Menschen bei Maischberger: Promis am Rande des Bankrotts

Maischberger-Talkrunde: Am Rande des Bankrotts - ARD-Foto
Maischberger-Talkrunde: Am Rande des Bankrotts - ARD-Foto
„Am Rande des Bankrotts: Wie schnell kann es gehen?" fragt Sandra Maischberger am 7. Juni 2011 um 22.45 Uhr in die Runde prominenter Gäste.

Um viel Geld geht es bei Sandra Maischberger nach dem Motto „Wie gewonnen, so zerronnen“. Falsches Vertrauen, falsche Beratung, das falsche Objekt, die falsche Finanzierung können Ursachen für den Niedergang sein. Aber auch das Eingeständnis der eigenen Schwäche, nicht mit Geld umgehen zu können. Diese Aspekte sollen in der Talkrunde im Ersten diskutiert werden.

Menschen bei Maischberger: Die Gäste

Zum Thema „Am Rande des Bankrotts: Wie schnell kann es gehen?“ begrüßt Maischberger am 7. Juni 2011 um 22.45 Uhr im ARD folgende Gäste:

Horst Janson

Der inzwischen 75-jährige Schauspieler Horst Janson ist mit Ehefrau Hella zu Gast bei Sandra Maischberger. „Hartz IV wollen wir nicht beantragen“, sagt Hella Janson. Mit ihrem Mann hofft auf Engagements für ihn, um eine neue finanzielle Basis zu finden. Janson war zwischen 1970 und 1990 durch sein Mitwirken in Serien wie „Der Bastian“, „Sesamstraße“ oder auch „Frühling im Immenhof“ ein sehr bekannter und prominenter Schauspieler. Nach der Wende hatte Janson auf Anraten guter Freunde in Immobilien in Ostdeutschland investiert und sich dabei verspekuliert. Heute sitzt er auf 650.000 Euro Schulden. Als Janson vor wenigen Tagen sein eigenes Insolvenzverfahren beantragen wollte, lehnte das Amtsgericht München die Antrag mangels Masse ab und erklärte Janson für pleite.

Jansons Anwalt hat jüngst eine bisher wohl einmalige Aktion gestartet, wonach die Freunde Horst Jansons alle Fernsehzuschauer und Theaterbesucher, die Sympathie mit ihm empfinden, bitten, 1 Euro als Spende auf ein Treuhandkonto für die Jansons zu überweisen

Wolfgang Lippert

Dem Schauspieler und Moderator Wolfgang Lippert („Wetten dass..?“) hatten Finanzberater hohe Gewinne und Erträge bei einer Investition in ein Kino und ein Wohnhaus versprochen, aber hohe Verluste und Schulden eingebracht. Die BZ titelte, als Lippert beim Amtsgericht Charlottenburg Privatinsolvenz anmelden musste, „der Millionär ist pleite“. Heute ist der erfolgreich bei den Störtebeker Festspielen auf Rügen agierende Schauspieler wieder schuldenfrei und hat auch eine erfolgreiche Biographie veröffentlicht. Er sagt: „Ich habe nicht versucht, die Fehler bei anderen zu suchen.“

Klaus F. Schmidt

Der „Multimillionär a. D.“ Klaus F. Schmidt machte mit „Sodastream“, einem Gerät, das aus Leitungswasser Sprudel produzierte, ein riesiges Vermögen. Nach eigenen Angaben erzielte er mit dem Verkauf seiner Geräte 1997 einen Umsatz von 70 Millionen DM. Im Folgejahr stieg er aus und erhielt von seinem damaligen Partner eine Abfindungszahlung von fünf Millionen DM. Ihm gehörte eine Villa am Ijsselmeer in Holland, eine Yacht und ein schnelles Auto, das 270 km/h hergab. Innerhalb von zwei Jahren verspielte er all seinen Reichtum in Kasinos. Vor dem Erfolg mit Sodastream führte er einen Handwerksbetrieb mit elf Mitarbeitern: Pleite nach drei Jahren. Dann versuchte er es mit einer Werbeagentur mit vier Mitarbeitern: Pleite.

„Es gibt ein Leben nach dem Vermögen“, sagt er heute. Kurz vor dem Weg ins Obdachlosenheim erstritt sich Schmidt Hartz IV vor dem Sozialgericht. Heute ist der laut Visitenkarte „Multimillionär a. D.“ Berater für kleine Unternehmen. Sein Fazit heute: „Hätte ich mehr Geld gehabt, hätte ich auch das ins Kasino gebracht.“

Annabel Oelmann

Annabel Oelmann arbeitet bei der Verbraucherzentrale für Nordrhein-Westfalen. Sie warnt als Leiterin für Finanzdienstleistungen vor übereilten Immobilienkäufen. „Wichtig sind ein vernünftiges Finanzierungskonzept und ein passendes Objekt in einer guten Lage“, sagt sie und rät sie zu einem Ratenkredit oder Ratenkauf anstelle eines Dispokredits. „Die beste Alternative zur Überziehung des Girokontos aber ist, gar keine Schulden zu machen“, so die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin.

Mit der Schuldenfalle und dem drohenden Bankrott faßt Sandra Maischberger das nächste interessante Thema nach der Diskussion zum Kachelmann-Urteil an.

Quelle: ARD-Pressehinweis, Süddeutsche Zeitung

Bildnachweis: © ARD-Foto

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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