Mehr Energie mit dem Co-Enzym Q 10

Die Erkenntnis, für die Linus Pauling einen Nobelpreis erhielt

Obwohl Linus Pauling die Bedeutung des Co-Enzyms Q 10 bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erforschte, ist es erst jetzt richtig bekannt geworden.

Die Gesichtscreme enthält es, das Duschgel, das Hundefutter: Das Co-Enzym mit der hippen Buchstaben/Zahlenkombination Q 10. Doch die wenigsten wissen, was genau sich dahinter verbirgt. Dabei hat Linus Pauling für die Entdeckung dieses Co-Enzyms und dessen Bedeutung für unseren Energishaushalt bereits 1954 den Chemienobelpreis erhalten.

Der menschliche Körper und die Energie

Wir Menschen können unsere Energie nicht als Depot mit uns herumtragen . Sie muss in einem fein abgestimmten, komplizierten Prozess permanent produziert werden. Das Co-Enzym Q 10 - auch Ubichinon genannt - ist für diese natürliche Energieproduktion im Körper von immenser Bedeutung. Das konnte Linus Pauling in einer Studie wissenschaftlich belegen. Organe mit dem höchsten Energiebedarf weisen auch die höchsten Q10-Konzentrationen auf.

Wenn wir dauerhaft hohe Leistungen erbringen wollen, müssen wir unseren Körper mit ausreichend Co-Enzym Q 10 versorgen. Nur so können 95 % unseres natürlichen Energiehaushaltes auch tatsächlich zum Einsatz kommen.

Woher kommt Q 10?

Einerseits erhalten wir das Co-Enzym Q 10 vor allem aus fettreichen Lebensmitteln. Dazu gehören Fleisch, öliger Fisch (Makrelen), Nüsse und Samen, aber auch Kartoffeln, Kohl und Spinat. Der menschliche Organismus ist zudem durchaus auch in der Lage, eine für ihn ausreichende Menge Co-Enzym Q 10 selbst herzustellen.

Aus den verschiedensten Gründen kann bei der Versorgung mit dem Co-Enzym Q 10 etwas schief gehen. Zum Beispiel, wenn sich ein Mensch unausgewogen und fettarm ernährt oder so unter Stress steht, dass sein Q 10 - Pegel einfach nicht ausreicht. Manchmal sind auch Organe durch Krankheiten oder sogar Therapien so geschädigt, dass die Q 10 - Bildung im Körper nachlässt.

Leider produziert der Körper auch mit zunehmendem Alter immer weniger Co-Enzym Q 10. Das haben zahlreiche Untersuchungen bestätigt. Die Q 10 - Werte in den Organen Zwanzigjähriger sind doppelt so hoch wie in denen von Vierzigjährigen. Bei Achtzigjährigen war das Q 10 - Defizit entsprechend.

Ausgleich bei Mangel

Diesen altersbedingten Q 10-Mangel durch eine bewusste Ernährung auszugleichen, ist schwierig. Denn obwohl Q 10 ein natürlicher Bestandteil unserer Nahrung ist, kann es sein, dass wir zu wenig davon essen, beispielsweise, wenn wir uns unausgewogen ernähren, zu viele konservierte Lebensmittel in unseren täglichen Speiseplan einbauen oder unser Essen zu lange zu heiß zubereiten, also "ver“-kochen. Ein Mangel, der schon allein deshalb besteht, weil die eigene Q-10-Synthese nicht mehr stimmt, kann auf diesem Weg nicht mehr ausgeglichen werden. In diesem Fall ist es sinnvoll, dem Körper Co-Enzym Q 10 in Form von Tabletten anzubieten.

Auch bei vielen Krebspatienten ist der Q 10 - Spiegel weit abgesunken, besonders wenn sie gerade operiert oder mit Strahlen- und Chemotherapien behandelt wurden. Sie können sich erfahrungsgemäß ohne zusätzliches Co-Enzym Q 10 kaum erholen.

Wie viel Q-10 braucht der Mensch?

Für einen jungen Menschen ist es durchaus ausreichend, wenn er täglich 30 mg Q 10 zu sich nimmt. Es ist in Pistazien, Sardinen, Hering, Lachs, Brokkoli und Sesam reichlich enthalten. Für Hochleistungssportler oder ältere und kranke Menschen darf es jedoch die 10-fache Menge sein. Ganzheitlich orientierte Ärzte empfehlen täglich 100 mg Q 10. Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Studien zu Q 10:

Co-Enzym Q10 eignet sich zu Vorbeugung und Behandlung von Parkinson. Wer Q10 eingenommen hatte, konnte im Vergleich zu einer Kontrollgruppe den Verlauf der Parkinsonschen Erkrankung deutlich lindern. (Shults CW, Oaks D, et al. Arch Neurol, October 2002; 59:1541-1550).

Frauen mit Brustkrebs, die Vitamin C, Selen, Co-Enzym Q10 und Zink bekommen haben, hatten längere Überlebensraten. (Lesperance ML, Olivotto IA et al. Breast Cancer Res Treat. 2002; 76: 137-143).

Weitere Studien (Auszug)

Digiesi, V., Cantini, F., Brodbeck, B.: „Effect of Coenzyme QIO on essential arterial hypertension“. Current Therapeutic Research. 1990; 47:841--845.

Folkers, K., et al.: „Evidence for a deficiency of Coenzyme QIO in human heart disease“, Int. I. Vitam. Nutr. Res. 1970; 40:380-90.

Greenberg, M., Fzishman, W.H.: „Coenzyme Q10: A new drug for cardiovascular disease“. Clin. Pharm. 1990; 30:596-608.

Hanaki, Y.: „Coenzyme QIO and coronary artery disease“. Clin. Invest. 1993; 71:SI12-SI15.

Für eine ausführliche Studienauflistung kontaktieren Sie bitte die Autorin

Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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