
- Inga-Mai mit Sternchen - Schiller
Oft scheitert der Wunsch nach Reitunterricht an der Angst vor den Kosten. Reiten ist aber längst kein Elitesport mehr und gerade in den ländlichen Bereichen wird der Pferdesport immer günstiger.
Mit welchen Kosten ist also tatsächlich zu rechnen und wie erkennen Eltern ob ihr Kind gut untergebracht ist?
Was muss angeschafft werden?
Das Kind braucht einen passenden Helm. Der sollte unbedingt vom Fachhändler angepasst werden. Ein guter Helm kostet ungefähr 60 Euro. Kinder die mit Sattel reiten, brauchen Schuhe oder Stiefel mit Absatz um das Durchrutschen durch den Steigbügel zu verhindern.
Statt einer Jeanshose eignet sich für den Einstieg eine eng sitzende Gymnastik- oder Laufhose. Hosen mit einer Innennaht können böse Scheuerstellen an den Beinen verursachen. Reitet das Kind allerdings ohne Sattel oder im Westernsattel ist eine Jeanshose genau richtig.
Wie findet man den richtigen Hof?
Lassen Sie Ihre Kinder einfach nicht auf fremde Pferde los. Schauen Sie sich um, lassen Sie sich alles erklären. Welche Ausbildung hat der Reitlehrer? Welchen Eindruck machen die Pferde?
Damit ist nicht gemeint, ob sie besonders sauber sind, sondern ob eine artgerechte Haltung mit möglichst viel Auslauf für ein ausgeglichenes Wesen sorgt. Keinesfalls sollten die Pferde angebunden herumstehen und auf den nächsten Reiter warten.
Der richtige Stall ist vielleicht der benachbarte Reitverein, oder aber die abgemähte Wiese, auf der nette Menschen sich mit Reitunterricht den Unterhalt ihrer Pferde verdienen. Sicher hat Ihr Kind auch Klassenkameraden, die bereits reiten. Dort finden Sie erste Ansprechpartner.
Einstiegsmöglichkeit Reiterferien
Ein schöner Einstieg sind auch Kinder-Reiterferien. Wählen Sie einen Hof, der so nahe liegt, dass Sie ihn vorher besichtigen können. Adressen finden Sie in Pferdezeitschriften in Zeitschriftenläden oder im Internet.
Therapeutisch arbeitende Betriebe
Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Ponyhöfe, die im Bereich der Hippotherapie arbeiten. Dort teilen sich oft mehrere Kinder während der Reitstunde ein Pony und lernen, dem jeweils Schwächeren zu helfen.Diese Höfe nehmen für gewöhnlich gehandicapte und nicht-gehandicapte Kinder auf. Sie bieten geschultes Fachpersonal, eine ruhige Umgebung und meist faire Preise.
Reitbeteiligung und Kosten
Je besser das Kind reiten kann, desto eher findet es die Möglichkeit einer Reitbeteiligung. Das heißt, es teilt sich die Arbeit und auch das Reiten mit dem Pferdebesitzer.
Mancherorts dürfen die Kinder umsonst reiten. Meist kostet die Reitstunde 5-10 Euro. Nach oben sind jedoch keine Grenzen gesetzt.
Reitunterricht in Großstädten
In Großstädten lohnt sich Eigeninitiative. Suchen Sie erst den geeigneten Stall, zum Beispiel über eine Zeitungsannonce und dann andere interessierte Eltern und Kinder. Mit den meisten Reitschulen lässt sich für eine Gruppe eine Unterrichtseinheit vereinbaren. Fahrgemeinschaften sorgen für zusätzliche Kostenersparnis.
Ältere Kinder können sich durch Stallarbeit Reitstunden selbst verdienen. Möglicherweise wird man nicht mit dem ersten Stall glücklich. Aber es, lohnt sich herumzuschauen und so oft zu wechseln, bis man das richtige Umfeld gefunden hat.
