Der Regisseur Mel Gibson im Portrait

Mel Gibson läuft auch im TV - Rembert König
Mel Gibson läuft auch im TV - Rembert König
Mel Gibson ist ein bekannter Schauspieler und Gast in der Klatschpresse. Doch er ist auch erfolgreicher Regisseur, der für "Braveheart" einen Oscar bekam.

Mel Gibson ist Schauspieler und Regisseur und macht oft Schlagzeilen. Aber im Sommer 2010 schaffte Mel Gibson dies erneut nicht mit Filmen, sondern es war sein Privatleben, das die Öffentlichkeit beschäftigte. Rassismus-Vorwürfe und Probleme mit seiner Ex-Freundin Oksana brachten ihn zurück ins Rampenlicht.

Der Regisseur Mel Gibson im Rampenlicht

Doch nicht nur über sein Privatleben wird diskutiert. Provozierend und kontrovers waren auch seine bisherigen Regiearbeiten. Mel Gibson hat bisher nicht gerade bei vielen Filmen Regie geführt. Bis zum Jahr 2010 waren es um genau zu sein nur vier Filme. Kein Vergleich also zur Anzahl seiner Rollen als Schauspieler. Aber die Kontroversen, die der Regisseur Mel Gibson auslöste, hatten es in sich.

"Die Passion Christi" polarisiert und wird kontrovers diskutiert

Verantwortlich dafür war vor allem seine dritte Regiearbeit. "Die Passion Christi" kam 2004 in die deutschen Kinos. Und nicht nur hierzulande wurde lange und mitunter hitzig darüber diskutiert. Der Film handelt von der Passion des Jesus von Nazaret. Nicht nur wegen seiner expliziten Gewaltdarstellungen polarisierte der Film. Kirchen- und Glaubensvertreter argumentierten weltweit über Vor- und Nachteile des Werkes. Kaum ein Film hatte es bisher geschafft, derartige Kontroversen auszulösen.

Am Ende wurde "Die Passion Christi" aber ein finanziell erfolgreicher Film für Mel Gibson, der sich gegen die Vorwürfe, sein Film zeige überzogene Gewaltdarstellungen, zur Wehr gesetzt hatte. Über 600 Millionen Dollar spielte das Werk, an dem Mel Gibson auch als Produzent beteiligt war, weltweit in den Kinos ein. Dieser Erfolg setzte sich bei der Zweitverwertung auf DVD fort.

Gibsons Privatleben sorgt auch immer wieder für Publicity

Auch in seinem Privatleben sorgte Gibson mehrfach für Schlagzeilen. Seine religiösen Einstellungen wurden bereits vor "Die Passion Christi" von der Öffentlichkeit diskutiert.

Der Sohn eines amerikanischen Vaters, der den so genannten Sedisvakantisten angehört, und einer australischen Mutter wurde 1956 in Peekskill in den USA geboren. Seine Familie wanderte jedoch bald nach Australien aus. Mel Columcille Gerard Gibson, wie er mit vollem Namen heißt, engagierte sich mitunter auch medienwirksam politisch.

Viel Rummel im Vorfeld von "Apocalypto"

Sehr präsent in den Medien war Mel Gibson auch unmittelbar vor seiner bislang letzten Regiearbeit "Apocalypto". Er war betrunken Auto gefahren und erwischt worden. Zumal er auch noch Äußerungen von sich gegeben hatte, die an seiner Toleranz anderen Glaubensrichtungen gegenüber zweifeln ließen, waren die Reaktionen in Presse und Öffentlichkeit entsprechend heftig. Es folgten Auftritte in mehreren Talkshows, in denen sich Mel Gibson entschuldigte.

Dem kommerziellen Erfolg von "Apocalypto", der 2006 erschien, schadete der mediale Aufruhr jedoch nicht. Das bildgewaltige Action- und Historiendrama, das um 1500 im Reich der Mayas spielt, lockte viele Zuschauer an. Zwar waren die Kritiken eher durchwachsen und erneut musste sich Regisseur Mel Gibson vorwerfen lassen, er zeige überzogene Gewalt, doch neben den guten Einspielergebnissen gab es zudem drei Oscar-Nominierungen.

"Braveheart" beschert Gibson einen Oscar als Regisseur

Einen Oscar für die beste Regie hatte Mel Gibson aber schon 11 Jahre zuvor erhalten. In "Braveheart" hatte er 1995 nicht nur den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace verkörpert, sondern auch Regie geführt und das mit großem Erfolg. Somit war ihm als Regisseur bereits zwei Jahre nach seinem Erstling "Der Mann ohne Gesicht" im zweiten Anlauf der große Wurf gelungen.

Man darf gespannt sein auf weitere Werke von Mel Gibson als Regisseur. Eines dürfte jedoch sicher sein: Er wird mit zukünftigen Werken zumindest für Diskussionen sorgen. Wünschenswert wäre es dabei, wenn er wieder mehr dank seiner Filme statt seines Privatlebens in die Schlagzeilen rücken würde.

Rembert König - Gern möchte ich mich ein wenig vorstellen: Ich bin Anfang 30 und selbständig tätig. Bisher habe ich nur als Hobby ab und ...

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