Unter dem Motto „Steh auf! Und nimm Deine Zukunft in die Hand!“ präsentiert sich die Berufsbildungsmesse Rhein-Main vom 27. bis 29. Mai 2010 in Frankfurt. Rund um die Industrie- und Handelskammer IHK rücken die Veranstalter alle relevanten Themen um Ausbildung, Lehre und die berufliche Zukunft heutiger Jugendlicher in den Mittelpunkt. Start ist täglich um 8:30 Uhr und die Angebote können bis 16:00 Uhr genutzt werden. Am Samstag öffnen sich die Pforten der IHK nochmals von 10:00 bis 15:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Interdisziplinär und nach außen vernetzt

Bereits zum 17. Mal nutzen regionale und überregionale Unternehmen, Arbeitsagenturen, BIZ (Berufs-Informations-Zentrum) und Verantwortliche der IHK die Gelegenheit, ein breitgefächertes Informationsangebot für die Besucher bereit zu halten. Veränderte und gesteigerte Anforderungsprofile heutiger Ausbildungsberufe und sich immer deutlicher abzeichnende Defizite der Schulabgänger bei Qualifikation und sozialer Kompetenz machen heute eine vernetzte Berufsbildungsmesse wichtiger denn je.

Die Veranstaltung richtet sich schwerpunktmäßig an Jugendliche und Schüler, die in den kommenden Monaten oder zum Ende des nächsten Schuljahres in Ausbildung gehen sollen oder wollen und bezieht auch deren Eltern mit ins Programm ein. Die aktuell noch immer schwierige Ausbildungssituation im Rhein-Main-Gebiet schafft für viele leider eine Lebenswelt, in der Motivation und Vorfreude auf die eigene berufliche Zukunft kaum wachsen konnte.

Ziele der Berufsbildungsmesse

Die Messe soll nicht Ausbildungsbörse oder Jobmesse sein. Vielmehr setzt sie sich zum Ziel, eine Basis für individuelle Netzwerke rund um Ausbildungsmöglichkeiten und Praktika aufzubauen und bestehende Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen.

Denn zum einen wissen viele künftige Azubis kaum um die Vielfalt an Ausbildungsberufen, die nachrangig den klassischen Berufswünschen wie KFZ-Mechatroniker oder Kauffrau in der Modebranche folgen. Hier liegt das Potenzial der Messe darin, den Schulabgängern ein breiteres Feld für ihre Ausbildungssuche zu erschließen.

Zudem werden die einzelnen Ausbildungsberufe detailliert vorgestellt. Zugangsvoraussetzungen und Qualifikation, Ausbildungsdauer und Kombination von Praxis und Theorie während der Ausbildung sollen Jugendlichen und ihren Eltern klare Vorstellungen vermitteln, was die Zukunft für sie bereit hält. Dabei stehen fachkompetente Berater bereit, um auch im persönlichen Gespräch offene Fragen gleich vor Ort zu klären und der Idee von Netzwerken entgegen zu kommen.

Extraprogramm: deutlichere Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund ins Ausbildungswesen

Einen speziellen Schwerpunkt bietet die Berufsbildungsmesse am Samstag, 29. Mai, von 10:00 bis 13:00 Uhr für Schüler mit Migrationshintergrund. Die kostenlose Veranstaltung mit dem Thema „Schule und was dann?“ möchte insbesondere dieser Zielgruppe das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem nahe bringen, „da Familien mit Migrationshintergrund oft zu wenige Kenntnisse über das deutsche Ausbildungssystem haben“, so Dr. Mathias Müller, Präsident der IHK Frankfurt.

Auch wolle man den Jugendlichen ihre Vorteile von Zweisprachigkeit und binationaler Lebenswelt deutlich vor Augen bringen. Wie Müller betonte, brauche „die regionale Wirtschaft Fachkräfte mit internationalem Hintergrund“.

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