dadurch, dass für die Herstellung Roggen verwendet wird, der noch kaum behandelt ist.
Folglich lohnt es sich auch für Ernährungsbewusste die Nordseespezialität mit dem ur-westfälischen Vollkornbrot zu probieren.
Die Zubereitung des Matjestatars
Zutaten für etwa 10 Portionen:
300 g Matjesfilets
1 große Zwiebel
etwas frischen Schnittlauch oder Petersilie
Eigentlich geht die Zubereitung des Matjestatars recht einfach und schnell: Die Filets werden mit einem Küchentuch kurz abgetupft, sodass sie nicht mehr ganz so fettig sind. Anschließend werden sie mit einem möglichst scharfen Messer in möglichst kleine Stücke geschnitten – schließlich handelt es sich ja bei Tatar um sehr fein zerhacktes (im Normalfall Rind-)Fleisch. Auch die Zwiebel und der Schnittlauch erleiden nun das gleiche Schicksal wie der Fisch und werden zerkleinert, sodass sie zwar Geschmack geben, man jedoch beim Verzehr nicht das Gefühl hat, man hätte ein großes Stück Zwiebel in dem Mund. Diese Zutaten werden nun zusammengemischt, gut verrührt und mit ein wenig Pfeffer verfeinert.
Nun kann es schon ans Anrichten des Snacks gehen
Wer das Pumpernickel nicht gerade selbst backen möchte, kann – damit es schön aussieht, dies auch in rundlicher Form käuflich erwerben. Die Brotscheiben mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern sehen gut aus, wenn sie auf einem Tablett hübsch angerichtet liegen und sind zudem mit einem Haps im Mund. Somit sind sie perfekt für einen Snack, der bei einer Party gereicht wird.
Auf die einzelnen Brotscheiben wird nun das Matjestatar mit etwas Druck gegeben, sodass es nicht wieder herunterfallen kann und am Ende eine etwa 0,5-1cm dicke Schicht des Fisches sich auf dem Pumpernickel befindet. Die einzelnen Brotscheiben können nun noch mit ein wenig Petersilie oder Ähnlichem dekoriert werden, damit das ganze etwas mehr Farbe bekommt. Und schon ist der Snack, der die Westfalen mit den Holländern verbindet, fertig.
Lassen Sie es sich schmecken!
