Maui ist die zweitgrößte Insel des Hawaii-Archipels und wird oftmals auch als die magische Insel oder die Zauberinsel bezeichnet. Grund dafür sind neben der einzigartigen, märchenhaft anmutenden Landschaft auch die traumhaften Sonnenuntergänge und die ursprüngliche Gemächlichkeit des Lebens auf dieser Insel.
Der Haleakala thront über allem
Wie alle Inseln Hawaiis ist auch Maui geprägt von den Vulkanen, aus denen es entstanden ist. Der größte und bedeutendste unter ihnen ist der Haleakala, der bis vor einigen hundert Jahren noch sehr aktiv war und auch heute noch nicht als erloschen gilt. Er ist Zentrum des gleichnamigen Nationalparks und ein beliebtes Ziel für Besucher. Dabei hat man die Wahl, ob man die einmalige Landschaft aus Kratern, Lavafeldern und Geysiren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar auf dem Rücken eines Pferdes erkundet. Belohnt wird man in jedem Fall mit einer atemberaubenden Aussicht über die Insel und vielleicht auch mit einem der berühmten wunderschönen Sonnenuntergänge Mauis.
Auf dem Weg durch's verzauberte Land
Die Road to Hana ist ebenfalls ein Muss für jeden Maui-Besucher. Sie führt von der Stadt Kahului durch das quirlige Städtchen Paia, einem Zentrum für Windsurfer aus aller Welt, weiter durch Regenwälder, vorbei an Wasserfällen, versteckten Badeteichen und mystisch anmutenden schwarzen Sandstränden bis ins verträumte Städtchen Hana. Von hier aus geht die kurvenreiche Fahrt weiter in Richtung der Oheo Gulch, auch Seven Sacred Pools genannt, einer Schlucht, die stufenförmig ins Meer abfällt. Weitere Höhepunkte auf dieser Fahrt sind die historische Cowboystadt Makawao sowie der botanische Garten von Kula.
Moderne trifft auf Geschichte
Ein weiteres Highlight ist die ehemalige Hauptstadt aller hawaiianischen Inseln, Lahaina. Sie ist lebendiges Touristenzentrum und historisches Museum Mauis zugleich. Früher ein Zentrum der Walfangindustrie, ist die Stadt heute ein nationales Denkmal, und viele historische Stätten wurden seit den 1960er Jahren aufwendig restauriert. Eine davon ist zum Beispiel das Pioneer Inn, eine über hundert Jahre alte Walfängerkneipe am Hafen von Lahaina. Im Kontrast dazu stehen die modernen Hotels, Restaurants, Shops und Galerien, wo sich sowohl Einheimische als auch Besucher tummeln und die Stadt mit Leben füllen.
Urlaub (wie) im Paradies
Der Süden Mauis ist die wahre Sonnenseite der Insel. Hier befindet sich das Städtchen Kihei, ein sehr beliebter Touristenort mit ausgelassenem Strand- und Nachtleben. Außerdem liegen hier die luxuriösen Ferienorte Wailea und Makena, mit ihren exklusiven Hotel- und Golfanlagen. Das gesamte Gebiet um die Maalaea Bay eignet sich hervorragend zum Surfen, Schnorcheln und Tauchen. Sogar Buckelwale lassen sich hier vor allem zwischen November und März beim Überwintern beobachten.
Die beiden größten Städte der Insel sind Wailuku und Kahului. Hier findet man alles, was man von einer Großstadt erwartet. Hotels, Geschäfte, Restaurants und natürlich auch die auf Hawaii allgegenwärtigen Künstler und Handwerker, die ihre eindrucksvollen Werke überall in den Straßen und Galerien ausstellen und verkaufen. In den letzten Jahren hat Maui sich zu einem regelrechten Einkaufsparadies entwickelt. Sämtliche namhaften Designerlabels haben inzwischen Boutiquen auf der Insel, von kleinen Antiquitätenläden bis hin zu riesigen Einkaufszentren ist hier alles vertreten.
Trotz dieser Hinwendung und Öffnung zum Trubel und Kommerz des modernen Lebens hat sich Maui, das immerhin noch zu rund 75 Prozent aus Wildnis besteht, sein ursprüngliches, magisches Flair bewahrt und jeder Besucher ist herzlich willkommen, den unverwechselbaren Zauber dieser Insel für sich selbst zu entdecken.
Siehe auch: Big Island - Hawaiis größte Insel
