Beinahe pünktlich zum Start der Wintersportsaison am 04. Dezember hier ein Tipp, für alle Wintersportbegeisterten, die dieses Jahr noch nicht wissen, wo sie ihren Snowboard-Urlaub verbringen sollen: Mayrhofen im Zillertal bietet auf etwa 150 Pistenkilometern, was das Boarder-Herz begehrt.
Anreise ins Zillertal
Vorbei an München geht es auf der A93 Richtung Innsbruck/Kufstein. Wer einem teuren Aufeinandertreffen mit der österreichischen Gebührenmafia entgehen will, sollte vorher in jedem Falle eine Vignette erstehen. Hat man die Grenze erst mal überquert, folgt man der E45/E60 bis zur Ausfahrt 39 – Wiesing und fährt weiter Richtung Achensee/Zillertal. Den Kreisverkehr verlässt man an der zweiten Ausfahrt und findet sich nun auf der Achenseestr./B181 wieder. Ab hier einfach dem gut beschilderten Weg Richtung Mayrhofen folgen.
Mit der Gondel zum Gipfel des Penken
Die Talstation der Penkenbahn befindet sich im Zentrum von Mayrhofen auf 630m und ist von allen umliegenden Hotels und FEWOs gut erreichbar. Die erste Gondel startet um 08:30 Uhr gen Gipfel. Auf der Bergstation in knapp 2000m Höhe angekommen eröffnet sich Einem die ganze Winterpracht. Pisten, wohin das Auge blickt und für Jedermanns Geschmack: entweder von Bäumen gesäumt, relativ gemütlich und schmal oder über die steile Kante ins offene Schneemeer, breit und schnell mit einem wunderschönen Panoramablick über das Tal. Die Anstehzeiten sind adäquat. Dafür sorgen jede Menge Sessellifte von Zweier- bis Sechser-„Bubbles“, die sich von der Bergstation aus wie Arme eines Tentakels in alle Richtungen ausdehnen und gut ausgebaute und durchdachte Ziehwege, die Einen zügig genau dorthin bringen, wo man hin will.
Für einen Tag ist das Gebiet zu groß, mindestens zwei Tage, wenn nicht ein verlängertes Wochenende sollte man Zeit haben, um die Pistenlandschaft zu genießen und auch gut ausnutzen können, denn die Skipässe sind nicht eben günstig. So kostet ein Ein-Tages-Pass für Erwachsene derzeit 41.50 EUR, für Kinder immer noch stolze 33,00 EUR, für zwei Tage wird knapp das Doppelte fällig: 80,50 EUR pro Erwachsenen und 44,00 EUR für Kinder. Dennoch lohnt es sich.
Mit der Gondel auf den Ahornberg
Ebenfalls in Mayrhofen, jedoch ein wenig versteckter, findet sich die Talstation des Ahornbergs, der auf den Gipfel des gegenüberliegenden Ahorns führt. Hier gibt es zwar weit weniger Pisten als auf dem Penken, aber auch dort hat der Schneebegeisterte Fun. Viele gemütlichere Strecken gibt es zu entdecken und bietet eine gute Abwechslung zu dem komplexen Penken-Pisten-Netzes – ist der Ahorn doch weit kleiner und übersichtlicher. Hier kann man es für einen Tag gut aushalten.
Über Preise und Abfahrtszeiten kann man sich direkt auf der Homepage der Ferienregion Mayrhofen informieren, einen Überblick über das komplette Gebiet um den Penken- und Ahornberg bietet diese Karte.
Talabfahrt nach Mayrhofen
Entweder nimmt man die letzte Gondel der Penkenbahn, die die Bergstation letztmalig um 16:30 Uhr verlässt oder man findet den Mut für die Talabfahrt. Hier ist zu beachten, ob die Talabfahrt freigegeben ist. Bei schlechtem Wetter wird auch Experten davon abgeraten.
Après-Ski in Mayrhofen
Hat man Mayrhofen auf die eine oder andere Art sicher wieder erreicht, ist die Zeit reif für einen kleinen Umtrunk, um seine Leistung auf der Piste zu begießen. Direkt neben der Station liegt die „Ice Bar“ – gleichermaßen berühmt und berüchtigt. Normal ist hier nichts. So sind auch die Barkeeper für jeden Spaß zu haben und setzen sich auch schon mal Perücken auf und posieren für die Fotolinse, während echte Skihaserl auf dem Tresen tanzen, während man seinen Glühwein, Jagertee oder auch ein süffiges Importbier genießt. Wer alleine reist, hat auch keinerlei Probleme Anschluss zu finden. Spaß ist hier auf jeden Fall garantiert.
Nachts in Mayrhofen
In einem der zahlreichen Restaurants oder Bistros kann man den Abend gemütlich ausklingen lassen. Auch für den richtigen Gaumenschmaus wird hier Sorge getragen, so dass Jeder etwas finden sollte, was er gerne isst. Hat man nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg jedoch noch genug Energie, empfiehlt sich ein Besuch in der „Schlüsselalm“. Diese bietet an jedem Abend der Woche ein anderes Motto, was aber immer gleich bleibt, sind die bekannten Gesichter und die Musik – vornehmlich angelegt auf die neuesten Ski- und Almhits.
Alleine bleibt hier keiner lange und wer sich an den Alpen-Beats am Tag in einer der kleinen Bars satt gehört hat, der wird auch hier noch seinen Spaß haben. Mayrhofen bietet in seiner Gesamtheit alles, was zu einem vergnüglichen Winterurlaub gehört.
