Max-Schmeling-Halle in Berlin

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle erzeugt Strom

Max-Schmeling-Halle  - Sven Fauth
Max-Schmeling-Halle - Sven Fauth
Auf dem Dach der Max-Schmeling-Halle in Berlin erzeugt seit dem 21. Januar 2010 eine Photovoltaikanlage auf nachhaltige Weise Strom aus Sonnenenergie.

Die Max-Schmeling-Halle, benannt nach dem berühmten Boxer Max Schmeling, befindet sich im Prenzlauer Berg in der Nähe des Mauerparks und des Mauerparkflohmarktes. Die Mehrzweckhalle, ursprünglich anlässlich der Bewerbung zur Olympiade für das Jahr 2000 als reine Boxhalle konzipiert, wurde 1996 nach einer Bauzeit von vier Jahren fertiggestellt. Gebaut und entworfen wurde die Halle vom Architektentrio Jörg Joppien, Albert Dietz und Annette Maud-Joppien. Die Eröffnung der 205 Millionen DM (105 Millionen Euro) teuren Halle fand im Sommer 1997 statt.

Sehr gute Verkehrsanbindung über U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn

Die Max-Schmeling-Halle ist sehr gut über öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen, sowohl über die Haltestelle Eberswalderstraße der U-Bahnlinie 2, über die S-Bahnhöfe Gesundbrunnen beziehungsweise Schönhauser Allee als auch über die Straßenbahnlinien M1 (Haltestelle Milastraße) und M10 (Haltestelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark). Von der Haltestelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark kann man die Max-Schmeling-Halle fußläufig innerhalb von drei Minuten erreichen.

Zum Leidwesen der Anwohner fehlen Besucherparkplätze

Aufgrund der als hervorragend zu bezeichnenden Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr hat man beim Bau der Halle auch bewusst konzeptionell auf gesondert ausgewiesene Besucherparkplätze verzichtet, was bei den Anwohnern nicht unbedingt auf Verständnis stößt. Auf der Homepage der Max-Schmeling-Halle wird explizit darauf hingewiesen, daß die Halle über keine eigenen Besucherparkplätze verfügt und öffentliche Parkplätze in der Nähe der Halle nur sehr beschränkt zur Verfügung stehen. Dem Besucher wird angeraten, öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Eine weitere Besonderheit ist, daß die Halle zu etwa zwei Dritteln versenkt ist.

Internationale Stars und Berliner Füchse

Die Halle wurde und wird für die Handballheimspiele der Berliner Füchse, für Volleyball oder Basketballspiele, aber auch für Kongresse, Tanz- und Galaveranstaltungen genutzt. Internationale Stars wie Madonna, Jean Michel Jarre oder Bob Dylan sind bereits in der Halle aufgetreten, wobei die Zuschauerkapazität bei Konzerten bis zu 11.900, bei Sportnutzung hingen nur etwa 8.500 beträgt. Wie auch andere Veranstaltungshallen leidet die Max-Schmeling-Halle unter der im Jahre 2006 in Friedrichshain errichteten O2 World. So verlegte beispielsweise der Basketballverein Alba Berlin seine Heimspiele von der Max-Schmeling-Halle in die O2 World.

Umweltfreundliche Photovoltaikanlage

Der umweltfreundlich erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist und soll mit einer jährlichen Produktionsmenge von mehr als 250 Megawattstunden den Jahresbedarf von etwa 100 durchschnittlichen Haushalten abdecken. Diese Photovoltaikanlage ist die größte ihrer Art auf einem öffentlichen Gebäude in Berlin und die Millioneninvestition soll sich nach 17 Jahren amortisieren. Verantwortlich für die Montage der Solarzellen zeichnet sich die Berliner Energieagentur, die auf einer Dachfläche von etwa 8.000 Quadratmetern mehr als 1.000 Module installiert hat. Auch zur Vermeidung des Treibhausgases Kohlendioxid wird die Anlage beitragen und immerhin jährlich 220 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Quellen und Links

http://www.max-schmeling-halle.de

http://www.berliner-energieagentur.de

Sven Fauth, © Sven Fauth

Sven Fauth - Studium der Volkswirtschaftslehre in KonstanzStudium der Landschaftsplanung in BerlinAls selbständiger Künstler erstelle ich ...

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