Maybrit Illner: "Europa zankt, der Bürger zahlt - Euro gerettet?"

Hohe Erwartungen bei Maybrit Illner - ZDF/Carmen Sauerbrei
Hohe Erwartungen bei Maybrit Illner - ZDF/Carmen Sauerbrei
Nach dem Gipfel ist in Sachen Euro und Finanzkrise immer wieder gleich vor dem Gipfel. Am 26.10. können nicht alle notwendigen Beschlüsse gefasst werden.

Maybrit Illner kämpft beim ZDF mit hohen Einschaltquoten gegen die fünf Talkshows der ARD. Aber auch sie muss am 27.Oktober um 22.35 Uhr in ihrer Talkshow beim ZDF die Euro- und Finanzkrise behandeln, weil dieses Thema zu Zeit alles beherrscht. Am Abend des 26. Oktober schaut die ganze Welt wie gebannt auf Brüssel, weil dort die Staats- und Regierungschefs der EU ihren Gipfel abhalten. Die Spannung ist groß, die Erwartungshaltung noch viel größer.

Hohe Erwartungshaltungen an die Beschlüsse des Gipfels

Gelingt jetzt endlich der große Wurf? Durch fadenscheinige und halbherzige Beschlüsse in der Vergangenheit wurde Zeit, sehr viel Zeit verloren. Die Rettung wurde immer teurer, aber ohne Garantie für die Lösung der Probleme. Und die Schuldenkrise hat sich weiter verschärft. Kann Griechenland noch geholfen werden? Wenn ja, was passiert mit Spanien, Portugal, Italien und eventuell auch Frankreich? Welche Beschlüsse können die Probleme lösen, die Sicherheit auf dem Finanzmarkt wieder herstellen und dem Euro Vertrauen bringen? Eigentlich sollten die 27 Staats- und Regierungschefs am 26.10. in Brüssel über ein zweites Rettungspaket für Griechenland mit einem erhöhten Forderungsverzicht privater Gläubiger verhandeln und beschließen, über die Hebelwirkung des Rettungsschirms EFSF sprechen und über eine stärkere Kapitalisierung der Banken reden und entscheiden.

Die deutsche Position bei den Gesprächen

Eine sehr breite Mehrheit im Deutschen Bundestag unterstützt die deutsche Position bei den Gipfel-Beschlüssen. Nur die Linken sind ausgeschert, weil nach ihrer Ansicht nur den Banken geholfen würde, nicht aber den Griechen und den Deutschen. Bundeskanzlerin Merkel hatte zu den Gipfelgesprächen an letzten Wochenende angemerkt, dass dieses Treffen mit guten Weichenstellungen den Gipfel vom 26. Oktober vorbereiten sollte. Davon sind die Beteiligten inzwischen wieder abgerückt. Nun hieß es in Kreisen der Euro-Länder und seitens der EU-Kommission, konkrete Zahlen würden wohl nicht beschlossen werden. Am Abend treffen sich die 27 Staats- und Regierungschefs der Mitglieder der Europäischen Union in Brüssel, um die Gespräche vom Wochenende fortzusetzen.

Was nun?

Ist nach den Gesprächen in Brüssel der Euro jetzt gerettet? Sind die Finanzmärkte beruhigt? Ist der Privatsektor angemessen beteiligt an der Lösung der Krise? Oder zahlt der Steuerzahler durch den Schuldenschnitt wieder mal allein die Zeche? Griechenland hat einen 48-Stunden-Generalstreik hinter sich. Die Krise hat auch die deutsche Wirtschaft erfasst. Die Bundesregierung rechnet für 2012 noch mit knapp einem Prozent Wachstum. Unablässig weiter wachsen dagegen die Protestbewegungen und die Wut der Bürger.

Die Gäste bei Maybrit Illner

Es bleibt abzuwarten, ob Maybrit Illners Gäste überhaupt über gefasste Beschlüsse diskutieren können und, fall ja, welche. Maybrit Illner wird

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag,

Alexander Graf Lambsdorff, FDP-Abgeordneter im Europaparlament,

Michael Kemmer vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) und

Harald Schumann, Journalist, Autor und Finanzexperte,

im Studio begrüßen können.

Quellen: ZDF-Presseerklärung, Maybrit Illner/ZDF

Bildnachweis: © ZDF/Carmen Sauerbrei

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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